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Morgans Erwachen von Epstein, Alex (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.03.2014
  • Verlag: Verlag Urachhaus
eBook (ePUB)
10,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Morgans Erwachen

Anna wächst als Tochter des Herzogs von Cornwall in Din Tagell auf. Als Uther Pendragon ihren Vater ermordet und ihre Mutter zur Frau nimmt, muss sie nach Irland fliehen, um nicht ebenfalls getötet zu werden. Ein völlig neues Leben beginnt - und aus dem unbedarften Mädchen Anna wird die Frau Morgan, die nur ein Ziel vor Augen hat: Rache! In Irland gefangen genommen, gelangt sie als Sklavin zu einer Magierin und entdeckt ihre eigenen magischen Fähigkeiten. Wie besessen von dem Plan, nach Britannien zurückzukehren und ihren Vater zu rächen, begibt sie sich auf die Suche nach dem Mann, der ihr dabei helfen kann. Als sie ihn findet, ist sie hin- und hergerissen zwischen ihrem Durst nach Rache und ihrer Sehnsucht nach Liebe. Nach ihrer Rückkehr nach Britannien trifft sie auf einen jungen Mann. Ihre Mutter stellt ihn ihr als ihren Halbbruder vor, sein Name: Artus!

Alex Epstein ist seit seiner Kindheit ein begeisterter Leser aller verfügbaren Romane um die Artus-Sage. Er studierte unter anderem Englisch an der Yale University und widmete sich anschließend dem Drehbuchschreiben. Der gebürtige New Yorker mit Wohnsitz in Kanada ist inzwischen ein gefragter und mehrfach ausgezeichneter Autor. Er ist mit der Drehbuchautorin Lisa Hunter verheiratet und lebt mit seiner Familie in Montreal. 'Morgans Erwachen' ist sein erstes Jugendbuch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 05.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783825160159
    Verlag: Verlag Urachhaus
    Originaltitel: The Circle Cast: The Lost Years of Morgan Le Fay
    Größe: 1066kBytes
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Morgans Erwachen

I

DER KRIEGSRAT

ES BEGANN mit einem Blick. Anna hatte noch nie gesehen, dass zwei Menschen sich auf diese Weise anschauten. Uther, Oberster Heerführer der Briten, schaute Annas Mutter an, Ygraine. Mit seinen Augen schien er sie nach etwas zu fragen. Die Röte in ihrem Gesicht verriet Angst. Dann wandte sie sich ab und verschwand in der Menge, um zu entkommen, doch immer wieder sah sie sich nach Uther um. Uther verfolgte sie mit dem Blick eines Wolfes, der ein wehrloses Lamm beobachtet.

Es war ein Blick, den Anna nie zuvor gesehen hatte. Eines Tages sollte er die Zerstörung Britanniens bedeuten.

UTHER war nett zu Anna gewesen, als sie ihm in dem großen Zelt begegnet war. Er war ihr nicht annähernd so grimmig erschienen, wie ihr Vater, Gorlois, ihn in seinen Geschichten geschildert hatte: von den Schlachten, die er gegen die Sachsen gewonnen hatte, oder von ihren Dörfern, die er niedergebrannt hatte. Er war nicht groß, wie ihr Vater, und seine Nase war knollig, nicht lang und römisch wie die ihres Vaters. Doch als er ihr in die Augen schaute, sah er sie wirklich an, als wäre sie von besonderem Wert. Als ob er, so dachte sie, sie wirklich gern ansähe.

Es war ein gewaltiges Zelt, größer als das Haus ihres Vaters, über fünfzig Meter lang, und es war bevölkert mit Hunderten trinkender und prahlender Soldaten und Krieger. Die Befehlshaber aller Provinzen Britanniens hatten geschworen, alle verfügbaren Truppen zu schicken, um die Invasion zu beenden und die Sachsen übers Meer zurück auf den Kontinent zu jagen. Draußen war eine Stadt aus Zelten errichtet worden, Tausende schienen es zu sein, und dort hatten sich noch mehr Soldaten und Krieger aus dem ganzen Land versammelt. Man konnte das Gemurmel ihrer Stimmen und das Knistern all der Feuer im Lager bis ins große Zelt hören. Und Uther war auserwählt worden, sie alle gemeinsam in die Schlacht gegen die Sachsen zu führen.

Annas Vater befand sich in einem Gespräch mit Uther, als eine Handvoll groß gewachsener Pikten gaffend vorbeizog. Es waren wilde Barbaren aus dem Norden, die von jenseits des Hadrianswalls kamen. Sie trugen eigenartige Tätowierungen auf den Armen und hatten lange Bärte. Im Vorbeigehen bezeugten sie Uther Respekt, wenn auch auf seltsame Weise. Sie waren der Feind, so schlimm wie die Sachsen. "Was tun die denn hier?", flüsterte Anna ihrem Vater zu.

Uther grinste sie an, als fände er ihre Frage sehr klug.

"Ich nehme an, sie hoffen, ausnahmsweise die Sachsen anstatt uns ausplündern zu können."

"Und wenn wir verlieren?", fragte ihr Vater. "Wer wird sich darum kümmern, dass sie wieder abziehen?"

"Wer spricht hier von Verlieren?", antwortete Uther, und sein Grinsen wurde breiter, sodass es beängstigende Züge annahm. Anna verstand, warum die Leute wollten, dass er sie in die Schlacht führte.

"Ist das Marcus Cunomorus?", sagte ihr Vater und stand abrupt auf. Die Leute ringsum waren in Aufruhr geraten und umringten einen großen, mit Narben übersäten Mann mit grauem Haar, der soeben das Zelt betreten hatte. "Ich sollte mit ihm sprechen."

"Warum das? Gibt es Streitigkeiten zwischen euch?", fragte Uther amüsiert.

"Ich habe seine Männer dabei erwischt, wie sie Grenzsteine verschieben wollten", antwortete ihr Vater. Er sprach von den Steinen, die die Grenze der Ländereien markierten, über die er regierte. Marcus Cunomorus hatte durch das Verschieben versucht,

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