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Nemesis - Verräterisches Herz von Banks, Anna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.07.2018
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Nemesis - Verräterisches Herz

Kann sie ihr Herz zum Schweigen bringen?
Sepora ist es gelungen, einen Waffenstillstand zwischen ihrem Vater und ihrer großen Liebe Tarik auszuhandeln, doch der Preis dafür ist hoch. Ihr Vater hat Prinz Tarik ihre Hand angeboten und Tarik hat angenommen, ohne Sepora zu fragen. Täglich lässt sie Tarik spüren, wie sehr sie ihn deshalb verachtet. Doch als Verräter von unerwarteter Seite auftauchen, müssen Tarik und Sepora lernen, zusammenzuarbeiten. Bald stehen beide Königreiche, ihre Beziehung und sogar ihr Leben auf dem Spiel.

Anna Banks ist die Autorin der New-York-Times-Bestsellerreihe Blue Secrets. Nach Joyride erscheint jetzt mit Nemesis - Verräterisches Herz das Finale ihres neuen großen romantischen Fantasy-Zweiteilers. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Crestview, Florida.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 16.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641197230
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Serie: Nemesis .2
    Originaltitel: Nemesis #2 - Ally
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Nemesis - Verräterisches Herz

1

Sepora

S ethos' Schwertspitze saust mir haarscharf an der Nase vorbei. Ich pralle zurück und schleudere ihm mit dem Fuß eine Ladung Sand ins Gesicht, weil er es gewagt hat, mir so nahe zu kommen. Es ist schließlich nur ein Übungskampf, und wenn er mich damit auf die Probe stellen will, werde ich es ihm mit gleicher Münze heimzahlen. Er gleitet geschmeidig nach links und weicht dabei nicht nur dem Sand, sondern auch der aufgewirbelten Staubwolke aus.

Ich koche vor Wut und bin gleichzeitig wie berauscht.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand noch schneller ist als Sethos, Tariks jüngerer Bruder, der gerade sechzehn geworden ist. Ich habe zwar nicht viele der Meistermajai trainieren sehen, da die starken Krieger der Armee des Königs ihre dienstfreie Zeit im Lyzeum verbringen, aber von den Begabten, die ich vom Balkon zum Übungshof aus beobachtet habe, kann keiner mit Sethos' Tempo mithalten. Nicht einmal sein Schatten kann es. Ob sein Vater, der Kriegerkönig Knosi, wohl genauso flink auf den Füßen war?

Sethos lacht. "Bei einem geringeren Krieger könnten deine Tricks funktionieren, Prinzessin, aber ich fürchte, wenn du mit mir gleichziehen willst, wirst du dir mehr Mühe geben müssen."

Wir wissen beide, dass ich nie so gut sein werde wie er, ganz gleich, wie viel wir trainieren. Und wir wissen beide, dass diese Übungen nicht nur dazu dienen, mich das Kämpfen zu lehren. Unser gemeinsames Training verschafft uns eine Pause von der Illusion, die wir früher Leben genannt haben. Es gab einmal eine Zeit, als es uns beiden freistand, eigene Entscheidungen zu treffen, zu heiraten, wen wir wollten - zumindest bildeten wir uns ein, entscheiden zu können -, und die Palastmauern zu verlassen.

Jetzt fühlt sich Freiheit an wie die festgerostete Angel einer unbenutzten Tür.

Das Verhältnis zwischen Sethos und Tarik ist inzwischen angespannt. Ihre unbefangenen Scherze sind spitzen Bemerkungen und Unaufrichtigkeit gewichen. Wo sie früher gleicher Meinung waren, vertritt Sethos jetzt das Gegenteil von dem, was Tarik sagt, ganz gleich, worum es geht. Manchmal ist es kaum mitanzusehen, wie die Beziehung der beiden Brüder, die einst so eng war, immer schwieriger wird.

Ich schüttele den Kopf und lasse das Schwert sinken. In der drückenden Hitze Theorias Atem zu holen, scheint fast genauso unmöglich, wie Sethos mit dem Schwert zu streifen. Ich wünsche mir so sehr, ihm eine Schramme oder wenigstens einen Kratzer zuzufügen, nur um ihm diesen selbstgefälligen Ausdruck vom Gesicht zu wischen. Aber das schaffen selbst andere Majai nicht, und daher weiß ich, dass er nur mit mir spielt, wenn ich ihm näher komme. "Glaub mir, wenn ich sage, dass ich mein Bestes gebe", versichere ich.

Er schnalzt mit der Zunge. Ich hasse dieses spöttische, herablassende Geräusch. "Du weißt, dass das nicht stimmt. Du weißt, dass du ..."

"Sprich es nicht aus", zische ich und hebe das Schwert. Ich bin es leid, jedesmal das gleiche Gespräch zu führen. Er will mich unbedingt schmieden sehen, will mir zeigen, wie ich meine Fähigkeit nutzen kann, um mich zu schützen. Wenn ich schnell genug Spektorium herstellen könnte, könnte ich damit meinen Gegner verbrühen, erklärt er mir, und vermutlich hat er recht. Aber selbst wenn ich schmieden wollte, könnte ich es nicht. Nicht hier im Freien. Ich weiß es und Sethos weiß es auch.

Unsere beiden unergründlichen Könige, Tarik und mein Vater, haben beschlossen, dass meine Schmiedefähigkeit vor den Königreichen geheim gehalten werden soll. Dass meine Macht als einzige Schmiedin von Spektorium mich gefährdet. Und dass mein Wohlergehen von äußerster Wichtigkeit ist.

Natürlich. Tarik macht mein Wohlergehen aus Pflichtgefühl zu seinem Anliegen. Aber Vater? Seine Absichten scheinen mir das genaue Gegenteil zu sein. Er wird mit jedem Tag ungeduldiger, was mein "Wohlergehen" betrifft, und droht damit, mich im Kerker in Ketten zu legen (

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