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ONE OF US IS LYING Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2019 von McManus, Karen M. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.03.2018
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
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ONE OF US IS LYING

Eine Highschool, ein Toter, vier Verdächtige ... An einem Nachmittag sind fünf Schüler in der Bayview High zum Nachsitzen versammelt. Bronwyn, das Superhirn auf dem Weg nach Yale, bricht niemals die Regeln. Klassenschönheit Addy ist die perfekte Homecoming-Queen. Nate hat seinen Ruf als Drogendealer weg. Cooper glänzt als Baseball-Spieler. Und Simon hat die berüchtigte Gossip-App der Schule unter seiner Kontrolle. Als Simon plötzlich zusammenbricht und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, ermittelt die Polizei wegen Mordes. Simon wollte am Folgetag einen Skandalpost absetzen. Im Schlaglicht: Bronwyn, Addy, Nate und Cooper. Jeder der vier hat etwas zu verbergen - und damit ein Motiv... Karen M. McManus Debütroman "One of us is lying" stürmte auf Anhieb die Bestsellerlisten, so wie auch "Two can keep a secret" und "One of us is next". Ihre Romane wurden in über 40 Länder verkauft und sind internationale Bestseller; "One of us is lying" wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2019 nominiert. Karen M. McManus wohnt in Massachusetts und hat ihren Master-Abschluss in Journalismus an der Northwestern University gemacht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 496
    Erscheinungsdatum: 05.03.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641204990
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Originaltitel: One Of Us Is Lying
    Größe: 1984 kBytes
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ONE OF US IS LYING

2

Bronwyn, Nate und Cooper sprechen mit den Lehrern, aber ich bringe kein Wort heraus. Ich brauche Jake. Als ich mein Handy aus der Tasche hole, um ihm zu schreiben, zittern meine Hände so sehr, dass ich ihn stattdessen anrufe.

"Baby?" Er geht beim zweiten Klingeln dran und klingt überrascht. Wir haben es nicht so mit Telefonieren. Eigentlich schreiben wir uns in unserem Freundeskreis alle immer nur Nachrichten. Wenn ich mit Jake zusammen bin und sein Handy klingelt, hält er es manchmal hoch und sagt gespielt ratlos: "'Eingehender Anruf' - was bedeutet das?" Meistens ist es seine Mutter.

"Jake ...?" Mehr kann ich nicht sagen, weil mir gleich wieder die Tränen kommen. Cooper hat immer noch den Arm um mich gelegt, und das ist das Einzige, was mich davor schützt, zusammenzubrechen. Vor lauter Schluchzen bringe ich kein Wort heraus, bis Cooper mir schließlich das Handy aus der Hand nimmt.

"Hey, ich bin's." Sein Südstaatenakzent ist stärker als sonst. "Wo bist du?" Er hört kurz zu. "Kannst du draußen auf uns warten? Es hat ... Es ist was passiert. Addy ist total fertig. Nein, nein, mit ihr ist alles in Ordnung, aber ... Simon Kelleher hatte beim Nachsitzen einen allergischen Schock oder so was. Er ist auf dem Weg ins Krankenhaus und wir wissen nicht, ob er durchkommt."

Bronwyn sieht Ms Grayson an. "Sollen wir hierbleiben? Brauchen Sie uns noch?"

Ms Grayson greift sich mit fahrigen Händen an den Hals. "Du liebe Güte, nein, ich glaube nicht, dass das nötig ist. Haben Sie den Sanitätern genau erzählt, was passiert ist? Wie war das noch mal? Simon hat ... er hat Leitungswasser getr unken und ist anschließend zusammengebrochen?" Bronwyn und Cooper nicken. "Das ist wirklich seltsam. Soweit ich informiert bin, hat er eine Erdnussallergie, aber ... sind Sie sicher, dass er nichts gegessen hat?"

Cooper gibt mir mein Handy zurück und fährt sich durch seine akkurat gestutzten rotblonden Haare. "Gesehen habe ich es jedenfalls nicht. Er hat nur das Wasser getrunken und ist danach umgekippt."

"Vielleicht hat er beim Mittagessen irgendetwas Falsches zu sich genommen", sagt Ms Grayson. "Möglich, dass er verzögert darauf reagiert hat." Sie schaut sich im Klassenraum um, und ihr Blick bleibt an Simons Becher hängen, der auf dem Boden liegt. "Den sollten wir wohl besser aufheben", murmelt sie, tritt an Bronwyn vorbei und bückt sich danach. "Vielleicht will ihn sich jemand genauer ansehen."

"Ich würde jetzt gern gehen", stoße ich hervor und wische mir die Tränen von den Wangen. Ich halte es keine Sekunde länger in diesem Raum aus.

"Ist es okay, wenn ich Addy nach unten begleite?", fragt Cooper und Ms Grayson nickt. "Soll ich danach wiederkommen?"

"Nein, ist schon in Ordnung, Cooper. Ich bin mir sicher, dass man sich bei Ihnen melden wird, falls es noch etwas zu klären gibt. Gehen Sie nach Hause und kommen Sie erst mal ein bisschen zur Ruhe. Simon ist jetzt in guten Händen." Sie beugt sich etwas näher zu uns und ihr Ton wird sanfter. "Es tut mir so leid für Sie alle. Das muss schrecklich gewesen sein."

Mir fällt auf, dass sie dabei vor allem Cooper ansieht. Es gibt keine Lehrerin an der Bayview High, die seinem Charme widerstehen kann.

Auf dem Weg nach unten lässt Cooper den Arm um meine Schultern liegen. Ich bin froh, dass er bei mir ist. Ich habe keinen Bruder, stelle mir aber vor, dass es genau das ist, was ein Bruder tun würde, wenn es einem nicht gut geht. Bei den meisten seiner Freunde hätte Jake etwas dagegen, wenn sie mir so nah kommen würden, aber bei Cooper ist es okay. Er ist ein Gentleman. Ich lehne mich an ihn, als wir an den Plakaten für die Homecoming-Party von letzter Woche vorbeigehen, die noch nicht abgehängt worden sind, und lasse mich durch die Eingangshalle führen. Kurz darauf hält er mir die Glastür auf und - Gott sei Dank - da wartet Jake.

Erleichtert lasse ich mich in seine Arme fallen und eine Sekunde lan

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