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Little Miss Ivy - Königin gesucht! von Krisp, Caleb (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.06.2018
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Little Miss Ivy - Königin gesucht!

Ivy Pocket: Keine Angst vor bösen Geistern!
Seit die 12-jährige Zofe Ivy Pocket im Besitz des magischen Uhrendiamanten ist, jagt eine Katastrophe die nächste: Ivy wird betrogen, verfolgt und in ein finsteres Verlies geworfen. Um ihre Freundin Rebecca vor einem Schicksal zu bewahren, das schlimmer als der Tod wäre, muss Ivy jetzt eine mehr als gewagte, haarsträubende Rettungsaktion starten und sich in das Geisterreich Prospa begeben. Wird es ihr endlich gelingen, das größte Geheimnis zu lüften: das ihrer eigenen Herkunft und ihrer Bestimmung? In ihrem dritten und letzten großen Abenteuer zeigt sich Ivy Pocket so unerschrocken und so unwiderstehlich wie eh und je!

Caleb Krisp ist ein Pseudonym. Viel ist über den Autor nicht bekannt. Angeblich wurde er von Bibliothekaren großgezogen, die ihn mit Geschichten aus dem 19. Jahrhundert und zimmerwarmem Porridge fütterten. Nach dem Studium nahm er sich vor, ein gefeierter Dichter zu werden. Jahre der Entbehrungen folgten, bis er in eine verlassene Hütte tief im Wald zog, um die Abenteuer eines zwölfjährigen Dienstmädchens von äußerst geringer Wichtigkeit niederzuschreiben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 25.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641156893
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Serie: Little Miss Ivy .3
    Originaltitel: Anyone but Ivy Pocket #3 - Bring me the head of Ivy Pocket
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Little Miss Ivy - Königin gesucht!

Kapitel 1

"Warum werden wir langsamer?"

Ich schlief nicht. Ich döste nur, wie junge Damen es auf langen Kutschfahrten zu tun pflegen. Mit heruntergeklappter Kinnlade. Den Kopf anmutig in den Nacken gelegt. Melodisch schnarchend. Alles sehr elegant.

"Kutscher, warum werden wir langsamer?", fragte eine Frau. Sie klang empört. "Wir sind noch Meilen von unserem nächsten Halt entfernt. Das ist höchst ungewöhnlich."

Gegen eine derart laute Kreatur hatte mein friedliches Nickerchen keine Chance. Während die Nervensäge sich über den ungeplanten Halt aufregte, wurde das Klappern der Räder leiser, bis die Kutsche schließlich quietschend zum Halten kam. Jetzt war draußen nur noch der Wind zu hören, der an den Fenstern rüttelte.

"Verzeihung." Ich bekam einen kräftigen Knuff. "Würdest du bitte Platz machen?" Jemand schubste mich zur Seite und zwängte sich zwischen mich und das Fenster.

Empört schlug ich die Augen auf. "Was fällt Ihnen ein, Sie verrückte Kuh?"

Es war Miss Finch, eine etwas steif wirkende Amerikanerin, die entsetzt darüber gewesen war, dass ich mutterseelenallein nach London reiste. "Ich will wissen, wieso wir anhalten, aber von meinem Platz kann ich nicht auf die Straße schauen." Sie schürzte verärgert die Lippen. "Das ist höchst ungewöhnlich."

Sie hatte mich gegen einen hübschen jungen Mann gequetscht, der mit einer Ausgabe von David Copperfield auf der Brust tief und fest schlief. Gegenüber saßen drei weißhaarige Schwestern, die eifrig drei harmonierende gelb-blaue Schals strickten (ich kannte ihre Namen nicht, aber sie hießen bestimmt Kurzbein, Großohr und Griesgram).

"Aber gerne", sagte ich höflich und rempelte Miss Finch mit der Schulter an. "Was gibt es Schöneres, als in einer Kutsche rücksichtslos aus dem Schlaf gerissen zu werden?"

Miss Finch zog den Vorhang zurück. "Tut mir leid", sagte sie ohne jede Spur von Reue. "Es war nur ein sanfter Stupser."

"In der Tat", stimmte ich ihr aus vollem Herzen zu. "Es war sicher nur deshalb so schrecklich schmerzhaft, weil Sie Arme haben wie ein Holzfäller."

Miss Finch blinzelte erbost. Dann blickte sie auf ihre Arme. "Ich ... ich höre oft, wie zierlich ich bin."

"Umso bemerkenswerter sind ihre kräftigen Oberarme." Beherzt schlug ich ihr aufs Knie, wie neue Freundinnen es tun. "Sie sollten einem Zirkus beitreten, meine Liebe - damit könnten Sie ein Vermögen verdienen."

Miss Finch runzelte die Stirn. Schüttelte den Kopf. Schnaubte. Es war die amerikanische Art, größtes Vergnügen zum Ausdruck zu bringen. Dann wandte sie sich ab und spähte aus dem Fenster. "Es ist so dunkel draußen, man sieht kaum etwas."

Damit hatte sie recht. Obwohl meine Uhr mir sagte, dass es zwei Uhr nachmittags war, bot sich vor dem Fenster ein düsterer Anblick. Dunkle Wolken hingen beängstigend tief am Himmel und ballten sich zusammen wie dichter Ofenrauch.

Seufzend lehnte ich mich zurück und dachte darüber nach, wo ich war. Und warum. Die Kutsche war unterwegs nach London und meine Gründe für diese Reise waren äußerst schwerwiegend. Ich hatte mir vorgenommen, Rebecca zu retten und nach Hause zu bringen (und dazu musste ich in die Winslow Street, denn nur dort konnte ich direkt in das Haus von Prospa gelangen). Ich wollte herausfinden, warum die Wärter, die sie bewachten, mich zu kennen schienen. Außerdem war ich fest entschlossen, Anastasia Radcliff aus dieser grässlichen Irrenanstalt in Islington zu befreien und sie und das Kind, von dem sie so grausam getrennt worden war, wieder zu vereinen. Aber jetzt stand unsere Kutsche erst einmal still. Und das war tatsächlich äußerst seltsam.

"Was sehen Sie da draußen?", fragte ich Miss Finch.

"Nicht viel", antwortete sie. "Der Kutscher klettert gerade vom Kutschbock."

"Da liegt etwas auf der Straße", sagte Miss Großohr und spähte durchs Fenster gegenüber.

"Was könnte das sein

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