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Peterchens Mondfahrt von Bassewitz, Gerdt von (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Peterchens Mondfahrt

Der Maikäfer Sumsemann braucht dringend die Hilfe von Peterchen und Anneliese: Er ist in Not, weil sein sechstes Beinchen auf den Mond gezaubert wurde. Auf einer Reise mit vielen Abenteuern begegnen die drei Freunde dem Sandmännchen, der Nachtfee, der Windliese und vielen weiteren fantastischen Gestalten Sie besuchen die Weihnachtswiese, kommen in das Land der Osterhäschen und hören dem Gesang der Sterne zu. Ob sie jedoch tatsächlich auf den Mond gelangen und Sumsemann sein Beinchen zurückerhält, erzählt die Geschichte von "Peterchens Mondfahrt". Der Text der Erzählung wurde an die aktuelle Rechtschreibung angepasst.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 87
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839138496
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 25653kBytes
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Peterchens Mondfahrt

In der Kinderstube

So war der letzte Sumsemann denn auch eines schönen Abends in das Schlafzimmer von Peterchen und Anneliese geraten, als die Kinder gerade von der dicken Minna zu Bett gebracht wurden.

Peterchen hatte natürlich sein Gebrumm gehört und wollte ihn greifen. Gut war nur, dass Minna die Jagd nicht erlaubte, denn sonst wäre Sumsemann vielleicht in eine schlimme Lage geraten. Sie war wahrscheinlich schwerhörig, denn sie hatte gar nichts gehört und glaubte, dass Peterchen ihr nur etwas vormachen wolle, um im Hemdchen noch so "ein bissel" im Zimmer herumzuturnen.

Der Schreck war dem edlen Sumsemann aber doch scheußlich in die Glieder gefahren, und, trotzdem er gerade heute besonders viele Vergißmeinnichtschnäpschen getrunken hatte, war all sein Mut fort. Er lag oben auf der Gardinenstange und stellte sich tot. Dies ist ein altes und bewährtes Mittel bei den Maikäfern, in großen Gefahren. Derweil aber passte er genau auf, was im Zimmer geschah. Die Minna ging fort, als sie die Kinder ins Bettchen gepackt hatte, und Peterchen unterhielt sich mit Anneliese natürlich gleich über den Maikäfer. Jetzt wurde es wieder gefährlich!

Der Sumsemann bekam oben auf der Gardinenstange kolossales Herzklopfen, als Peterchen plötzlich leise aufstand, um ihn zu suchen, weil Anneliese ein bissel Angst hatte.

'Wer weiß, es hätte ihm doch ans Leben gehen können; obwohl die Kinder ja sonst gut waren. Aber man darf sich auf die Gutmütigkeit der Menschen nicht verlassen.' Dies wusste er aus seiner Familiengeschichte.

Das Geschick war ihm aber günstig; denn, gerade als Peterchen an der Gardine war und die Gefahr am höchsten stieg, kam die Mutter herein. Husch! wurde der kleine Junge wieder ins Bettchen gesteckt; beide Kinder mussten die Hände falten und das Nachtgebet sprechen. Dann sang die Mutter ihnen noch ein Schlaflied. Und sie sang die berühmte Maikäferballade. Hier ist sie:

"War einst ein kleines Käferlein,
Summ - Summ - Summ - Hatte zwei braune Flügelein,
Summ - Summ - Summ - Und sechs Beinchen hatte es auch
Unter seinem schwarz-weißen Bauch,
Summ - Summ - Summ.

Saß auf einem grünen Baum,
Summ - Summ - Summ - Träumte einen schönen Traum,
Summ - Summ - Summ - Träumte von Sonne, Mond und Sternen
Und von fremden Länderfernen,
Summ - Summ - Summ.

Als der dunkle Abend kam,
Summ - Summ - Summ - Käferlein sein Ränzel nahm,
Summ - Summ - Summ - Wollt' auf die große Reise gehn
Und die weite Welt besehn,
Summ - Summ - Summ.

Flog über einen breiten Bach,
Summ - Summ - Summ - Verlor ein kleines Beinchen, ach!
Summ - Summ - Summ - Reiste nur noch mit fünf Beinen,
Tat so bitterlich drum weinen,
Summ - Summ - Summ.

Flog es nach dem Mond geschwind,
Summ - Summ - Summ - Kam ein großer Wirbelwind,
Summ - Summ - Summ - Brach ein Flügelchen entzwei;
Ach, das gab ein groß' Geschrei!
Summ - Summ - Summ.

Fiel in einen tiefen Wald,
Summ - Summ - Summ - Starb an seinem Kummer bald,
Summ - Summ - Summ - Musst' die Reis' ein Ende haben;
Sandmännchen hat es eingegraben,
Summ - Summ - Summ."

'Seltsam!' Herr Sumsemann oben auf der Gardinenstange wunderte sich, dass die Menschen dies Lied auch kannten. Es war ihm aber ein neuer Beweis für die Berühmtheit der Maikäfer auf der weiten Welt, und dies beruhigte ihn sehr.

Als die Kinder nun eingeschlafen waren und die Mutter aus dem Zimmer

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