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Looking for Hope von Hoover, Colleen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.03.2015
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)
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Looking for Hope

Die Geschichte aus Deans Sicht An Vergangenes zu denken hat Dean Holder seit dem Tod seiner Schwester vermieden und lieber an seinem Ruf als Bad Boy gearbeitet. Bis er Sky trifft, die seine Welt komplett verändert. Denn Sky erinnert ihn an Hope, seine verschwundene Freundin, die er seit Jahren sucht. In Skys Gegenwart erlebt Dean Gefühle, die er längst verloren glaubte. Doch es wird klar: Um nach vorne blicken zu können, müssen Dean und Sky sich ihrer Vergangenheit stellen ... Colleen Hoover ist nichts so wichtig wie ihre Leser. Ihr Debüt ?Weil ich Layken liebe?, das sie zunächst als eBook im Selfpublishing veröffentlichte, sprang sofort auf die Bestsellerliste der ?New York Times?. Mittlerweile hat sie auch in Deutschland die Bestsellerliste erobert. Mit ?Nur noch ein einziges Mal? stand sie mehrere Wochen auf Platz 1. Weltweit verfügt sie über eine riesige Fangemeinde. Colleen Hoover lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 16.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423426213
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Serie: dtv junior 2
    Originaltitel: Losing Hope
    Größe: 805 kBytes
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Looking for Hope

EINS

Eigentlich müsste mein hämmernder Puls das Signal sein, mich sofort umzudrehen und zu gehen. Les hat mir oft genug gesagt, dass ich mich raushalten soll. Andererseits ist sie noch nie Bruder gewesen und hat keine Ahnung, wie hart es ist, in so einer Situation wegzuschauen. Verdammt, dieser Typ ist so ein unglaubliches Arschloch, das kann ich einfach nicht ignorieren.

Ich stehe hinter der Couch, starre auf ihn hinunter und schiebe sicherheitshalber die Hände in die Taschen meiner Jeans. Hoffentlich schaffe ich es, sie dortzubehalten. Wie lang es wohl dauert, bis er mich bemerkt? Dieser Widerling ist so damit beschäftigt, das Mädchen auf seinem Schoß zu befummeln, dass er nichts anderes wahrnimmt. Tatsächlich stehe ich mehrere Minuten so da, ohne dass er mitbekommt, dass ich kurz vor der Explosion bin. Am liebsten würde ich ja ein kleines Beweisvideo drehen, aber das kann ich Les nicht antun. Das wäre sadistisch.

Irgendwann halte ich es nicht mehr aus. Wenn ich auch nur noch eine Sekunde länger zusehen muss, wie er die Brust dieses Mädchens betatscht, ohne dabei einen Gedanken an seine Freundin - meine Schwester - zu verschwenden, besteht ernsthaft die Gefahr, dass ich ihm den verdammten Arm auskugele.

"Hey", sage ich laut.

Er nimmt seine Zunge aus ihrem Hals, legt den Kopf in den Nacken und sieht mit glasigen Augen zu mir auf. Als ihm dämmert, wer da hinter ihm steht, schiebt er seine Gespielin hektisch von seinem Schoß.

"Holder ..." Grayson steht mühsam auf, schwankt aber so, dass er sich kaum auf den Beinen halten kann. Er sieht mich flehend an und zeigt auf das Mädchen, das hastig versucht, ihren quasi nicht vorhandenen Minirock über die Schenkel zu zerren. "Das, äh ... ist nicht so, wie du denkst ..."

Ich verschränke die Arme, um mich daran zu hindern, ihm eine reinzuschlagen. Bei dem Gedanken daran, wie gut sich das anfühlen würde, balle ich unwillkürlich die Fäuste.

Aber statt ihn zu schlagen, hole ich tief Luft. Einmal, zweimal und dann - einfach nur, weil ich es genieße, wie er sich windet - noch ein drittes Mal. Danach schüttle ich den Kopf, sehe ihn an und sage kalt: "Gib mir dein Handy."

Sein verwirrter Gesichtsausdruck würde mich glatt zum Lachen bringen, wenn ich nicht so scheißwütend wäre. Grayson grinst unsicher und tritt einen Schritt zurück, wobei er gegen den Couchtisch stößt und fast umkippt. Er kann sich gerade noch mit einer Hand abfangen und richtet sich wankend wieder auf. "Nimm doch dein eigenes", murmelt er und schiebt sich am Tisch vorbei, ohne mich anzusehen. Ich gehe seelenruhig um die Couch herum und stelle mich ihm mit ausgestreckter Hand in den Weg.

"Dein Handy, Grayson. Sofort. "

Kräftemäßig sind wir uns wahrscheinlich ebenbürtig, aber was die Körpergröße angeht, bin ich ihm eindeutig unterlegen. Wobei ich diesen Nachteil vermutlich durch das Adrenalin wettmache, das der blanke Hass durch meine Adern pumpt. Grayson schätzt das anscheinend richtig ein. Er versucht mir auszuweichen und geht ein paar Schritte rückwärts, was taktisch nicht besonders klug ist, weil er sich dadurch genau in die Ecke des Wohnzimmers manövriert. Als ihm klar wird, dass er in der Falle sitzt, gibt er auf.

"Okay, okay." Er zieht sein Handy heraus und hält es mir hin. "Hier hast du's, Mann. Was willst du damit?"

Ich greife danach, scrolle durch die Kontakte, bis Les' Name angezeigt wird, und gebe es ihm zurück.

"Ruf sie an. Sag ihr, was für ein elendes Arschloch du bist und dass sie viel zu gut für dich ist, weshalb ihr euch leider trennen müsst."

Grayson schaut auf sein Handy hinunter und dann wieder zu mir. "Leck mich."

Ich atme ein paarmal tief durch und lasse den Kopf im Nacken kreisen, bis der Wirbel knackst. Als das nichts gegen mein überwältigendes Bedürfnis hilft, ihm wehzutun, packe ich ihn am Kragen

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