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Menduria - Der Weg der Erinnerung (Bd. 3) Menduria Band 3 von Mang, Ela (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.09.2016
  • Verlag: Verlag Carl Ueberreuter
eBook (ePUB)
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Menduria - Der Weg der Erinnerung (Bd. 3)

Zurück in die Zukunft - Liebe durch alle Zeiten Lina sucht verzweifelt einen Weg zurück nach Menduria. Und ihr läuft die Zeit davon. Denn ganz instinktiv weiß sie, dass Darians Kind, das sie unter dem Herzen trägt, in Menduria geboren werden muss. Doch es war Lina selbst, die die Tore aus der Schöpferwelt nach Menduria vor mehr als zwei Jahren mithilfe des Gezeitenbuchs geschlossen hat ... Als sie es endlich schafft, nach Menduria zurückzukehren, erwartet sie jedoch erneut eine völlig neue Welt: ein Menduria nach einer Jahrhundertschlacht, in dem nichts mehr so ist, wie es war. Und es erwartet sie Darian, der sich nicht an ihre gemeinsame Zeit bei den Dunkelelfen erinnern kann. Wird Lina es schaffen, einen Weg zurück in Darians Herz zu finden?

Ela Mang wurde in Wien geboren. Bereits in ihrer Kindheit haben sie abenteuerliche und fantastische Geschichten magisch angezogen. Selbst zu schreiben, begann sie aber erst für ihre eigenen Kinder. Zurzeit lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Wien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 19.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783764191313
    Verlag: Verlag Carl Ueberreuter
    Serie: Menduria Bd.3
    Größe: 932kBytes
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Menduria - Der Weg der Erinnerung (Bd. 3)

Prolog

D er Schneesturm wollte und wollte sich nicht legen. Wütend pfiff der Wind um das Langhaus, sang sein schauriges Lied von Kälte und Eis und machte es Deidra unmöglich, zu schlafen. Seit Stunden schon lag sie wach und lauschte diesem Konzert der Urgewalten. Es kam ihr vor, als kündete das Unwetter, das gestern am späten Nachmittag das Tal erreicht hatte, von nahendem Unheil. Aber sie hütete sich, über diese Befürchtung zu sprechen. Arlen würde sie belächeln und ihr übertriebene Ängstlichkeit vorwerfen. Er hielt nichts von Vorahnungen und Prophezeiungen. Für ihn musste eine Gefahr real und greifbar sein, damit er sich ihr stellen konnte. Und das tat er wenn nötig auch, furchtlos und mit aller Härte. Zum Glück war das lange nicht mehr nötig gewesen. Seit vielen Jahren lebten sie nun schon mit den Nachbarclans in Frieden. Die größte Gefahr, die ihnen in den letzten Jahren gedroht hatte, war der Ernteausfall vor zwei Sommern gewesen und der damit verbundene Hunger im Winter darauf. Und trotzdem konnte sich Deidra dem nagenden Gefühl in ihrem Inneren nicht verschließen. Arlen schien davon nichts zu spüren. Ihr Mann lag bequem zur Seite gerollt neben ihr und schnarchte.

Deidra seufzte. Sie musste aufstehen und das Baby füttern. Kaum hatte sie sich aus den warmen Felldecken erhoben, traf sie die Kälte. Ein eisiger Lufthauch strich um ihre nackten Füße und ließ sie zittern. Hoffentlich war es nahe der Feuerstelle, dort wo die Kinder schliefen, wärmer. Sie schob den Vorhang beiseite, der die Schlafstatt der Eltern vom restlichen Haus abtrennte, und trat hindurch. Nur noch eine orangerote Glut war in der Feuerstelle zu sehen und half ihr im vollkommen finsteren Raum, den Weg zu finden. Sie würde noch ein paar Holzscheite nachlegen müssen, damit das Feuer nicht ganz erlosch, später, nach dem Stillen.

Die Binsen auf dem Boden raschelten unter ihren Füßen. Sie fühlten sich unangenehm feucht an. Aber je näher sie der Feuerstelle kam, umso wärmer wurde ihr. Ihre beiden Söhne lagen nebeneinander mit den Köpfen in Richtung des wärmenden Feuers. Flachsblondes Haargewirr, das war Koun. Ihr älterer Sohn hatte den Daumen in den Mund geschoben und nuckelte daran. Deidra ging neben ihm in die Hocke und zog lächelnd an seiner Hand. Beinahe sechs Winter war er jetzt alt, viel zu alt zum Daumenlutschen. Koun ließ ein schmatzendes Geräusch vernehmen, das von einem leisen Murren begleitet wurde. Deidras Lächeln wurde breiter. Koun war Arlens ganzer Stolz. Der Sohn, der einmal in seine Fußstapfen treten sollte, den er zum Krieger ausbilden wollte, so wie er einst einer gewesen war, vor der Zeit des Friedens. Arlen wäre nicht begeistert gewesen, wenn er Koun beim Daumenlutschen erwischt hätte. Collin, ihr Zweitgeborener, wurde von Arlen bei Weitem nicht so gefordert. Auch Deidra liebte ihre beiden Söhne, aber ihr ganzes Glück war Evina. Ihr kleines Mädchen, das schon bei der Geburt dasselbe nachtschwarze Haar wie sie selbst gehabt hatte. Deidra wusste, wie wichtig Söhne waren, und deshalb hätte sie es niemals laut ausgesprochen, aber sie hatte sich nichts sehnlicher gewünscht als eine Tochter. Im letzten Sommer, einen Tag nach Lughnasa, war ihr dieser Wunsch erfüllt worden. Die Geburt war schwer gewesen und hätte sie beinahe das Leben gekostet. Sie würde nie wieder Kinder bekommen können, das hatte ihr Fhina, die Heilkundige, danach erklärt. Das war nicht so schlimm. Sie hatte ja nun bereits drei Kinder. Sie hatte ihr Mädchen. Und die Kleine entwickelte sich prächtig. Ein leises Quengeln riss Deidra aus ihren Gedanken. Evina war also doch schon hungrig. Sie zog Collin die Felldecke wieder bis zur Nase hoch, und strich ihm vorsichtig durchs Haar. Erneut war ein unterdrücktes Quengeln zu hören, das sich mit dem Heulen des Windes vermischte und nicht aus der Richtung zu kommen schien, in der Evinas Wiege stand. Deidra schalt sich eine Närrin, erhob sich und umrundete die Feuerstelle

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