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Nesthäkchen fliegt aus dem Nest von Ury, Else (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.07.2014
  • Verlag: RUTHebooks
eBook (ePUB)
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Nesthäkchen fliegt aus dem Nest

Else Ury - Nesthäkchen fliegt aus dem Nest Da Annemarie sehr gern bei Ihrem Vater arbeiten will, geht sie nach Beendigung der Schule mit Ihrer besten Freundin nach Thübingen um dort Medizin zu studieren ... der sechste Band der beliebten Nesthäckchen Reihe von Else Ury. Für RUTHeBooks Klassiker lassen wir alte und schon lange vergriffene Werke als eBooks wieder auferstehen. Wir möchten Ihnen diese Bücher nahe bringen, Sie in eine andere Welt entführen. Manchmal geht das einher mit einer für unsere Ohren seltsam klingenden Sprache oder einer anderen Sicht auf die Dinge, so wie das eben zum Zeitpunkt des Verfassens vor 100 oder mehr Jahren "normal" war. Mit einer gehörigen Portion Neugier und einem gewissen Entdeckergeist werden Sie beim Stöbern in unseren RUTHeBooks Klassikern wunderbare Kleinode entdecken. Tauchen Sie mit uns ein in die spannende Welt vergangener Zeiten!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 02.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944869155
    Verlag: RUTHebooks
    Serie: Nesthäkchen Bd.6
    Größe: 373kBytes
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Nesthäkchen fliegt aus dem Nest

2. Eine Reise mit Hindernissen
Ein Sonnentag war's - hell und strahlend. Aber die junge Reisende blickte unter dem neuen Reisehütchen gar nicht so strahlend wie sonst in die Welt. Die stand in ihrem Mädchenzimmer mit den hübschen weißen Möbeln und schaute auf jedes Stück, die Zeugen ihrer fröhlichen Kinder- und Backfischzeit, als ob sie sich gar nicht davon trennen könnte. Würde die Minna auch ihre süßen kleinen Kakteenpflänzchen, siebenundvierzig waren es jetzt schon an der Zahl, richtig pflegen? Und die Primelchen alle zwischen den Doppelfenstern? Mätzchen würde gewiß suchend das zitronengelbe Köpfchen nach ihr drehen, wenn eine andere Hand ihm Trink- und Badewasser in das Bauer schob. Und Puck? Als ob das kluge Tier wußte, daß Doktors Nesthäkchen heute dem Vaterhause ade sagen wollte, folgte es ihm auf Schritt und Tritt schwanzwedelnd. Annemarie beugte sich zu dem Gefährten ihrer lustigen Kindheitsspiele zärtlich herab und packte ihn bei den langhaarigen Ohren.
"Geliebte Hundetöle, so schwer wird es dir, mich fortzulassen?" Ein glänzender Tropfen aus blauen Mädchenaugen fiel höchst unnötigerweise auf die schwarze Hundeschnauze.
Sie war doch schon mal ein Jahr in der Fremde gewesen. Vor vielen Jahren, als sie noch ein kleines Mädchen war und nach überstandener Krankheit zur völligen Kräftigung in das Kinderheim an der Nordsee geschickt wurde. Da war ihr die Trennung doch lange nicht so schwer geworden.
"Lotte - es ist Zeit, wir müssen gehen." Mutters Stimme ertönte mahnend aus dem Nebenzimmer.
"Die Droschke ist da!" meldete Minna und belud sich mit dem Handgepäck des jungen Fräuleins.
Mit einem Blick umfaßte Doktors Nesthäkchen zum letztenmal ihr kleines Reich, den Nähtisch der Mutter drin im Wohnzimmer, schnell durch die Türspalte noch einmal in Vaters Sprechzimmer gelugt, dann wandte Annemarie den Kopf nicht mehr zurück. Vorwärts ging es nun, dem neuen buntwinkenden Studentenleben entgegen.
Unten vor dem Vorgarten, der sich Nesthäkchen zu Ehren mit seinen schönsten Mandelblüten besteckt hatte, standen sie alle abschiedbereit: Piefke, der Portier, der den neuen Geburtstagskoffer soeben aufgeladen. Sein Junge, Maxeken, Nesthäkchens einstiges Pflegekind, mit neugierigem Gesicht. Minna, sich die nassen Augen mit dem Handrücken wischend, und Hanne mit einer so bärbeißigen Miene, als ob sie der ganzen Welt an den Kragen wollte.
"Leben Sie wohl, Hanne, und wenn ich wiederkomme, gehe ich bei Ihnen ins Kolleg!" Nesthäkchen scherzte schon wieder.
"Kollegin brauchste nich von mich zu werden, Annemiechen. Aber das sag' ich dich, mit das Dusagen hat das nu 'n Ende. Wenn de von de Unversität wieda nach Hause kommen tust, denn biste vor mir &8250;Sie&8249; und &8250;Fräulein&8249;." Geradezu wütend sah Hannes breites Gesicht drein.
"Das überleb' ich nicht, Hanne", lachte Annemarie. Allen Abschiedsschmerz hatte Hannes Drohung verscheucht.
Da zog der Droschkengaul an. - "Auf Wiedersehen! - Auf Wiedersehen!" - - - "Und komm auch nich abends von de Kneipe so anjesäuselt nach Hause, wie das unser Herr Klaus manchmal jemacht hat!" rief Hanne noch vorsorglich hinter Annemarie drein.
Die lachte Tränen. Auf den Balkonen und an den Fenstern aber reckte man die Köpfe hinter der durch die Straße ratternden Droschke her. Nanu - Doktors Nesthäkchen war ja unglaublich fidel, daß es von Hause fortging!
Wenn die lieben Nachbarn allerdings gesehen hätten, wie Annemarie während der

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