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Monsternanny - Eine ungeheuerliche Überraschung von Tolonen, Tuutikki (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.05.2018
  • Verlag: Carl Hanser Verlag München
eBook (ePUB)
10,99 €
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Monsternanny - Eine ungeheuerliche Überraschung

Hilla, Kaapo und Maikki werden von einem Kindermädchen beaufsichtigt, während ihre Eltern außer Haus sind. Das einzige Problem: Ihr Kindermädchen ist ein Monster! Grah ist haarig, staubig, äußerst liebenswert und spricht nicht. Als die Geschwister herausfinden, dass die Nachbarskinder ebenfalls von Monstern gehütet werden, überlegen sie, woher all die Monster plötzlich kommen. Und warum sie manchmal so unglücklich scheinen. Gemeinsam mit Maikkis sprechendem Bademantel und einem äußert hilfreichen Monster-Lexikon versuchen sie, dem Geheimnis ihrer neuen Freunde auf die Spur zu kommen. Ein ungewöhnliches Abenteuer voll bizarrem Witz und Fantasie. Tuutiki Tolonen, 1975 geboren, ist Autorin zahlreicher Kinderbücher, Theaterstücke und wissenschaftlicher Artikel. Sie arbeitet u. a. als Lektorin und Reporterin für Vinski, Finnlands einzige Literaturzeitschrift für Kinder. Monsternanny - Eine ungeheuerliche Überraschung (2018) und Monsternanny - Ein unterirdisches Abenteuer (2018) sind ihre ersten Kinderbücher bei Hanser.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 14.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783446259829
    Verlag: Carl Hanser Verlag München
    Serie: Monsternanny .1
    Originaltitel: Mörkövahti
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Monsternanny - Eine ungeheuerliche Überraschung

1. Kapitel
Ein verhängnisvolles Frühstück

Wie so oft fing alles am Morgen an. Mama wischte mit einem kleinen Putzschwamm das Spülbecken. Die Hellemaa-Kinder Hilla, elf, Kaapo, neun, und die kleine Maikki, sechs Jahre und vier Monate alt, saßen um den runden Küchentisch und aßen Rice Krispies mit Milch.

Im Radio liefen die Nachrichten: "Heute beginnen in ganz Finnland die Sommerferien ... In den nächsten Tagen erwarten wir warmes Wetter ... Der Verkehr am Wochenende verlief alles in allem ruhig ..."

Mama hörte auf zu wischen und drehte sich zu den Kindern um. Sie war nervös, und das aus gutem Grund. "Jetzt ist schon der Abreisetag, und die Fahrkarte ist immer noch nicht da", seufzte sie. "Der Lotteriegewinn war wohl doch nur Betrug. Zwei Wochen Wellness in Lappland - so was passiert natürlich nicht wirklich." Mama wandte sich wieder der Spüle zu und wischte weiter, während sie leise murmelnd fortfuhr: "Und ich glaub trotzdem dran! Der Koffer ist gepackt, fehlt nur noch die Fahrkarte."

Die Kinder warfen einander vielsagende Blicke zu.

"Und die Haushaltshilfe", sagte Hilla.

"Und die Haushaltshilfe", wiederholte Mama.

"Und die Unsichtbare Stimme ist auch nicht da", krähte Maikki.

Mama runzelte die Stirn.

"Dafür ist die Unsichtbare Stimme oft zu hören ", sagte Kaapo.

"Und wer oft zu hören ist, den braucht man nicht auch noch zu sehen ", kicherte Hilla.

"Lasst den Quatsch mit der Unsichtbaren Stimme!", wies Mama die beiden zurecht. "Ihr wisst genau, dass Papa heute Abend nach Hause kommt. Er sitzt schon im Flugzeug."

"Na klar", flüsterte Hilla Kaapo zu.

Tatsächlich kam die Unsichtbare Stimme so gut wie nie zur angekündigten Zeit nach Hause.

"Was gibt's da zu tuscheln?", fragte Mama.

"Ach nichts", antwortete Kaapo schnell.

Dann klingelte es an der Tür.

"Na endlich!", rief Mama erleichtert. Sie schaute um sich. Die Küche war noch nicht wirklich aufgeräumt.

"Ich geh schon", sagte Hilla und sprang auf.

Mama wischte schnell die Krispies-Krümel vom Tisch und lief hinter Hilla her in den Flur.

Draußen stand der Briefträger. Aber es war nicht der, der sonst immer kam. Der hier war eleganter angezogen und hatte bessere Laune. Er trug eine gelbe Weste, ein graues Käppi und eine graue Krawatte. Sicher war er nicht mit dem Fahrrad vom Postamt bis zu ihnen geradelt.

"Ist Mari Hellemaa zu Hause?", fragte er höflich. "Ich hätte eine Postsendung für sie. Jemand muss quittieren, dass sie entgegengenommen wurde."

"Quittieren?", wiederholte Hilla.

"Unterschreiben", erklärte der Mann von der Post.

Mama trocknete die Hände an der Schürze ab und schob Hilla beiseite. " Ich bin Mari Hellemaa", sagte sie. "Ich habe eine Ferienreise gewonnen, das ist bestimmt meine Fahrkarte."

Der Mann von der Post nickte zustimmend und hielt Mama ein Formular und einen Stift hin. "Hier unterschreiben bitte! Und hier unten noch mal ..."

Mama unterschrieb, und der Mann überreichte ihr einen Briefumschlag. "Bitte sehr! Einen wunderschönen Tag noch!"

Mama riss den Umschlag vorsichtig auf. "Na also, da ist sie", sagte sie erleichtert.

In dem Umschlag steckte ein zusammengefalteter Brief, und dazwischen lag die Fahrkarte.

"Und was steht in dem Brief?", fragte Hilla.

Mama faltete ihn auseinander und begann, laut vorzulesen:

Verehrte Empfängerin,

noch einmal herzlichen Glückwunsch! Nun werden Sie also die gewonnene Reise antreten. Höchste Zeit, den Akku aufzuladen und sich zu erholen! Höchste Zeit, ausschließlich an das eigene Wohlergehen zu denken und sich von Vogelgezwitscher und kitzelnden Sonnenstrahlen wecken zu lassen! Herzlich willkommen!

Nach zwei Wochen bei uns werden Sie sich wie neugeboren fühlen. Unser Wellness-Camp beginnt morgen um 12 Uhr mittags an einem

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