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Paranoid Park Roman von Nelson, Blake (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.06.2009
  • Verlag: Beltz & Gelberg
eBook (ePUB)
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Paranoid Park

"Ein Buch, das einem vor so viel Lebensnähe und Echtheit den Atem verschlägt." Frankfurter Rundschau Als "Skater" den berühmt berüchtigten illegalen "Paranoid Park" betritt, wird er in einen Kampf verwickelt, an dessen Ende ein Toter zurückbleibt. Ein Unfall, redet "Skater" sich ein. Zumindest Notwehr. Und niemand hat Schuld. Oder doch? Zweifel. Panik. Flucht. Schlaflose Nächte. Sich jemandem anvertrauen wollen. Aber es siegt die Sprachlosigkeit. Der Gedanke: Vielleicht werde ich nicht geschnappt. Schweigen. Bis Unschuld zu Mitschuld wird und die Frage, wie er damit umgehen soll, eine brisante Eigendynamik entwickelt ... Blake Nelson versetzt die Leser in innere Aufruhr: Eine Skater-Story über Schuld und Sühne, cool, schnell und knisternd vor Spannung.

Blake Nelson, geboren 1960 in Chicago, studierte an der Wesleyan University in Connecticut und Moderne Europäische Geschichte an der New York University. Er ist Autor zahlreicher Jugendbücher und schreibt auch für Zeitschriften wie Details, British Cosmopolitan und die Männer Vogue. Blake Nelson wohnt mit seiner Frau in New York. Bei Beltz & Gelberg erschienen bisher die Romane Cool Girl, Paranoid Park, emmaboy und tomgirl und zuletzt Rockstar Superstar.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 25.06.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783407741547
    Verlag: Beltz & Gelberg
    Originaltitel: Paranoid Park
    Größe: 458kBytes
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Paranoid Park

SEASIDE, OREGON
3. JANUAR Am Abend

Liebe . . .!

Ich bin im Strandhaus von meinem Onkel Tommy. Es ist Abend, gegen neun Uhr. Ich sitze im oberen Stock, ganz alleine. Mit einem Stift, einem Spiralblock . . .

Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll. Ich weiß nicht mal, ob ich das überhaupt kann. Aber ich versuche es. Schlimmer kann's dadurch auch nicht werden . . .

Draußen regnet es und es ist dunkel. Von ferne klingt die Brandung, als würden kleine Bomben explodieren.

Also gut. Bin gerade unten gewesen und hab mir heißen Kakao gemacht.

Jetzt mal locker, Alter, und fang an zu schreiben. Das bin ich, im Selbstgespräch. Ich muss einfach am Anfang beginnen, ganz entspannt, ganz langsam . . .

Paranoid Park. Da hat's angefangen. Der Paranoid Park ist ein Skater-Park im Zentrum von Portland. Unter der Eastside Brücke, bei den alten Lagerhäusern. Es ist ein illegaler, ein "Street-Park", was bedeutet, es gibt dort keine Regeln, es gibt keinen Besitzer und man muss fürs Skaten nicht bezahlen. Der Platz soll vor Jahren von den ersten Skatern angelegt worden sein und hat sich irgendwie die ganze Zeit gehalten.

Da kommen die besten Skater hin, aus Kalifornien, von der Ostküste, von überall her. Außerdem hängen hier die Straßenkids ab. Es gibt einen Haufen Gerüchte, zum Beispiel soll da mal ein Skinhead abgestochen worden sein und so was. Daher sagen alle Paranoid Park. Weil man da voll die Paranoia schieben kann.

Ich kannte den Paranoid Park durch Jared Fitch. Der ist auf meiner Schule, im zwölften Jahrgang. Er ist ziemlich verrückt, aber irgendwie cool und einer der besten Skater unserer Schule. Der hängt sich mit seinem Skateboard an einen Lieferwagen, der vierzig Sachen fährt, und lässt sich dabei filmen.

So sind wir Freunde geworden. Ich wurde langsam gut und er zeigte mir Tricks. Er hatte Sachen von sich auf Video. Und außerdem jede Menge andere Skater-Videos - solche, die's in den Geschäften bei uns nicht gibt. Er wusste einfach immer, was angesagt war, und so sind wir zusammengekommen.

Im letzten Sommer waren wir jeden Tag skaten. Wir sind in die Stadt, zum Beispiel in das alte Parkhaus, das abgerissen werden sollte, wo alle heimlich rein sind und Party gemacht haben. Da sind wir dann richtig gute Freunde geworden. Und wir haben auch andere Streetspots geskatet, zum Bespiel die berühmte Selbstmörder-Treppe am Fluss, die total angesagt war. Solche Spots.

Wie gesagt, ich war noch nicht so weit wie Jared, aber ich übte. Und er fand es gut, dass ich jünger war und ehrgeizig. Dass er der Lehrer war und mir Sachen zeigte.

Jedenfalls, in der letzten Woche der Sommerferien, da waren wir in der Stadt, und Jared meinte, lass uns doch mal den Paranoid Park fahren. Erst mal habe ich nichts gesagt. Klar, gehört hatte ich schon vom Paranoid Park, war aber noch nie auf die Idee gekommen, da hinzugehen. Weil das für mich bestimmt eine Nummer zu groß war. Doch als ich sagte, ich glaube, dafür bin ich noch nicht gut genug, lachte Jared und sagte: "Niemand ist für den Paranoid Park gut genug."

Also sind wir hin. Klar, ich war nervös, stand aber auch irgendwie unter Strom. Den Paranoid Park fahren, das war eine Leistung. Das war was zum Erzählen.

Wir fuhren über die Eastside-Brücke, kreiselten die Abfahrt runter und parkten dann neben einem alten Backsteinbau. Ich weiß noch, dass ich auf der Straße Schienen gesehen habe. Sie glänzten, als würden sie benutzt. Wurden sie auch, wie sich herausstellte.

Der Skatepark selber war über uns, direkt unter der Brücke. Man konnte die Autos und Laster oben drüberrattern hören. Ringsum waren hauptsächlich Industrieanlagen - alte Lagerhäuser und Parkplätze, eingefallene Zäune und so was. Am Ende der Straße war noch ein richtiges Bürogebäude, zu dem immer mal wieder Angestellte fuhren. Sie sahen aus, als fürchteten sie sich ein wenig vor den Jugendlichen,

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