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Maienmond Ein abenteuerliches Märchen über den Wald und die Liebe... und noch vieles mehr von Kohout, Manuel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.01.2011
  • Verlag: Drachenmond Verlag
eBook (ePUB)
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Maienmond

Sieben kauzige Weiber, die das Schicksal der Welt weben, ein weißer Zauberkater, der auf einem fliegenden Schiff einer unheimlichen Felsentrollin hinterherjagt, der wilde Menschenjunge Parzival, der davon träumt, ein Ritter zu sein, und das schöne Elbenmädchen Maya auf ihrer Suche nach der geheimnisvollen Bernsteinträne - Dies sind nur einige der phantastischen Figuren in Maienmond, einem abenteuerlichen Märchen aus der Zeit, als Bäume und Felsen noch zum Leben erwachen konnten und die Magie der Kern aller Dinge war. Ein Märchen über den ewigen Wettstreit zwischen Leben und Tod, Gut und Böse und die Kraft einer Liebe, die die Sterne zum Erzittern brachte. Wird es Parzival und Maya gelingen, die Prüfungen der alten Nornen zu bestehen und die magische Zauberträne zu finden, mit deren Hilfe das Elbenmädchen wieder ihre wahre Gestalt erlangen kann?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 261
    Erscheinungsdatum: 21.01.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959910255
    Verlag: Drachenmond Verlag
    Größe: 347kBytes
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Maienmond

Die Baumkönigin

Eine schöne Buche steht still im Wald.
Es ist ein schlafendes Mädchen in Baumgestalt,
ein Kindeskind der Weltenbäume,
sie hat heute Nacht ganz seltsame Träume:
Dass sie erhält den Königsstein
- sie soll die Königin der Elben sein!
Sie seufzt und ächzt im Sommerwind.
Schlaf weiter, schönes Buchenkind.

Für Maya,
meine kleine Baumkönigin
und Lukas,
meinen Waldbruder.

Zu einer Zeit,
an die sich heute nur noch
die uralten Nornen erinnern können,
ereignete sich folgende Geschichte:

Prolog

In dem die Geschichte mit einem schrecklichen Ende beginnt

Die schmale Sichel des Maienmondes hing gleich einer silbernen Blumenknospe am nachtschwarzen Himmel. Ihr sanfter Blütenschein tauchte die kleine Waldlichtung in ein weißes, märchenhaftes Licht. Der ganze Wald schien tief und friedlich zu schlafen, und selbst der kühle Wind, der tagein, tagaus unablässig von den alten Bergen im Norden herab gen Süden zu wehen pflegte, war zu einer schwachen Brise abgeflaut, sodass die jungfräulichen Blätter der Bäume jetzt nur noch leise und schüchtern miteinander flüsterten.

Mit einem Mal jedoch wurde die Stille durch ein leises Knacken brechender Äste gestört. Ein kaum hörbares Rascheln folgte, und nur Augenblicke später wurde der grüne Vorhang der Blätter beiseitegeschoben, und ein wundersames Geschöpf trat auf die mondbeschienene Lichtung hinaus. Es war ein Wesen, dessen Vorväter die Geburt der Welt mit angesehen hatten, ein Wesen, so geheimnisvoll wie der gelbe Blick einer Katze und so schön wie das traurige Lied einer Nachtigall: Es war ein Einhorn, das Edelste aller Zauberwesen. Wo es wohl herkam? In diesen dunklen Wäldern war es ganz sicher nicht zu Hause!

Zögernd löste sich seine schemenhafte Silhouette aus der schützenden Umarmung des Waldes. Es trat ins Freie und kam in den Gräsern der Wiese in einer seidenen Bewegung zum Stehen. Dort stellte es argwöhnisch die Nüstern in den Wind und witterte. Seine klugen, dunklen Augen spähten ängstlich durch das Halblicht des Mondes in die Nacht. Lange verharrte es so, versteinert wie eine Statue. Es lauschte angespannt. Irgendetwas schien es zu beunruhigen. Fühlte es eine Gefahr, einen unsichtbaren Feind?

Wie um sich zu beruhigen, schnaubte das Einhorn schließlich leise und schüttelte seine weiße Mähne. Dann beugte es sich hinab und begann zu grasen.

Einige Zeit verstrich. Langsam kletterte der Halbmond auf seiner Himmelsbahn dem Horizont entgegen. Die ersten Sterne erstrahlten blass und schüchtern. Der schaurige Schrei einer Eule durchdrang die Nacht. Immer wieder zuckte das Zauberpferd erschrocken zusammen, es hob den Kopf, blickte sich suchend um, schien jedoch niemals die Ursache seiner Beklommenheit erkennen zu können. Die Stille lag nun wie ein dicker Mantel über dem Wald.

Allmählich sank der Mond tiefer, er schien selbst müde zu sein. In dem Augenblick jedoch, als sein letztes Leuchten hinter dem Wald verschwunden war und nur noch das schwache Sternenlicht die Nacht erhellte, löste sich ein weiterer Schatten aus den Bäumen. Dieser Schatten war größer als die zarte Gestalt des Einhorns, größer und grobschlächtiger. Etwas Unheilvolles ging von ihm aus, ein wortloser Schrecken. Völlig lautlos pirschte er sich von hinten an sein ahnungsloses Opfer an. War es bloß ein übler Traum, ein körperloses Gespenst oder ein wirkliches, lebendiges Wesen?

Nur wenige Schritte hinter dem Einhorn blieb das Schattenwesen stehen und baute sich zu seiner ganzen Größe auf. Langsam hob es seinen gewaltigen Arm zum Schlag, mit der Faust umklammerte es eine grobe Keule. Da zerriss der Ruf der Eule ein zweites Mal die Stille. Das Einhorn fuhr auf, es warf den Kopf herum und erkannte die Gefahr unmittelbar. Mit einem gellenden Wiehern machte es einen blitzschnellen Satz nach vorn. Keinen Augenblick zu spät. Schon krachte die Keule mit einem dumpfen Laut auf die

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