text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Lockwood & Co. - Das Flammende Phantom von Stroud, Jonathan (eBook)

  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Lockwood & Co. - Das Flammende Phantom

Im vierten Abenteuer um die Geisterjägeragentur Lockwood & Co. bekommen Anthony Lockwood und George es mit einem besonders schrecklichen Verbrechen zu tun. Die Spur hinter dessen dunklem Geheimnis führt sie mitten ins Herz der Londoner Gesellschaft. Um diesen Fall zu klären, müssen sie alle Kräfte mobilisieren und so bitten sie die in Geisterdingen hochbegabte Lucy, als Beraterin in die Agentur zurückzukehren. Doch die Freunde ahnen nicht, wie sehr diese Nachforschungen sie selbst in ihren beruflichen und persönlichen Grundfesten erschüttern werden und dass sie damit Kräfte auf den Plan rufen, die selbst sie nicht mehr kontrollieren können ...

Jonathan Stroud wurde in Bedford geboren. Er arbeitete zunächst als Lektor. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina und den gemeinsamen Kindern Isabelle, Arthur und Louis in der Nähe von London.
Berühmt wurde er durch seine weltweite Bestseller-Tetralogie um den scharfzüngigen Dschinn Bartimäus, dessen Abenteuer in Das Amulett von Samarkand, Das Auge des Golem, Die Pforte des Magiers und Der Ring des Salomo erzählt werden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641187149
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Serie: Lockwood & Co Bd.4
    Originaltitel: Lockwood & Co. No.4 Creeping Shadow
    Größe: 4914kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Lockwood & Co. - Das Flammende Phantom

Kapitel 1

Die Anwesenheit der Toten spürte ich, kaum dass ich in das mondbeschienene Büro geschlüpft war und die Tür behutsam hinter mir zugezogen hatte. Ich erkannte es am Kribbeln meiner Kopfhaut, daran, wie sich die Härchen meiner Unterarme aufrichteten und wie kalt die Luft war, die ich einatmete. Die dicken, eingestaubten und vor Raureif glitzernden Spinnweben vor dem Fenster verrieten es mir und natürlich die Geräusche - jene Hunderte von Jahren alten Geräusche, denen ich die Treppe empor und durch die leeren Flure des Hauses gefolgt war. Das Rascheln von Stoff, das Splittern von Glas, das Schluchzen der sterbenden Frau - das alles wurde immer lauter. Nicht zu vergessen das unmissverständliche Ziehen tief in meiner Magengrube; es sagte mir, dass etwas Bösartiges jeden meiner Schritte belauerte.

Aber selbst wenn all das nicht gewesen wäre, hätte mich spätestens die schrille Stimme aus meinem Rucksack alarmiert.

"Iiieeh!", stieß sie hervor. "Hilfe! Ein Geist!"

Ich warf ungehalten einen Blick über die Schulter. "Halt die Klappe. Wir haben das Phantom lokalisiert. Kein Grund, hysterisch zu werden."

"Da drüben steht sie und starrt uns aus ihren leeren Augenhöhlen an! Und jetzt - jetzt bleckt sie auch noch grinsend die Zähne!"

"Na und? Kann dir doch egal sein", erwiderte ich ärgerlich. "Du bist bloß ein Totenschädel. Also krieg dich wieder ein."

Ich streifte den Rucksack ab, stellte das Ungetüm auf den Boden und öffnete ihn. Ein großer Glasbehälter, der ein milchig grünes Licht ausstrahlte und in dem ein menschlicher Schädel eingesperrt war, kam zum Vorschein. Ein abstoßendes, halb durchsichtiges Gesicht quetschte sich so fest gegen die Glaswand, dass die Nase platt gedrückt wurde. Die hässlichen Glupschaugen zuckten hin und her.

"Du hast gesagt, ich soll dich warnen, schon vergessen?" , beschwerte sich der Schädel. "Hab ich gemacht. Iieeeh! Da drüben steht sie! Ein Geist! Knochen! Haare! Zähne! Uäääh!"

"Bist du endlich still?" Trotzdem verfehlten seine Worte ihre Wirkung auf mich nicht. Ich sah mich mit zusammengekniffenen Augen um und versuchte, in den dunklen Umrissen des Zimmers eine untote Gestalt auszumachen. Ich konnte zwar nichts erkennen, aber das beruhigte mich keineswegs. Dieser spezielle Geist gehorchte seinen eigenen Gesetzen. Ich fing an, fieberhaft in meinem Rucksack zu wühlen, schob das Glas beiseite und kramte zwischen den Salzbomben, Lavendelgranaten und Eisenketten herum.

In meinem Kopf hörte ich den Schädel sagen: "Falls du zufällig deinen Spiegel suchst, Lucy, kleiner Tipp: Du hast ihn mit einer Schnur hinten an den Rucksack gebunden."

"Ach so. Stimmt ja."

"Damit du ihn nicht suchen musst."

"Äh ... genau."

Er sah mir mit spöttischem Blick dabei zu, wie ich die Schnur ungeschickt aufknotete. "Gerätst du etwa in Panik?"

"Quatsch."

"Vielleicht ein bisschen?"

"Überhaupt nicht!"

"Wie du meinst. Sie kommt übrigens näher."

Das war's. Kein Small Talk mehr. Zwei Sekunden später hielt ich den Spiegel in der Hand.

Es gehörte zu den Besonderheiten dieser Besucherin, dass sogar Agenten mit einer ausgeprägten Gabe des Schauens sie nicht direkt sehen konnten. Angeblich handelte es sich um den Geist der mordlustigen Emma Marchment, einer Dame, die im achtzehnten Jahrhundert hier gelebt hatte, als das Gebäude noch kein Büro einer Versicherungsgesellschaft, sondern ein privates Wohnhaus gewesen war. Nachdem sich Emma Marchment mit Hexerei befasst hatte und beschuldigt worden war, mehrere Angehörige umgebracht zu haben, hatte ihr Ehemann sie mit einer spitzen Scherbe aus ihrem zerschlagenen Spiegel erstochen. Deswegen erschien nun ihr Abbild in Spiegeln, Fenstern und blanken Metalloberflächen, und in letzter Zeit waren m

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen