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Lost Souls Ltd., Band 1: Blue Blue Eyes von Gabathuler, Alice (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.07.2014
  • Verlag: Thienemann Verlag GmbH
eBook (ePUB)
9,99 €
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Lost Souls Ltd., Band 1: Blue Blue Eyes

Lost Souls Ltd. - So nennt sich die Untergrundorganisation um den jungen Fotografen Ayden, den kaputten Rockstar Nathan und den charmanten Verwandlungskünstler Raix. Sie alle haben als Opfer von schweren Verbrechen überlebt und dabei einen Teil ihrer Seele verloren. Nun verfolgen sie nur ein Ziel: Jugendliche in Gefahr aufzuspüren und zu versuchen, sie zu retten. Dabei kämpfen sie gegen Entführer, Mörder, das organisierte Verbrechen - und gegen die Dämonen ihrer Vergangenheit. Ihre neuste Mission: Kata Benning. 18 Jahre alt. Augen so blau wie das Meer. Tief in sich ein Geheimnis, das sie vor sich weggeschlossen hat. Ein Bombenanschlag auf ihre Adoptiveltern zerstört ihre Zukunft, stellt ihre Gegenwart infrage und führt sie in eine Vergangenheit, in der nichts war, wie es schien. Sie gerät mitten in einen schmutzigen Krieg um gestohlene Daten. Ihr Leben wird zum Pfand mächtiger und gefährlicher Feinde. Doch sie hat starke Verbündete an ihrer Seite: Lost Souls Ltd. Band 1 der Serie 'Alice Gabathuler gehört in die Liga der besten deutschsprachigen Jugendbuchautoren.' Verena Hoenig, Kulturjournalistin für Süddeutsche Zeitung und NZZ am Sonntag

Alice Gabathuler wurde 1961 in der Schweiz geboren. Sie arbeitete als Radiomoderatorin, Werbetexterin und Englischlehrerin. Heute ist sie freiberufliche Autorin. Sie lebt mit ihrer Familie in Werdenberg, einem kleinen Ort in der Ostschweiz. Für 'no_way_out' wurde sie mit dem Hansjörg-Martin-Preis 2014 für den besten Kinder- und Jugendkrimi des Jahres ausgezeichnet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 16.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783522621168
    Verlag: Thienemann Verlag GmbH
    Größe: 3560kBytes
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Lost Souls Ltd., Band 1: Blue Blue Eyes

1. Kapitel

Aydens Füße flogen über den Boden, rasend schnell und doch zu langsam. In seinen Ohren rauschte das Blut, in der Lunge stach der Atem, in der Brust hämmerte die Panik. Er kam zu spät!

Der Mann am Rande der Klippe hatte mit sich und der Welt abgeschlossen. Ein starker Wind drückte den beigen Regenmantel gegen seinen hageren Körper und spielte mit dem schütteren Haar. Eine einsame Seele am Ende eines langen Weges. Aber er war nicht allein. Vor ihm kniete eine junge Frau. Ein tödliches Stück Metall verband die beiden zu einer schicksalhaften Einheit. Der Griff lag in der Hand des Mannes. Die Mündung drückte gegen die Stirn der jungen Frau. Eine einzige, kleine Bewegung des Zeigefingers konnte ihr Leben auslöschen.

"Nimm mich!", schrie Ayden. "Nimm mich, nicht sie!" Als sie Aydens Stimme hörte, hob die junge Frau den Kopf und wandte ihm ihr Gesicht zu.

Ein klirrendes Geräusch zersplitterte den Traum. Ayden schnellte hoch, wirbelte herum und packte gleichzeitig den Baseballschläger, der griffbereit neben ihm auf dem Schreibtisch lag. Leere Energy-Drink-Dosen flogen über die Kante ins Leere, folgten der Schwerkraft, prallten scheppernd auf dem alten Holzboden auf und rollten in alle Richtungen davon. Jeder Muskel in Aydens Körper war angespannt, während er sich blitzschnell um die eigene Achse drehte, den Schläger fest umklammert, und sich nach der Ursache des Geräuschs umsah.

"Ayden?"

Reflexartig holte Ayden zum Schlag aus.

"Ayden, ich bin's!"

Die Stimme drang von draußen in den Raum, etwas dumpf, aber ruhig und besonnen. Ayden schaute aus dem Fenster und entdeckte seinen Freund und Boss Joseph, wie er seine Hand hob und gegen die Scheibe klopfte. Aydens Körper entspannte sich. Joseph hatte das Geräusch verursacht, das ihn aus dem Schlaf gerissen hatte. Mit zitternden Händen stellte Ayden den Schläger an die Wand und öffnete das Fenster.

"Alles in Ordnung bei dir?", fragte Joseph.

Ayden nickte.

Joseph bohrte nicht weiter nach. "Du hast eine Kundin", sagte er.

"Bin beschäftigt. Ich arbeite."

Zumindest hatte Ayden das getan, bis er beim Warten auf Igors Mail vor Müdigkeit und Erschöpfung eingeschlafen war.

"Wenn du für die Baseball-Endrunde trainierst, kann deine Arbeit ruhig einen Moment warten. Die Kundschaft ist wichtiger."

Joseph konnte ganz schön hartnäckig sein, wenn es um das Geschäft ging – oder darum, Ayden aus einem seiner fiebrigen Zustände zu holen, in denen er sich manchmal verlor.

Ayden warf einen Blick auf seinen Bildschirm. Ein knappes Dutzend Mails war eingegangen, seit er weggedöst war. Er überflog die Absender. Igors Name war nicht darunter.

"Keine Zeit." Mit der linken Hand tastete Ayden nach dem Stuhl, den er vorher beim Hochschnellen weit von sich gestoßen hatte, mit der rechten bewegte er die Maus. "Ich muss ..."

"Du siehst aus wie hingekotzt", unterbrach ihn Joseph. "Wahrscheinlich hast du wieder die ganze Nacht vor deiner Maschine gesessen ..."

Ayden blendete Joseph aus. Weil der Stuhl zu weit weggerollt war, tippte er die neue Nachricht an Igor im Stehen.

"... geht mich ja nichts an, aber ..."

Ayden drückte die Senden-Taste. "Gib mir fünf Minuten", bat er.

"Die Kundin ..."

"Wird warten, wenn es dringend ist."

"Fünf Minuten. Mehr gebe ich dir nicht."

"Komme gleich", murmelte Ayden

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