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Ostern im Möwenweg von Boie, Kirsten (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.12.2012
  • Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
eBook (ePUB)
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Ostern im Möwenweg

Endlich wird es Frühling! Neues von den Möwenweg-Kindern Tara und ihre Freunde aus dem Möwenweg freuen sich auf bunte Eier, über die ersten Blumen und warmen Sonnenstrahlen und über die lustigsten Aprilscherze aller Zeiten. Und kaum ist der 1. April vorbei, da beginnen auch schon die Ostervorbereitungen: Taras Klasse beteiligt sich am großen Osterbaumwettbewerb im Einkaufszentrum und am Ostersamstag treffen sich die 'Möwenweg'-Familien beim Osterfeuer, wo zum Schrecken aller plötzlich Maus verschwindet. Wie gut, dass sie ihn bald wiederfinden, denn in der Nacht soll doch der Osterhase kommen. Gibt es vielleicht sogar mehrere im Möwenweg? Band 7 der erfolgreichen 'Möwenweg'-Serie - allerschönster Kinderalltag in bester Bullerbü-Tradition, lustig aus Kindersicht erzählt und liebevoll illustriert.

Kirsten Boie ist eine der renommiertesten, erfolgreichsten und vielseitigsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Sie wurde 1950 in Hamburg geboren, studierte dort Germanistik und Anglistik. Zwei Semester besuchte sie, gefördert durch ein Auslandsstipendium der Hamburger Universität, die Universität Southampton/Großbritannien. Nach dem ersten Staatsexamen in den Fächern Deutsch und Englisch promovierte sie im Fach Literaturwissenschaft über die frühe Prosa Bertolt Brechts. Sie arbeitete als Lehrerin in einem Gymnasium, wechselte auf eigenen Wunsch später an eine Gesamtschule. 1983 adoptierte sie mit ihrem Mann ihr erstes Kind. Auf Verlangen des vermittelnden Jugendamtes musste sie ihre Berufstätigkeit aufgeben - so waren die Zeiten damals - , um sich ganz dem Kind widmen zu können. Inspiriert durch die eigene Situation schrieb sie so ihr erstes Kinderbuch 'Paule ist ein Glücksgriff'. Ihr Debüt wurde ein beispielloser Erfolg (Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis, Buch des Monats der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in Volkach; Ehrenliste des Österreichischen Staatspreises für Kinder- und Jugendliteratur). Und Kirsten Boie selbst erwies sich als Glücksfall für die deutsche Kinder- und Jugendliteratur. Inzwischen sind von Kirsten Boie weit mehr als hundert Bücher erschienen und in zahlreiche Sprachen übersetzt worden, die von ihrer enormen literarischen Vielseitigkeit, großem Einfühlungsvermögen, vor allem aber von ihrem sozialen Engagement Zeugnis geben. Zwei Dinge sind Kirsten Boie beim Schreiben besonders wichtig: Zum einen, dass Literatur für Kinder immer auch Literatur sein sollte; zum anderen, dass darüber nicht vergessen wird, an wen sie sich richtet, dass sie also Literatur für Kinder ist: 'Bei dem Spagat zwischen beiden Anforderungen rutsche ich sicherlich einmal mehr zur einen, einmal zur anderen Seite hin aus. Aber hier die richtige Balance zu suchen, ist es gerade, was das Schreiben für Kinder für mich so aufregend macht.' 2007 wurde Kirsten Boie für ihr Gesamtwerk mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet. Katrin Engelking, 1970 in Bückeburg geboren, studierte an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg Illustration und arbeitet seit 1994 als freie Künstlerin. 1995 veröffentlichte sie bei Oetinger ihr erstes Buch, heute gehört sie zu den wichtigsten Illustratorinnen des Verlages. In Bildern voller Farben- und Lebensfreude interpretiert sie Klassiker von Astrid Lindgren neu, macht Kirsten Boies 'Kinder aus dem Möwenweg' sichtbar und erzählt eigene Geschichten - mit großem Erfolg und zum Vergnügen ihrer Leser und Leserinnen!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 11.12.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862740680
    Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
    Serie: Möwenweg Bd.7
    Größe: 4641kBytes
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Ostern im Möwenweg

Am ersten April legen wir alle rein

An einem Morgen im Frühling hat Petja plötzlich die Tür aufgerissen, als ich mir im Badezimmer gerade die Zähne geputzt habe.

"Du kannst zurück ins Bett, Tara!", hat er gebrüllt. "Die Schule fällt aus!"

"Die Schule fällt aus?", hab ich gefragt und den letzten winzigen Rest Zahncreme vor lauter Verblüffung runtergeschluckt. "Wieso das denn?"

"Meteoriteneinschlag!", hat Petja ganz wichtig gesagt. "Auf dem Schulhof ist ein Meteorit runtergekommen!"

"Oh, toll!", hab ich gerufen. "Ich geh aber trotzdem! Den will ich mir angucken!" Und ich wollte schon gerade losflitzen, um Tieneke Bescheid zu sagen, weil es Meteoriten bei uns ja nicht so oft gibt, da hat Petja mit dem Finger auf mich gezeigt.

"April, April!", hat er gerufen. "Der macht, was er will!"

Zuerst wollte ich böse sein, aber dann hab ich gedacht, wie gut, dass ich jetzt weiß, dass es der erste April ist. Am ersten April darf man Leute ja den ganzen Tag reinlegen, es heißt "in den April schicken" und ist erlaubt. Man darf sich aber nur lustige Aprilscherze ausdenken, keine gemeinen. Lustige weiß ich aber auch genug, darum ist der erste April eigentlich immer einer von meinen Lieblingstagen im Jahr. Ich weiß gar nicht, warum ich ihn in diesem Jahr vergessen hatte!

Als ich in die Küche gekommen bin, hab ich gleich gemerkt, dass Mama ihn auch vergessen hatte. Sie hat nämlich so ganz normal an unserer Arbeitsplatte gestanden und Schulbrote gestrichen. Da hab ich gedacht, ich muss es ausnutzen, bevor Petja runterkommt. Der schickt Mama ja bestimmt gleich in den April und dann ist sie vorgewarnt und bei mir klappt es nicht mehr.

"Oh, Mama, du hast ja hinten einen ganz großen Fleck auf deinem T-Shirt!", hab ich gerufen. "Wie ist das denn passiert?"

Mama hat aufgehört, unser Schulbrot zu streichen, und hat mich ganz erstaunt angeguckt. "Auf dem Rücken?", hat sie gefragt und so an ihrem T-Shirt gezerrt, als ob sie dann bis auf ihren eigenen Rücken sehen könnte. "Das kann doch gar nicht sein! Ich hab das doch eben ganz frisch angezogen!"

"April, April!", hab ich geschrien, und Mama hat sich mit der Hand gegen die Stirn geschlagen.

"Bin ich vielleicht dumm!", hat sie gesagt. "Aber na warte, Tarine-Tüllgardine! Rache ist Blutwurst!" (Das heißt, dass man sich später rächen will. Ich weiß aber nicht, was das mit Blutwurst zu tun hat.)

Leider wusste Maus ja nun auch Bescheid, und als Petja die Treppe runtergepoltert gekommen ist, hat er gleich geschrien: "Du hast hinten einen ganz großen Fleck auf deinem T-Shirt, Petja! Wie ist denn das passiert?"

"Hahaha", hat Petja gesagt und ihm einen Vogel gezeigt. "Ich hab doch gar kein T-Shirt an, du Zwerg!"

Und das hat auch gestimmt. Er hatte ein Sweatshirt an.

Aber als Tomte aus der Nilpferdgruppe mit seiner Mutter gekommen ist, um Maus zum Kindergarten abzuholen, hat Maus gleich wieder das von dem Fleck auf dem T-Shirt gesagt, und Tomtes Mutter hat auch ganz erschrocken "Oje!" gerufen. Dabei hatte sie eine Winterjacke an, da wusste sie doch, dass Maus ihr T-Shirt gar nicht sehen konnte! Zu kleinen Kindern ist man ja aber nett und tut so, als ob man reinfällt.

Ich hab gedacht, dass ich nun ganz schnell Tieneke abholen muss, bevor sie mitkriegt, was für ein Tag heute ist. Wenn man es erst weiß, wird man ja immer vorsichtig, und es wird schwieriger, einen reinzulegen.

"Tieneke!", hab ich gerufen, als sie die Tür aufgemacht hat. &ra

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