text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Lockwood & Co. - Die Raunende Maske Band 3 von Stroud, Jonathan (eBook)

  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Lockwood & Co. - Die Raunende Maske

Die Geister von London erheben sich ...
Die Agenten von Lockwood & Co.: Anthony Lockwood, Lucy und George, führt ihr jüngster Fall mitten ins Zentrum der Geistererscheinungen, die London unerbittlich heimsuchen. Ein traditionsreiches Londoner Kaufh aus scheint Brutstätte des grausigen Phänomens zu sein. Wurde es doch auf den Überresten einer Pestopferruhestätte und über den Ruinen eines mittelalterlichen Kerkers errichtet. Gemeinsam mit Geisterjägern aus anderen Agenturen wagen sich Lockwood und seine Freunde bei Nacht in das Gebäude. Wer hier überleben will, braucht Mut und einen kühlen Kopf. Doch Lucy und ihre neue Kollegin Holly belauern sich eifersüchtig, Lockwood kommt von einem dunklen Geheimnis in seiner Vergangenheit nicht los und die düsteren Warnungen des wispernden Schädels verheißen Fürchterliches.

Jonathan Stroud wurde in Bedford geboren. Er arbeitete zunächst als Lektor. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina und den gemeinsamen Kindern Isabelle, Arthur und Louis in der Nähe von London.
Berühmt wurde er durch seine weltweite Bestseller-Tetralogie um den scharfzüngigen Dschinn Bartimäus, dessen Abenteuer in Das Amulett von Samarkand, Das Auge des Golem, Die Pforte des Magiers und Der Ring des Salomo erzählt werden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 468
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641160326
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Serie: Lockwood & Co Bd.3
    Originaltitel: Lockwood & Co. 3
    Größe: 3951 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Lockwood & Co. - Die Raunende Maske

Kapitel 1

Wie großartig Lockwood & Co. zusammenarbeiteten, wurde mir zum ersten Mal richtig bewusst, als wir gegen Ende unserer Ermittlungen in der Pension Lavendel um unser Leben kämpften.

Die Erkenntnis blitzte nur für den Bruchteil einer Sekunde auf, aber jede Einzelheit hat sich mir unauslöschlich eingeprägt: jener Augenblick genialer Präzision, in dem wir wirklich und wahrhaftig ein Team waren.

Ja, jede Einzelheit: Anthony Lockwood, der mit brennendem Mantel und fuchtelnden Armen rückwärts auf das offene Fenster zustolpert. George Cubbins, der mit einer Hand an der Leiter hängt wie eine übergroße, vom Sturm geschüttelte Birne. Und ich selbst, Lucy Carlyle, die zerschrammt, blutend und von oben bis unten voller Spinnweben mit kühnen Hüpfern und waghalsigen Sprüngen versucht, den tödlichen Ektoplasma-Tentakeln auszuweichen ...

Okay, das hört sich jetzt alles nicht besonders toll an, und ehrlich gesagt hätte ich auf Georges panisches Quieken verzichten können. Aber das war nun mal typisch für Lockwood& Co.: Wir gerieten immer wieder in die aussichtslosesten Situationen und machten dann das Beste draus.

Wollt ihr wissen wie? Ich erklär's euch.

Sechs Stunden zuvor. Wir standen an der Haustür und klingelten. Die Schatten an diesem trüben, stürmischen Novembernachmittag wurden schon dunkler, die Dächer des alten Stadtviertels Whitechapel zeichneten sich schwarz und scharf umrissen vor den dahinjagenden Wolken ab. Regentropfen sprenkelten unsere Kleidung und glänzten auf den Klingen unserer Degen. Die nahe Kirchturmuhr hatte soeben vier geschlagen.

"Seid ihr so weit?", fragte Lockwood. "Denkt dran: Wir stellen ihnen ein paar Fragen und öffnen dabei unsere Sinne. Sobald wir irgendwelche Hinweise erhalten, in welchem Raum die Morde stattgefunden haben oder wo die Leichen versteckt sind, brechen wir sofort ab. Wir verabschieden uns höflich und verständigen die Polizei."

"Geht in Ordnung", sagte ich. George, der damit beschäftigt war, seinen Einsatzgürtel zurechtzurücken, nickte nur.

"Was für ein bescheuerter Plan!" , ertönte es mit heiserer Wisperstimme dicht hinter meinem Ohr. "Ich sage: Erst zustechen, dann Fragen stellen. Alles andere ist Pillepalle."

Ich verpasste meinem Rucksack einen unsanften Knuff mit dem Ellbogen. "Klappe."

"Ich dachte, ihr wollt meinen Rat!"

"Deine Aufgabe ist es, uns gegebenenfalls zu warnen, nicht, uns mit albernen Theorien abzulenken. Und jetzt sei still."

Wir standen da und warteten. Die Pension Lavendel war ein schmales, dreistöckiges Reihenhaus. Wie die meisten Gebäude in diesem Teil des Londoner East Ends wirkte es ziemlich heruntergekommen. Der Rauputz der Fassade war rußgeschwärzt, vor den Fenstern hingen billige Gardinen. Die beiden oberen Stockwerke lagen im Dunkeln, nur in der Diele brannte Licht, und hinter der gesprungenen Scheibe der Haustür hing ein vergilbtes Schild mit der Aufschrift Zimmer frei .

Lockwood hielt die behandschuhte Hand über die Augen und spähte angestrengt durch die Scheibe. "Also, irgendwer ist zu Hause", stellte er fest. "Ich sehe ganz hinten in der Diele zwei Leute."

Er drückte noch einmal auf die Klingel. Ein scheußliches Geräusch ertönte, als schabten Rasierklingen über unsere Trommelfelle. Lockwood ergriff den Türklopfer und betätigte ihn zusätzlich. Niemand öffnete.

"Hoffentlich kommen die dadrinnen bald in die Gänge", sagte George. "Ich will euch ja nicht beunruhigen oder so, aber dahinten kommt etwas Weißes auf uns zugeschlichen."

Jetzt sah ich es auch. Im Dämmerlicht am anderen Ende der Straße war ein hellerer Umriss, der im Schatten der Häuser langsam über den Bürgersteig in unsere Richtung glitt.

Lockwood machte sich nicht die Mühe, sich umzudrehen. Er zuckte nur die Achseln. "Da flattert bestimmt bloß ein Hemd auf der Wäscheleine. Es ist

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen