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Mein Schutzengel und ich Mädchen-Ratgeber-Romane von Ilona Einwohlt von Einwohlt, Ilona (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.04.2014
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Mein Schutzengel und ich

Sina will leben. Und - GOTT SEI DANK - das wird sie auch, denn wie durch ein Wunder hat sie hat den Fahrradunfall überlebt. Eigentlich sollte sie jetzt froh sein und dankbar. Stattdessen kreist ein ganzes Bündel an Fragen durch ihren Kopf. Sina braucht Antworten! Wird sie diese in Julias Sekte finden? Bei Tante Irene im Meditationsraum? Oder vielleicht im Konfi-Unterricht bei dem coolen Pfarrer Moses? Ilona Einwohlt ist ihren Lehrern schon als Schülerin mit etwas anderen Aufsätzen aufgefallen. Sie schreibt mit viel Liebe, Witz und Leidenschaft - und fällt mittlerweile mit erfolgreichen Büchern auf, nicht zuletzt deshalb, weil sie mit ihrem locker-einfühlsamen Ton über Themen schreibt, die Mädchen wirklich interessieren. Dass sie sich gerade in 'Mädchensachen' bestens auskennt, hat sie unter anderem in ihren Ratgeberromanen bewiesen. Der Bestseller 'Mein Pickel und ich' sowie die Folgebände sind inzwischen zur Pflichtlektüre in Sachen Pubertät geworden. Ilona Einwohlt, 1968 geboren, hat Germanistik und Romanistik studiert, bevor sie das Schreiben für sich entdeckt hat. Sie lebt mit ihrer Familie in Darmstadt. Foto © privat

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 216
    Erscheinungsdatum: 04.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401803685
    Verlag: Arena Verlag
    Serie: Sina Bd.6
    Größe: 4458 kBytes
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Mein Schutzengel und ich

ERSTES KAPITEL,
IN DEM SINA ÜBER DAS LEBEN PHILOSOPHIERT

Auf Leben und Tod

Ich liege auf einer Wiese und sehe lauter Schmetterlinge, gelbe, blaue, rote, getupfte, große, kleine - unzählig viele Schmetterlinge flattern um mich herum. Der Himmel über mir ist tiefblau, wolkenlos und klar, nur eine eckige dunkle Wolke hängt unübersehbar groß auf der rechten Seite. Ich bin ohne Schmerzen, glücklich, einfach nur hier zu liegen, leicht, schwebend, vielleicht für immer. Gleichzeitig weiß ich, dass ich einen Unfall hatte, einen schrecklichen Unfall sogar, und dass ich schwere Verletzungen davongetragen habe. Ich bin nicht tot, aber gleichzeitig lebe ich nicht mehr richtig, zumindest ist es nicht so, dass ich jetzt einfach aufstehen und losmarschieren könnte. Das spüre ich mit jeder Faser meines Körpers, der sich jedoch weigert, irgendeinen Befehl von mir auszuführen, irgendetwas zu tun, sondern der nur einfach liegen bleiben und sich nicht mehr bewegen will. Der den Anblick der Schmetterlinge genießen möchte, die Leichtigkeit des Seins einfach nur fühlen, der wunderschönen Musik um mich herum lauschen, die nur von Engeln stammen kann. Es ist, als träumte ich, als schliefe ich tief und fest wie das Dornröschen, das nur liebevoll wach geküsst werden muss.

Aber wie lange schlafe ich schon?

Hundert Jahre, ein Jahr? Eine Woche, einen Tag?

Wer bin ich, was ist passiert?

Ganz so easy wie im Märchen ist es leider nicht, ich höre gedämpfte Stimmen um mich herum, durch meine geschlossenen Augenlider dringt Licht, ich spüre eine Hand, die mich unablässig streichelt. Irgendwo piepst ein Gerät, ich vernehme das gleichmäßige Pumpen einer Maschine, gedämpft zwar, offensichtlich hat man mich verkabelt, weil mein geschundener Körper alleine nicht mehr überlebensfähig wäre. Oder dient es nur der Überwachung?

"Zwei Tage sind in solch einem Fall völlig normal", vernehme ich von Ferne eine mir unbekannte, männliche Stimme. "Machen Sie sich mal keine Sorgen, Ihre Tochter schafft das schon!" Die Stimme klingt monoton, als hätte sie das auswendig gelernt, nicht sehr vertrauenswürdig.

Ein Schluchzer nah an meinem Ohr verrät mir, dass es meine Mutter ist, die neben meinem Bett sitzt. Wie gerne würde ich ihr sagen, dass ich ihr liebevolles Streicheln durchaus bemerke und genieße und dass sie sich keine Sorgen um mich machen muss. Da, wo ich gerade bin, geht es mir doch gut! Auf meiner Wiese ist es sonnig und warm! Und all die wunderschönen Schmetterlinge ... Doch mein Mund öffnet sich nicht, meine Arme gehorchen mir nicht, ich liege steif und starr, träume vor mich hin und versuche, mich daran zu erinnern, was überhaupt passiert ist ...

"Hey, Sina, warte!" Yannis kommt mit seinem Fahrrad neben mich gedüst. "Du hast es aber eilig heute!" Weil Yannis und ich nebeneinander in der Reihenhaussiedlung wohnen, seit Urzeiten befreundet und seit knapp einem Jahr ein Paar sind, radeln wir, wenn das Wetter schön ist, mit dem Fahrrad gemeinsam den langen Schulweg durch die Stadt.

"Klar habe ich es eilig. Wer will schon zu spät kommen, wenn gleich Moses rockt?", grinse ich. Moses ist der heimliche Spitzname unseres Pfarrers Franz Kramer, den wir total cool finden und den wir in diesem Halbjahr in Reli haben. Moses bringt selbst die Oberstufenschüler zum Rocken, wenn er in der Schulband des Goethe-Gymis am Schlagzeug sein Trommelsolo wirbelt.

Mit "Pfarrer" (oder auch Pastor) wird in christlichen Kirchen derjenige bezeichnet, der den Gottesdienst leitet beziehungsweise seelsorgerische Aufgaben übernimmt. Das Wort "Pfarre", abgeleitet von "Pferch", kommt wahrscheinlich aus dem Mittelhochdeutschen, wo es so etwas wie "eingehegter Platz, begrenztes Gebiet" bedeutet. Folglich ist ein Pfarrer für eine bestimmte Kirchengemeinde zuständig und diese Kirchengemeinde kann ein Dorf, ein Zusammenschluss von Dörfern oder ein Sta

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