text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Midnightsong. Es begann in New York Liebesroman von Stevens, Nica (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.03.2020
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Midnightsong. Es begann in New York

Romantisch und berührend - eine Geschichte wie ein guter Lovesong, der noch lange nachklingt! Die 18-jährige Lynn träumt eigentlich von einem Studium in New York, nicht von Rockstars. Bis sie die derzeit beliebteste Band des Landes unverhofft vor einer Horde kreischender Fans rettet - und bei Frontman Ryle mit dem zerzausten Haar und den dunkelblauen Augen selbst ganz weiche Knie bekommt. Von Star-Allüren keine Spur, stattdessen sprüht er vor Charme und zeigt aufrichtiges Interesse an Lynn. Trotzdem versucht sie mit aller Macht ihr Herz zu schützen und wird dabei auf eine harte Probe gestellt. Nica Stevens, geboren 1976, ist Mutter von zwei Söhnen und lebt mit ihrer Familie in Deutschland. Schon als junges Mädchen war sie von Büchern fasziniert und begann schließlich, ihre eigenen Geschichten aufzuschreiben. Ihr Debüt 'Verwandte Seelen' wurde auf Anhieb zum Bestseller. Seitdem lebt Nica ihren Traum und widmet sich hauptberuflich dem Schreiben von Liebesromanen. Für sie gibt es nichts Schöneres, als ihre Leser den Alltag vergessen zu lassen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 05.03.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646930467
    Verlag: Carlsen Verlag GmbH
    Größe: 3041 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Midnightsong. Es begann in New York

1 Mein erster Eindruck von New York war überwältigend und zugleich beängstigend gewesen. Die Stadt war bunt, chaotisch, vielfältig, wie ein eigener Planet. Für mich - ein Mädchen vom Land - war sie aber vor allem übergroß, laut und prallvoll.

Inzwischen war es Anfang August und es waren fast vier Wochen seit meiner Ankunft vergangen. Trotzdem hatte ich mich noch nicht an die Menschenmassen gewöhnt und würde es wahrscheinlich nie tun. Meine Schwester wohnte mit ihrem Freund in Greenwich Village, einem Stadtteil Manhattans, mit vielen Bars, Restaurants, Boutiquen und Theatern. Ich bewunderte Emily, wie sie sich inmitten der verspielten Geschäfte mit ihrem eigenen Café namens Eagle Rock integriert hatte. Es lag nur vier Häuserblocks von ihrer Wohnung entfernt. Trotzdem war ich spät dran, als ich mich auf den Weg dorthin machte: Ich hatte am Laptop gearbeitet und darüber die Zeit vergessen.

Ich drängte mich an Passanten vorbei und schaute auf die Uhr. Meine langen braunen Haare hatten sich in den Trägern des Rucksacks verfangen und zogen an meiner Kopfhaut. Ich bemühte mich, das schmerzhafte Gefühl zu ignorieren, und legte noch einen Schritt zu. Emily verließ sich darauf, dass ich das Café pünktlich öffnete.

Als würde sie spüren, dass ich an sie dachte, klingelte mein Handy. Ich zog es aus der Jeanstasche und hielt es ans Ohr.

"Bist du deine Zahnschmerzen los?", fragte ich und versuchte mir nicht anmerken zu lassen, dass ich außer Puste war.

"Schön wär's. Ich soll mich auf eine lange Wartezeit einstellen. Im Patientenzimmer ist kein Stuhl mehr frei."

"Mach dir keinen Stress. Ich werde dich gut vertreten. Du brauchst heute nicht mehr ins Café zu kommen." Ich blieb an der Straßenkreuzung stehen und starrte ungeduldig auf die Fußgängerampel, als könnte ich sie allein durch meinen Blick zum Umschalten bringen. Ein Auto hupte in unmittelbarer Nähe und ließ mich zusammenschrecken.

"Wo steckst du?", stieß Emily aus. Sie konnte den Straßenlärm unmöglich überhören. "Lynn Collins, bitte sag mir, dass du im Eagle Rock bist, der Kaffeeautomat warm läuft und du die Donuts schon mal in die Glasvitrine räumst."

"Beruhige dich. Ich hab noch zwanzig Minuten. Das schaffe ich locker."

Emily schnaubte.

"Ich melde mich später." Bevor sie mir eine Standpauke hielt, legte ich auf, schob das Handy in meine Hosentasche und fuhr mit einem Arm aus dem Träger des Rucksacks, um nach dem Schlüssel zu suchen.

Meine Schwester war vierundzwanzig und damit sechs Jahre älter als ich. Da sie ziemlich klein war, sah man uns den Altersunterschied nicht an. Unsere Ähnlichkeit ließ sich hingegen nicht leugnen, was beim Blick in unsere grünen Augen besonders deutlich wurde. Im Gegensatz zu mir hatte sie allerdings naturrotes schulterlanges Haar, das sie oft zu einem wirren Dutt trug.

Das Dröhnen des Straßenverkehrs erschien mir heute lauter denn je. Ein ständiges Hupen war zu hören, außerdem lautes Stimmengewirr, das schon fast nach Geschrei klang.

Ich bog um die Ecke und hielt abrupt inne. Eine Vielzahl Mädchen rannte mitten auf der Straße einem schwarzen Van mit verdunkelten Scheiben hinterher, der an der roten Ampel vor Emilys Café notgedrungen zum Stehen kam. Die zwei Polizisten, die auf Motorrädern den Wagen eskortierten, konnten nicht verhindern, dass die Kreuzung innerhalb von Sekunden voller Menschen war.

Was passierte hier? Immer mehr Leute strömten herbei und der Lärm schwoll weiter an.

Ich hastete zur Tür. Meine Finger zitterten, mir fiel der Schlüsselbund aus der Hand. Ich hob ihn auf, schaffte es beim zweiten Anlauf, die Tür aufzuschließen, und brachte mich im Eagle Rock in Sicherheit. Hinter mir schloss ich wieder ab und prüfte, ob richtig verriegelt war.

Mein Herzschlag pulsierte spürbar in der Ader an meinem Hals. Durch die Glasscheibe beobachtete ich eine Weile den unerklä

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen