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Lockwood & Co. - Der Wispernde Schädel Band 2 von Stroud, Jonathan (eBook)

  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Lockwood & Co. - Der Wispernde Schädel

Wenn Londons Geisterwelt erwacht
Dank des spektakulären Erfolgs im Fall der seufzenden Wendeltreppe ist Lockwood & Co. nun eine der angesagtesten Geisteragenturen Londons. Doch inzwischen wird die Metropole bereits von einer Reihe neuer grausiger Ereignisse erschüttert: In einer beispiellosen Diebstahlserie werden mächtige magische Artefakte entwendet und deren Hüter grausam ermordet. Als dann auch noch auf einem Friedhof ein schauerlich eiserner Sarg geborgen wird, dessen Inhalt unter mysteriösen Umständen verschwindet, steht fest: Ein klarer Fall für Lockwood & Co.! Nur wenn das Team um Anthony Lockwood, Lucy und George ihre ganze Genialität im Umgang mit übernatürlichen Ereignissen in die Wagschale wirft, kann es ihnen gelingen, die Verschwörung, die hinter all dem steckt, aufzudecken.

Jonathan Stroud wurde in Bedford geboren. Er arbeitete zunächst als Lektor. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina und den gemeinsamen Kindern Isabelle, Arthur und Louis in der Nähe von London.
Berühmt wurde er durch seine weltweite Bestseller-Tetralogie um den scharfzüngigen Dschinn Bartimäus, dessen Abenteuer in Das Amulett von Samarkand, Das Auge des Golem, Die Pforte des Magiers und Der Ring des Salomo erzählt werden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641121839
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Serie: Lockwood & Co Bd.2
    Originaltitel: Lockwood & Co. 2
    Größe: 4676kBytes
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Lockwood & Co. - Der Wispernde Schädel

Kapitel 1

"Nicht hinsehen" , sagte Lockwood. "Es sind sogar zwei."

Ich warf einen raschen Blick über die Schulter und stellte fest, dass er recht hatte. Nicht weit von uns entfernt, auf der anderen Seite der Lichtung, war ein zweiter Geist der Erde entstiegen. Wie schon der erste war es ein bleicher Nebel in Menschengestalt, der über dem dunklen, nassen Gras schwebte. Auch bei ihm hing der Kopf in schiefem Winkel, als sei das Genick gebrochen.

Ich starrte ihn an, aber nicht, weil ich erschrocken, sondern weil ich sauer war. Ein ganzes Jahr lang arbeitete ich nun schon für Lockwood & Co. und war gegen geisterhafte Besucher der verschiedensten grässlichen Gestalten und Größen angetreten. Ein gebrochenes Genick imponierte mir längst nicht mehr so sehr wie zu Anfang. "Na toll", sagte ich. "Wo kommt der denn jetzt auf einmal her?"

Ratsch! machte es, als Lockwood den Degen aus der Gürtelschlaufe zog. "Keine Sorge. Ich behalte ihn im Auge. Pass du auf deinen auf."

Ich drehte mich wieder um. Die erste Erscheinung schwebte immer noch gut drei Meter von unserem Bannkreis entfernt in der Luft. Dort verharrte sie jetzt schon fast fünf Minuten und wurde dabei immer deutlicher sichtbar. Inzwischen konnte ich bereits die Arm- und Beinknochen und die Gelenke dazwischen erkennen. Die fransigen Konturen der Gestalt hatten sich verdichtet, sodass man Fetzen vermoderten Stoffs ausmachen konnte: ein weites Hemd und zerrissene dunkle, bis zum Knie reichende Reithosen.

Der Geist verströmte eisige Kältewellen. Trotz der warmen Sommernacht war der Tau unter den lose baumelnden Zehenknochen zu funkelnden Frostsplittern gefroren.

"Eigentlich logisch", rief Lockwood über die Schulter. "Wenn man einen Verbrecher an einer Wegkreuzung aufhängt, kann man genauso gut zwei aufhängen. Damit hätten wir rechnen müssen."

"Und warum haben wir dann nicht damit gerechnet?"

"Das musst du George fragen."

Meine Hand war ganz glitschig vor Schweiß. Ich packte den Degenknauf fester und fragte: "George?"

"Was ist?"

"Warum haben wir nicht vorher gewusst, dass es zwei sind?"

Ich hörte, wie sich ein Spaten knirschend in feuchte Erde grub. Wie eine Schaufelladung meine Stiefel traf. Eine mürrische Stimme antwortete aus dem Abgrund: "Weil ich mich nur an die alten Dokumente halten kann, Lucy. Darin stand, dass hier ein Mann hingerichtet und begraben wurde. Keine Ahnung, wer der andere ist. Will einer von euch weitergraben?"

"Ich nicht" sagte Lockwood. "Du machst das wunderbar, George. Diese Art Arbeit liegt dir. Wie kommt die Ausgrabung denn voran?"

"Ich bin müde, ich bin verdreckt, und ich habe bis jetzt null Komma nix gefunden. Abgesehen davon läuft es bestens."

"Keine Gebeine?"

"Nicht mal eine Kniescheibe."

"Mach weiter. Die Quelle kann nur dort sein. Du suchst jetzt allerdings nach zwei Leichen."

Eine Quelle ist ein Gegenstand, in dem ein Geist gefangen ist. Hat man die Quelle erst mal entdeckt, bekommt man auch die Heimsuchung durch diesen Geist rasch in den Griff. Leider sind Quellen meist nicht leicht zu finden.

George brummelte irgendwas vor sich hin und machte sich wieder an die Arbeit. Im spärlichen Licht der Petroleumlaternen, die wir neben unseren Taschen aufgestellt hatten, glich er einem Riesenmaulwurf mit Brille. Er stand jetzt brusttief in der Grube, und der Erdhaufen, den er aufgeworfen hatte, füllte schon fast den ganzen Bannkreis aus. Den großen, quadratischen, moosbewachsenen Stein, der unserer Meinung nach die Grabstätte markierte, hatte er längst ausgebuddelt und beiseitegeräumt.

"Du, Lockwood", sagte ich plötzlich, "meiner kommt näher."

"Keine Panik. Verscheuch ihn einfach. Mit ganz einfachen Aktionen, so wie wir es zu Hause am Schwebenden Joe geübt haben. Wenn er d

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