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Luc und die Wölfe von Paris von Völkel, Ulrich (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.10.2015
  • Verlag: EDITION digital
eBook (PDF)
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Luc und die Wölfe von Paris

'Aux armes!' Zu den Waffen! hallt es durch Paris. Der König hat den Finanzminister Necker entlassen, von dem die Franzosen geglaubt hatten, er werde mit der Verschwendungssucht des Hofes und der Misswirtschaft im Lande fertig. Von Luc erfahren die Pariser, wo das Pulver für ihre Gewehre zu holen ist. 'Auf zur Bastille!' Am 14. Juli 1789 wird dieses Symbol der verhassten Despotie gestürmt. Die Große Französische Revolution hat begonnen. INHALT: Der Bäcker in der Rue St. Antoine Vierzehn Sous Ein Mord In der Falle Wo ist Luc? Die Wölfe Luc lernt stehlen Die Bestien von Bercy Margarete Palais Royal Sonntag, 12. Juli 1789 Das erste Gefecht Gaston und der Advokat Luc kehrt zurück Vor dem Sturm Robert Das Wiedersehen Sturm auf die Bastille Der Trommler der Revolution Der Verräter Der Angriff Das Ende des Vicomte Das Ende des Verräters Zum Schluss

Ulrich Völkel 1940 in Plauen/Vogtland geboren, Abitur 1959, danach zwei Jahre Militärdienst (NVA). 1961 Praktikum am Theater Putbus, 1962 Kulturreferent der Stadt Saßnitz, Leiter des Stadtkabinetts für Kulturarbeit in Schwerin 1963/65 Studium, Institut für Literatur 'Johannes R. Becher', Leipzig 1966 Oberreferent beim Rat des Bezirkes Schwerin, Abteilung Kultur, 1967/69 Dramaturg und Regieassistent am Staatstheater Schwerin 1969/71 künstlerischer Mitarbeiter des Generalintendanten am Volkstheater Rostock Seit 1971 freier Schriftsteller, Herausgeber und Lektor, 1993 Gründung des RhinoVerlages (verkauft: 2006), seit 2013 Cheflektor im Eckhaus-Verlag Weimar Seit November 2001 in Weimar ansässig Autor, Mitverfasser oder Herausgeber von ca. 60 Büchern Verheiratet, zwei Kinder.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 179
    Erscheinungsdatum: 08.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956555374
    Verlag: EDITION digital
    Größe: 1793 kBytes
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Luc und die Wölfe von Paris

Luc war ungeheuer aufgeregt. Er hatte den Vicomte wiedergesehen und wollte unbedingt in dessen Nähe bleiben, um zu erfahren, wo der Mörder und Verräter sich aufhielt. Andererseits fürchtete er, entdeckt und erkannt zu werden. Wer weiß, welche Lügen der Vicomte ersann, um die Menge gegen ihn aufzubringen. Und was, wenn er inzwischen wusste, dass er zu den Wölfen gehörte? Dann hätte ihn, Luc, nichts und niemand vor den Parisern retten können. 'Was ist los?', fragte der hünenhafte Arbeiter, der inzwischen die Büste Neckers auf seiner rechten Schulter trug. 'Du zappelst, als wolltest du die verdammte Brut allein davonjagen. Bleib an meiner Seite, ehe du im Gewühl untergehst.' Luc war dem Mann dankbar. In seiner Nähe wusste er sich geborgen. Der Vicomte war in der Menge untergetaucht. Einer gab die Parole aus: 'Zum Vendome-Platz!' Dort stand die Bildsäule Ludwigs XIV. Der Zug setzte sich in diese Richtung in Bewegung. Luc war mit dabei. Zwar vergaß er den Vicomte nicht, doch dachte er jetzt weniger an Rache für den Tod des Vaters und Blindschleiches. Der Adlige trieb ein böses Spiel, er war ein Verräter. Die eigene Rache wurde unwichtig, weil es um das Recht für alle ging. Luc hatte das Empfinden, er stünde auf einem hohen Berg und brauchte nur die Arme auszubreiten, um fliegen zu können. Sie zogen die Rue Saint Martin hinauf, durch die Saint Denis und die Saint Honoré. Wer am Straßenrand gestanden hatte, schloss sich ihnen an. Und wehe, einer erwies der grünen Kokarde und den beiden Büsten nicht den gebührenden Respekt! Das erste Ziel war erreicht. Demonstrativ präsentierten sie die beiden Bildnisse der Statue des verhassten Ludwigs XIV. Und schon wurde das nächste Ziel ausgerufen: 'Zum Platz Ludwigs XV!' Plötzlich ertönten laute, scharfe Kommandos. Für einen Moment stockte der Zug. Soldaten des Regiments Royal-Allemand marschierten auf. 'Jagt sie zum Teufel!', schrie es in der Menge. Schon flogen die ersten Pflastersteine. Die Soldaten zogen sich wenige Meter zurück. 'Hurra, sie flüchten!', frohlockten die Demonstranten. Weiter ging es, die beiden Bildnisse immer voran. Die Prozession erreichte den Platz Ludwigs XV. Aber nun wurde das Volk erneut angegriffen, diesmal von den verhassten Dragonern des Prinzen Lambesc. Und der gab keinen Pardon. Der trieb seine Leute in die Menge. Mit gezogenen Säbeln griffen sie an und hauten rücksichtslos um sich. Zwar wehrten sich die Demonstranten wiederum mit den Waffen der Straße, aber gegen die Dragoner waren sie machtlos. Luc hatte sich weit vorn an der Spitze des Zuges befunden, zur Seite des Hafenarbeiters, der noch immer die Büste Neckers trug, sie nunmehr wie einen Schild nutzend. Ein Dragoner mit wutverzerrtem Gesicht kam auf seinem Hengst angesprengt. Oder war es Angst, die sein Gesicht entstellte? Er haute mit dem Säbel blindlings in die Menge. Der Arbeiter riss Luc zur Seite. Da wurde er selbst getroffen. Er stand breitbeinig da, schwankte, Blut lief ihm aus einer klaffenden Wunde übers Gesicht. Die Büste Neckers fiel, zerbarst. Ein grässliches Geräusch. Der Mann stürzte.

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