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Markus und der Zeitsprungspiegel Eine Geschichte zur Reformation von Binner, Heide-Brigitte (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.10.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Markus und der Zeitsprungspiegel

Markus findet einen gebrochenen Taschenspiegel. Ein Spruch in seinem Deckel weist darauf hin, dass es sich hierbei tatsächlich um eine Zeitmaschine handelt. Mit Hilfe dieses Spiegels gelingt es Markus und auch seinen Freunden, u. a. an die Berliner Mauer, aber auch in die Zeit von Martin Luther zu springen und so Zeuge der Reformation zu werden. Heide-Brigitte Binner, geb. 1943, schrieb diese Geschichten für ihre Freunde und Familie zum Vorlesen unter dem Adventskranz.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 172
    Erscheinungsdatum: 18.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743183759
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 2035 kBytes
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Markus und der Zeitsprungspiegel

Das 1. Kapitel - handelt von einem außergewöhnlichen Fund

An einem warmen Frühsommertag schlenderte Markus durch den großen verwilderten Garten des alten Bauernhauses, das seine Eltern vor kurzem gekauft hatten, um es nach dem Umbau als Ferienhaus zu nutzen.

Behände schwang er sich auf eine Feldsteinmauer und sah sich um. Was er sah, gefiel ihm. Der Hof lag in der Nähe eines schönen großen Badesees und einer berühmten Klosterruine mitten im Wald. Er konnte sich gut vorstellen, an diesem Ort seine Ferien zu verbringen.

Eben beobachtete er eine kleine Eidechse, die sich auf der warmen Mauer sonnte. Als er sich ihr vorsichtig näherte, verschwand sie flink in einer Mauerritze.

An dem Tag, an dem alles begann, hatten ihn seine Eltern zum ersten Mal mitgenommen. Weil sie mit dem Architekten und verschiedenen Handwerkern den Umbau des alten Gehöfts zu einem gemütlichen Feriendomizil besprechen wollten, langweilte er sich und beschloss, sich noch einmal im Haus umzusehen. Als seine Eltern ihn vorhin durch alle Räume geführt hatten, war ihm eine Stiege zum Dachboden aufgefallen. "Und was ist da oben?", hatte er wissen wollen.

"Bestimmt nur lauter Müll, Krempel und Mäusedreck. Darum kümmern wir uns ein andermal. Noch ist das Betreten der Treppe zu gefährlich."

Damit konnte seine Mama Recht haben, denn die Stufen waren schief getreten und das Geländer sah ziemlich morsch aus. Jetzt stieg Markus die Treppe doch empor. Die Tür zum Boden war nicht verschlossen wie er zuerst befürchtet hatte - sie klemmte nur. Erst als er sich mit aller Kraft dagegen warf, öffnete sie sich ächzend. Vor ihm im Halbdunkel lag genau das was Mama vermutet hatte: Gerümpel. Da türmten sich kaputte Stühle, standen alte Möbel, Bilderrahmen, Töpfe, Koffer, Kisten und Kästen wild durcheinander und über allem lag eine dicke Staubschicht.

Ein kleines schmutziges Dachlukenfenster ließ nur wenig Licht in den Raum - gerade genug, dass er nicht über den herumliegenden Kram stolperte. Nur die Spinnweben sah er nicht - dafür spürte er sie im Gesicht. Echt eklig!

Trotzdem fand er es spannend, sich hier umzusehen. Er kam sich vor wie ein Schatzsucher. Neugierig näherte er sich einer Kommode, deren Schubladen ein wenig offen standen. Vorne lagen einige Fotoalben, aber weiter hinten ertasteten seine Finger etwas..., etwas Weiches, Wolliges. Neugierig zog er es heraus. Es war ein altes Staubtuch voller Krümel, die er ganz schnell als Mäusedreck erkannte. Sofort ließ er das Ding fallen und wischte die Hand an der Hose ab. Pfui Teufel noch mal! Daneben stand ein Nachttisch. Seine Schublade war noch geschlossen und hoffentlich frei von solchen ekligen Überraschungen. Auch sie klemmte, weil sie viele Jahre lang nicht herausgezogen worden war. Markus musste kräftig ziehen, um sie zu öffnen. Leider sah hier auf den ersten Blick ebenfalls nichts wie ein Schatz aus. Alles, was er fand, war ein altes Kartenspiel, ein Tagebuch mit einem Schloss und eine kleine unscheinbare Schachtel. Doch als er die öffnete, hielt er überrascht die Luft an: Sieh da - eine alte goldene Taschenuhr mit einem Sprungdeckel !

Er nahm sie in die Hand und suchte nach dem kleinen Druckknopf, mit dem man den Deckel öffnen konnte. Um besser sehen zu können, ging er mit ihr zum Fenster.

Im Licht fand er endlich den Druckknopf - der Deckel sprang auf und ... gab den Blick frei auf einen kleinen silbernen Taschenspiegel - keine Uhr. " Schade, doch kein Schatz", ging es ihm durch den Kopf. Was sollte er mit einem Spiegel, der noch dazu kaputt war? Ein Sprung teilte ihn nämlich in zwei Hälften. Enttäuscht wollte er das Ding fallen lassen, als sein Blick auf das Innere des Deckels fiel. Dort war in alter Schrift etwas eingraviert. Sofort fielen ihm die Zauberspiegel aus den Märchen ein. Ob das auch einer war? Das musste er sich zu Hause genauer ansehen. Die Schrift war so klein, dass er zum Lesen se

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