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Magnolia Steel Hexendämmerung von Städing, Sabine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2012
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Magnolia Steel

Magnolia Steel könnte platzen vor Wut: Während ihre Mutter irgendeinem Superjob in den USA nachgeht, muss sie bei ihrer Tante Linette im Rauschwald ihr Dasein fristen. Doch als sie auf die bisher unbekannte Tante trifft, wird Magnolia schnell klar, dass sie es hier mit einer waschechten Hexe zu tun hat. Was sie nicht ahnt: Auch sie trägt die magischen Kräfte in sich. Das ändert sich plötzlich, als der große Graf Ruptus den gesamten Rauschwald bedroht, um an Magnolias Familie Rache zu nehmen, nachdem ihre Großmutter ihn einst vertrieben hatte. Gelingt es Magnolia Steel und ihrer Tante Linette den Rauschwald und sich selbst vor dem unheimlichen Herrscher zu retten? Voller Witz und Spannung erzählt Sabine Städing in diesem E-Book die Geschichte einer jungen Heldin mit außergewöhnlichen Talenten.

Sabine Städing wurde 1965 in Hamburg geboren. Schon seit früher Kindheit gibt sich die Autorin dem Schreiben von fantasievollen Geschichten hin. Der Zyklus um die junge Hexe Magnolia Steel hat ihr große Bekanntheit eingebracht. Mittlerweile schreibt Sabine Städing Kinderbücher - natürlich auch rund um Hexen und die Kraft der Magie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 331
    Erscheinungsdatum: 17.02.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838716244
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Magnolia Steel Bd.1
    Größe: 1080 kBytes
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Magnolia Steel

Drittes Kapitel
Was 'n das?

"Ist Tante Linette eigentlich nett?", fragte Magnolia, während sie die letzten Kilometer nach Rauschwald zurücklegten. Sie hatte beschlossen, nicht mehr an die Raben zu denken.

"Nenn sie Tante Linny, dann ist sie nett", gab ihre Mutter munter zur Antwort. Magnolia runzelte die Stirn. "Nein im Ernst", fügte ihre Mutter hinzu, "sie ist ähmm ... etwas verschroben, würde ich sagen. Eine alte Jungfer."

"Wieso verschroben?", wollte Magnolia wissen und lehnte sich nach vorne, um besser zu hören.

Ihre Mutter lachte und zwinkerte ihr im Rückspiegel zu.

"Na ja, sie versteht sich auf Kräuterkunde und Liebeszauber. Manchmal steht die halbe Stadt bei ihr Schlange. Aber die Leute würden sich lieber die Zunge abbeißen als es zuzugeben."

"Zzzzzzzz", Magnolia war sich nicht sicher, ob sie das nun witzig oder ätzend finden sollte.

"Da unten ist es!", rief ihre Mutter und deutete auf eine Ansammlung von Häusern, deren Dächer rot in der Sonne leuchteten.

"Das ist Rauschwald!"

"Scheint ein mieses kleines Dorf zu sein", bemerkte Magnolia mürrisch.

"Das ist kein Dorf, sondern eine kleine Stadt. In Rauschwald gibt es alles, was man zum Leben braucht. Sie haben sogar eine eigene Schule, die du auch bald besuchen wirst."

"Ja, ich weiß."

"Tante Linny wohnt außerhalb, deshalb wirst du heute wohl noch nicht in den Genuss des aufregenden Stadtlebens kommen."

Magnolia zuckte die Schultern. Kein besonders schmerzlicher Verzicht, soweit sie die Sache beurteilen konnte.

Die Straße machte einen Bogen um die Stadt und schlängelte sich durch grüne Wiesen, vorbei an glücklichen Kühen und einer malerischen Kirche.

Schließlich bogen sie in einen schlaglochgepflasterten Feldweg, der sie zwischen hohen Eichenbäumen schwankend bergan führte.

Magnolia wurde still. Jetzt konnte ihr neues Zuhause nicht mehr weit sein. Abgeschoben zu einer alten Jungfer, die irgendeinen Hokuspokus veranstaltete und sich in die Angelegenheiten fremder Leute einmischte. Was für ein reiches Betätigungsfeld würde ihr da erst Magnolia bieten. Ausgeliefert für ein ganzes beklopptes Jahr!

Panik machte sich in Magnolia breit und am liebsten wäre sie aus dem Auto gesprungen. Doch da parkte ihre Mutter bereits vor einer hohen Brombeerhecke.

"Geschafft! Wir sind da." Sie zog den Zündschlüssel ab und stieg aus.

"Nun komm schon, Maggie, sicher erwartet uns Tante Linny schon."

Magnolia stieg steifbeinig aus dem Wagen.

"Maggie, nun komm!", drängte ihre Mutter, die es auf einmal sehr eilig hatte.

Sie betraten den Garten durch eine schmiedeeiserne Tür, die in ihren Angeln quietschte.

Man konnte nur ahnen, wo die Natur aufhörte und Tante Linettes Garten begann. Alles war prächtiger Wildwuchs.

Erst auf den zweiten Blick entdeckte Magnolia das Haus. Es duckte sich unter den ausladenden Ästen einer alten, knorrigen Eiche.

Wie angewurzelt blieb sie stehen. Langsam sackte ihr die Kinnlade herunter. Auch Frau Melbach hielt in ihrem Marsch auf das Haus inne. Für einen kleinen Moment spielte sie mit dem Gedanken, kehrtzumachen und ihre Tochter einfach mit nach New York zu nehmen, aber das war unmöglich. Sie hatte in den letzten Jahren zu hart gearbeitet, um alles aufs Spiel zu setzen. Und ein Kind konnte sie bei ihrem neuen Job wirklich nicht gebrauchen. Sie drehte sich zu Magnolia um und verzog das Gesicht zu einer Grimasse, die wohl ein aufmunterndes Lächeln darstellen sollte.

&ra

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