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Mich kriegt ihr nicht von Maret, Pascale (eBook)

  • Verlag: Mixtvision
eBook (ePUB)
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Mich kriegt ihr nicht

Harrison Travis ist 19, als er im Gefängnis sitzt und seine Geschichte aufschreibt: mit 9 Jahren klaut er das erste mal - eine Pizza, weil er Hunger hat. Von da an nimmt er sich, was er zum Leben braucht, bis er im Jugendgefängnis landet. Als er abhaut, beginnt eine abenteuerliche Flucht quer durch die USA, bei der er der Polizei immer wieder entwischt und weltweit zum Medien- und Facebook-Star wird. Harrison Travis klaut nicht, um fette Beute zu machen. Er klaut, was er gerade benötigt - Essen, Schlafsack, Autos. Und, na ja, Flugzeuge - obwohl er nie eine Flugstunde absolviert hat ... Eine Leidenschaft, für die er bereit ist, jedes Risiko einzugehen. Pascale Maret, geboren 1957, unterrichtete zunächst französische Literatur in mehreren fernen Ländern, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie denkt sich am liebsten Abenteuergeschichten aus, die an Orten spielen, an denen sie gelebt oder die sie bereist hat.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 220
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944572673
    Verlag: Mixtvision
    Größe: 2985 kBytes
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Mich kriegt ihr nicht

Mein Hund

M ike hat ihn mir geschenkt, diesen Hund. Eines Abends ist er mit diesem Fellbündel im Wohnwagen aufgekreuzt und sagte: "Irgendwie hab ich den Eindruck, dass du Tiere gern hast, Harry. Also, der ist für dich." Damals kannte ich Mike noch nicht so gut. Er kam von Zeit zu Zeit zum Wohnwagen und am Wochenende ging er mit meiner Mutter aus. Aber von diesem Moment an konnte ich ihn gut leiden.

Der kleine Hund war zum Anbeißen, eine Kreuzung aus Golden Retriever und Promenadenmischung, mit süßen Schlappohren, sanften Augen und einem Fell, das weicher war als alles, was ich bisher kannte. Ich nannte ihn Donut, weil er aussah wie ein frisch gebackener Teigkringel und weil ich Donuts mochte. Und übrigens immer noch mag.

Meine Mutter hat eine Riesenszene gemacht und Mike angeschnauzt: "Was soll ich denn mit so 'nem Scheißköter? Glaubst du vielleicht, ich schwimm im Geld und kann 'nen Hund durchfüttern? Was bildest du dir eigentlich ein, hier einfach ein Tier anzuschleppen? Dem baller ich eine, und zwar mit dem Gewehr!" Blablabla. Wenn meine Mutter mal in Fahrt ist, dann kann das dauern. Aber Mike war ein cooler Typ. Er ließ sie rumbrüllen, dann hat er ihr versprochen, sich um das Futter für Donut zu kümmern, und hat meiner Mutter ein Sixpack Bier aus dem Auto geholt. Als sie das Bier sah, hat sich meine Mutter beruhigt.

"Der Junge hat doch niemanden zum Spielen", sagte Mike. "Mit 'nem Hund ist er in guter Gesellschaft."

Nie zuvor war ich so glücklich. Im Wrack des Fords richtete ich Donuts Hundehütte ein. Der Chevrolet wäre bequemer gewesen, aber der stand nicht so nah beim Wohnwagen und ich wollte da sein, falls es Probleme gäbe. Und es gab ein Problem. Als ich die Tür des Wagens schloss (natürlich hatte ich das Fenster einen Spaltbreit offen gelassen), fing er an zu jaulen, wie es Hunde nun mal machen.

"Mum", sagte ich, "er hat Angst so allein. Kann er nicht am Anfang bei mir schlafen? Ich mein, er ist doch noch ein Welpe ..."

Unnötig zu sagen, dass sie nicht wollte. Sie hatte eine Stinkwut, wegen dem Lärm und so, und sie brüllte: "Mach lieber, dass er aufhört zu jaulen, dein Scheißköter, sonst mach ich das auf meine Weise!"

Mir war klar, was sie damit andeuten wollte. Also nahm ich meinen Schlafsack und legte mich zum Schlafen zu Donut in den Ford. Zum Glück war gerade Juli.

Donut und ich waren in diesem Sommer unzertrennlich. Ich war sieben, gar nicht so alt, aber ich trieb mich ziemlich weit in der Gegend herum. Unser Wohnwagen stand mitten im Nirgendwo, in einem gottverlassenen Winkel im Süd-Osten der Insel. Der Norden der Insel war ziemlich dicht besiedelt, denn da war die Brücke zum Festland. Da lag auch die Stadt, Whitehaven, mit den ganzen Geschäften, dem Hafen, den Werkstätten, Hotels und Bars. Dagegen war der Zipfel im Süden wirklich wild: Die Leute mit der fetten Kohle hatten sich riesige Villen am Strand gebaut, aber im Hinterland gab es nur Bäume und kaum Leute. Damals schien es mir ein Riesengebiet zu sein, aber ich seh inzwischen ein, dass Maillico Island eine winzig kleine Insel ist: Fünfundzwanzig Kilometer von Norden nach Süden, und viel breiter ist sie auch nicht. An der Südspitze, wo meine Mutter wohnt, ist sie bestenfalls fünf Kilometer breit. Jedenfalls war das für mich ein super Abenteuerspielplatz, den ich für meine Expeditionen nutzte.

Als ich Donut bekam, hatte ich bereits die Umgebung bis Blue Moon Beach im Osten, Tulalip Bay im Süden und Cassidy Lane im Westen erkundet. An der Küste von Blue Moon Beach waren die Strände am besten und deswegen standen da auch die schönsten Ferienhäu

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