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Maxwell Fox Das Grauen lauert in der Tiefe von Loeffelbein, Christian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.04.2013
  • Verlag: Coppenrath Verlag
eBook (ePUB)
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Maxwell Fox

Atlantischer Ozean, 1886: Nach einer fatalen Explosion auf der 'MS Aurora' geraten der zwölfjährige Maxwell Fox und seine Familie mitten auf dem stürmischen Meer in Seenot. Als wie aus dem Nichts eine seltsame Stahlkugel im Nebel auftaucht, entert Maxwell kurzerhand das fremdartige Gebilde. Eine ferngesteuerte Höllenfahrt führt die Familie in die gigantische Unterwasserstadt Atlantic Haven. Dort werden sie zunächst freundlich empfangen. Aber schon bald ahnt Maxwell, dass hinter der Schönheit der Tiefseesiedlung ein düsteres Geheimnis verborgen ist. Sind er und seine Familie etwa keine Gäste, sondern Gefangene? Christian Loeffelbein, geboren 1968, hat in Kiel und Berlin Literaturwissenschaften, Kunstgeschichte und Anglistik studiert. Nach dem Studium arbeitete er an einem Spielfilmprojekt, das auf mehreren Festivals aufgeführt wurde. Neben dem Verfassen weiterer Drehbücher für Spielfilme und Hörspiele hat er als Journalist für die 'Tageszeitung', die 'Hamburger Rundschau', die 'Allegra' und als leitender Redakteur für die Verlagsgruppe Milchstraße gearbeitet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 25.04.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783649614746
    Verlag: Coppenrath Verlag
    Größe: 5573 kBytes
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Maxwell Fox

Das Rettungsboot dümpelte wie ein großer, träger Fisch in dem aufziehenden Seenebel, der etwas Gespenstisches und Unheimliches an sich hatte. Langsam und stetig kroch er näher und vertrieb die Wärme des Sommerabends. Schon nach wenigen Minuten waren die anderen Rettungsboote nicht mehr zu erkennen. Nur in der Ferne konnte man noch schwach die brennende "Aurora" erahnen. Aber dann war auch ihr Feuerschein nicht mehr zu sehen. Die Sonne ging unter und das letzte Tageslicht schwand. Es wurde dunkel und kalt.

Familie Fox befand sich in einer misslichen Lage, obwohl Mr und Mrs Fox das ganz bestimmt nicht so ausgedrückt hätten. Ihr Lebensmotto war: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg, und sie hätten sich höchstens zu der Feststellung hinreißen lassen, dass die Evakuierung des Passagierdampfers nicht optimal vonstattengegangen war. Und dass sie es nicht für möglich gehalten hätten, dass es im Jahr 1888 noch derart unbequeme Ruderboote gab.

Mr Fox war Professor für Altertumsforschung an der New York University, deren Lehrer für ihre schlecht sitzenden Anzüge und ihre unerschütterliche Gemütsruhe bekannt waren. Und Mrs Fox war die Tochter eines schottischen Landgrafen und ließ sich durch überhaupt gar nichts in Aufregung versetzen. Es sei denn, ihre Kinder benahmen sich vorlaut und frech, was allerdings ziemlich häufig der Fall war. Maxwell war zwölf und Mafalda war zehn Jahre alt und beide konnten keine fünf Minuten still sitzen. Sie sahen zwar aus wie Bilderbuchkinder aus Neu England, hatten aber einen äußerst rebellischen Charakter, für den Mrs Fox die französischen Vorfahren ihres Mannes verantwortlich machte.

"Was ist denn das dort für ein rotes Licht?", fragte Max und reckte seinen Kopf aus der Schwimmweste.

"Ein rotes Licht?" Sein Vater kniff angestrengt die Augen zusammen, und auch Mafalda machte einen langen Hals, um besser sehen zu können.

"Dort hinten." Max deutete in den Nebel. "Bestimmt ein Fischkutter." Er begann zu winken.

"So weit draußen auf dem Meer gibt es keine Fischer", meinte Mrs Fox. Trotzdem starrte auch sie gebannt in die Richtung, in die ihr Sohn gezeigt hatte.

"Da ist nichts", sagte sie schließlich.

"Doch!" Max runzelte die Stirn, eine Geste, die er sich bei seinem Vater abgeschaut hatte. "Ich habe es genau gesehen." Er stand auf und wedelte so energisch mit den Armen in der Luft herum, dass das Rettungsboot heftig hin und her schaukelte.

"Du wirfst uns noch alle über Bord", sagte sein Vater und rückte seine Brille zurecht.

Plötzlich tauchte genau dort, wo Maxwell das rote Licht gesehen hatte, ein dunkler Schatten aus dem Nebel auf. Das Gebilde war nur für einen winzigen Moment zu erkennen, dann verloren sich seine Umrisse wieder in dem undurchdringlichen Dunstschleier.

"Hoppla, was war denn das? " Der Professor kratzte sich ein wenig hilflos am Kinn.

"Bestimmt ein Fischmonster, das uns fressen will!", rief Mafalda und klatschte aufgeregt in die Hände.

"So etwas wie Fischmonster gibt es nicht, Liebes", sagte Mrs Fox und tätschelte ihrer Tochter beruhigend den Kopf.

"Jedenfalls leuchten sie nicht rot." Max biss sich auf die Unterlippe. Er war sich ganz sicher, dass da draußen etwas lauerte.

"Donnerwetter", entfuhr es Professor Fox – und auch die Geschwister trauten ihren Augen kaum.

Völlig lautlos und ohne Vorwarnung war eine große eiserne Kugel direkt vor ihnen im Meer aufgetaucht. Max und Mafalda wechselten ungläubige Blicke.

Zwei Bullaugen u

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