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Pepper und Flo (1). Ein Wunschpferd kommt selten allein von Berger, Margot (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.03.2014
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Pepper und Flo (1). Ein Wunschpferd kommt selten allein

Endlich - Flo bekommt ihr eigenes Pferd! Sie weiß auch schon genau, welches es werden soll: nämlich Pepper, der supersüße Braune aus ihrem Reitstall. Dummerweise ist Pepper aber auch das beliebteste Schulpferd des Stalls - und sowohl Flos Vater als auch Peppers Eigentümer sind von ihrem Wunsch gar nicht begeistert. Wird Flos großer Traum dennoch in Erfüllung gehen?

Margot Berger wuchs im Osnabrà cker Land in bà uerlicher Umgebung auf. Ihre ersten Geschichten-Fans waren die beiden Brà der, die sie mit selbst erdachten Gute-Nacht-Erzà hlungen versorgte. Nach einem Redaktionsvolontariat besuchte sie das Dà sseldorfer Institut fà r Publizistik. Es folgten Stationen als Redakteurin bei Tageszeitungen, Illustrierten, Fachzeitschriften und Jugendmagazinen. Hamburg wurde ihre Wahlheimat, wo sie als selbststà ndige Journalistin und Buchautorin mehr als 40 Bà cher verfasste, in denen ihre Lieblingstiere die Hauptrolle spielen. Margot Berger starb im Oktober 2012.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 25.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401803654
    Verlag: Arena Verlag
    Serie: Pepper und Flo .1
    Größe: 8707kBytes
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Pepper und Flo (1). Ein Wunschpferd kommt selten allein

1.

D er Schock traf mich am letzten Tag vor den Sommerferien.

Als ich meinem Vater das Zeugnis mit der Bemerkung "versetzt nach Klasse acht" unter die Nase hielt und als Belohnung mein Traumpferd Pepper verlangte, sagte er: "Ich kaufe doch kein gebrauchtes Tier."

Und dafür hatte ich nun gepaukt wie verrückt!

In unzähligen Fruststunden, während ich über den Sinn von Winkelsummen im Dreieck nachgrübelte, träumte ich von meiner Belohnung mit sechs Buchstaben: P-e-p-p-e-r, das tollste Schulpferd auf dem Habichthof.

Meine Eltern hatten mir versprochen: "Wenn du die siebte Klasse schaffst, schenken wir dir ein Pferd." Ohne die gemeine Einschränkung: "... aber auf keinen Fall dein Lieblingsschulpferd."

Seit diesem unseligen Zeugnismittwoch im Juli sind fast acht Monate vergangen. Inzwischen blühen bei uns im Garten die Osterglocken und ich habe immer noch kein Pferd.

Eine gefühlte Ewigkeit fahre ich nun schon mit meinen Eltern durch Schleswig-Holstein, um Verkaufspferde anzusehen. Mein misstrauischer Vater lässt sich einfach nicht für mein Traumpferd erwärmen. Meine Argumente für Pepper perlen an ihm ab wie Regen an struppigem Shettyfell. Er will partout kein Schulpferd - aus lauter Angst, dass er ein Exemplar kauft, "das fehlerhaft benutzt worden ist". So ein Schwachsinn!

Schuld an Papas Argwohn ist sein Job. Prüfer bei einer Versicherung. Immer und überall wittert er Lügen, Bluff, Täuschungen, Ausreden, Betrügereien, kriminelle Absichten, Arglist, Mängel. Mein Vater würde sich noch nicht einmal Socken kaufen, ohne vorher die Herstellerfirma zu überprüfen. Also kann man sich vorstellen, wie pingelig er erst ist, wenn es um den Kauf eines Pferdes geht.

Fast habe ich die Hoffnung aufgegeben, vor meiner Rente ein passendes Pferd zu finden. In knapp zwei Wochen werde ich vierzehn!!!

Heute steht am späten Nachmittag Besichtigung Nummer neun an. Eine schwarze Stute namens Venus.

Als ich von der Schule nach Hause komme, leuchtet mir vom Küchentisch eine fett umrahmte Anzeige in meiner Pferdezeitschrift entgegen. Papas roter Edding. Muss wichtig sein.

Ich pfeffere den Rucksack in die Ecke, hole mir einen Pudding aus dem Kühlschrank und greife mir das Blatt.

"FLORA! Bitte lesen!", steht am Seitenrand. Und weiter: "Den Galopper habe ich heute früh in der Zeitung entdeckt! Heute Nachmittag Besichtigungstermin."

Oh Papa!

Was da schwarz auf weiß als Verkaufspferd gedruckt steht, kann nur Bullshit sein, sonst hätte ich die Anzeige längst selber gefunden. Den Text muss ich gar nicht lesen, aber aus Neugier überfliege ich ihn trotzdem.

Englischer Vollblüter, Herz Tuan xx, 5 Jahre, braun, nach Abschied von der Rennbahn zu verkaufen. 4000 Euro VB.

"Super, Papa", sage ich laut zu meinem Schokopudding und werfe das Blatt zurück auf den Tisch. "Du bist ja ein großer Pferdekenner."

Ein fünfjähriges Galopprennpferd direkt von der Rennbahn!! Geht's noch? Genauso gut könnten meine Eltern mir einen Ferrari schenken und mich damit in den Stadtverkehr schicken.

Ein Rennpferd!

Warum kann ich nicht Pepper haben?

Meine Mutter steht plötzlich hinter mir und schält sich aus ihrem Trenchcoat.

"Wie findest du Papas Pferd?"

Im Rennfieber habe ich nicht auf die Haustür geachtet. Dabei kommt Mama jeden Tag um diese Zeit von ihrem Job bei der Sparkasse in Haverstedt.

Dass Mama und ich verwandt sind, kann keiner übersehen.

Beide haben wir braune Augen und honigbraune Haare. Heidehonigbernsteinbraun, nennt mein großer Bruder Daniel die Farbe, also mit blonden Lichtern drin. Meine Haare fallen glatt bis auf den Rücken. Mama dreht ihre zu einem Knoten. Flatterhaare wie meine sind Horror für meine Mutter - für eine Dreiundvierzigjährige wären offene Haare aber auch oberpeinlich. Jedenfalls würde ich ihr dann verbieten, zum Elternsprechtag zu gehen. Beide sind wir

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