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Pferde, Sommer, Sonnenschein von Schrocke, Kathrin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.12.2015
  • Verlag: Loewe Verlag
eBook (ePUB)
2,99 €
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Pferde, Sommer, Sonnenschein

Daniela erlebt einen Pferdesommer wie er besser kaum sein kann: die erste Reitstunde, die erste Liebe, der erste Kuss - das sind die aufregendsten Ferien ihres Lebens! Auch Marlenes Sommer ist voller Abenteuer: Pferde, Fußball und verliebt! Eigentlich wollte sie sich ja auf das große Springturnier vorbereiten ... stattdessen meldet sie sich zur Fußball-AG an, um Jan zu beeindrucken. Und als sie auch noch einen Freund erfindet, um ihn eifersüchtig zu machen, bricht das totale Chaos aus! Dieser Doppelband enthält die beiden Einzelbände 'Ein Pferd im Gepäck' und 'Im Galopp ins Fettnäpfchen'. Kathrin Schrocke wurde 1975 in Augsburg geboren. Nach ihrem Germanistik- und Psychologiestudium in Bamberg belegte sie einen zweijährigen Fernkurs zum Thema Kinder- und Jugendliteratur bei STUBE/Wien. Daneben war sie als Presseassistentin in einem großen Kinder- und Jugendbuchverlag tätig, arbeitete als Praktikantin in der Redaktion der Jugendzeitschrift Brigitte young miss und verfasste Literaturkritiken für das Fachforum für Kinder- und Jugendliteratur kjl-online. Sie veröffentlichte Erzählungen und Theaterstücke für Erwachsene, für die sie u.a. mit dem Kurzgeschichtenpreis der Criminale, dem Dillinger Kulturpreis und dem Anerkennungspreis des bayerischen Kultusministeriums ausgezeichnet wurde. Die ersten 20 Lebensjahre verbrachte THiLO in der Kinderecke der elterlichen Buchhandlung. Heute lebt er mit seiner Familie in Mainz und schreibt neben seinen Romanen auch Drehbücher fürs Fernsehen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 14.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732004775
    Verlag: Loewe Verlag
    Größe: 1945 kBytes
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Pferde, Sommer, Sonnenschein

3. Ferientag

"Der ist doch verrückt!", zischt Papa Mama zu, die verschlafen am Herd steht. "Kommt hier an mit seinem Zebramobil und faselt was von Familie. Ich bitte dich, ein Mann namens Hirse und ein Pferd. Das nennt der Familie? Wer gehört da sonst noch dazu? Ein hinkender Kanarienvogel?"

Mama fischt mit einem Löffel die Eier aus dem kochenden Wasser und verbrennt sich am Topf die Finger. "Krieg dich wieder ein!", flüstert sie ebenso aufgebracht zurück. "Maximal zwei Wochen, das werden wir schon rumkriegen."

"Roland ist doch nett", versuche ich, Partei für Mamas Bruder zu ergreifen. "Vielleicht können wir sogar mal bei ihm Urlaub machen. In Portugal. Außerdem ist er Maler, ist doch cool."

"Sehr cool", sagt Papa und schlürft seinen Kaffee im Stehen. "Und der Gaul? An den denkt offenbar niemand."

"Vorübergehend müssen wir das Pferd wohl im Garten unterbringen", überlegt Mama laut. Papa sieht sie an, als wäre sie völlig übergeschnappt.

"Im Garten?", meint er und stellt seine Tasse so heftig ab, dass das heiße Getränk überschwappt. "Sprichst du von unserem Garten?"

Mama nickt. "Was dachtest du denn? Sollen wir das Pferd auf dem Dachboden deponieren? Klar, dass wir baldmöglichst eine bessere Lösung brauchen. Aber bis dahin ..."

Jetzt sieht Papa wirklich aus, als würde er jeden Moment wie eine Rakete durch die Zimmerdecke düsen.

"Tolle Idee. Warst du nicht diejenige, die auf keinen Fall eine Katze wollte? Und jetzt ein Pferd! Das ist ja lustig!"

Mama ächzt. "Das ist eben eine Notsituation. Wir können das Gartenhaus leer räumen, dann kann das Tier die erste Nacht darin schlafen."

"Die Nachbarn werden uns für völlig wahnsinnig halten."

"Die Nachbarn! Die Nachbarn!" Jetzt ist Mama gereizt. "Die haben ihre eigenen Probleme. Daniela hilft mir bestimmt, die Gartenlaube leer zu räumen."

Wieso ich denn? Ich ziehe eine Grimasse. Eigentlich war ich ja mit Ann-Katrin zum Baden am Weiher verabredet.

"Du magst doch Pferde?", versucht es Mama schmeichelnd in meine Richtung. "Vielleicht kannst du dich ein bisschen um das Tier kümmern. Hast doch schließlich Ferien."

Jetzt klappt mir der Mund zu. Seit wann bedeuten Ferien, dass man auf Tiere aufpassen muss, die mindestens einen halben Meter größer sind als man selbst?

"Ich weiß nicht, ob ich Pferde mag", versuche ich, mich rauszuwinden. Das stimmt sogar. Pferde habe ich bisher bestenfalls aus der Ferne gesehen.

"Die Sachen im Gartenhaus räumt ihr aber bitte schön in den Keller!", befiehlt Papa und hört sich an, als würde er mit einem seiner Angestellten telefonieren.

"Ach, eigentlich wollte ich das alles auf die Straße werfen!", meint Mama spitz. "Den Bohrer, die Schneeschaufel, die Heckenschere. Aber danke für den Hinweis. An den Keller habe ich gar nicht gedacht."

Papa packt schweigend seine Aktenmappe und rauscht aus dem Haus. Und die Stimmung ist mit einem Mal genauso vergiftet wie damals bei Ann-Katrin und Tine, als ihre Eltern sich beinahe getrennt haben.



"Ein Pferd?", fragt Ann-Katrin über den Zaun hinweg und klammert sich an ihrem Fahrradlenker fest. "Ein richtiges Pferd?"

"Na ja." Ich wische mir über die Stirn. "Wegen einem Schaukelpferd würden wir diesen Aufwand bestimmt nicht betreiben."

Das Gartenhaus ist so gut wie leer geräumt und das ganze Werkzeug ist fein säuberlich in Kisten im Keller verstaut.

"Und wo ist dein niedlicher Onkel hin?", fragt Ann-Katrin und guckt sehnsüchtig an die Stelle, an der gestern noch sein gestreifter VW-Bus stand.

"Der ist unterwegs. Stroh und Futter kaufen. Außerdem sucht er nach einem Reiterhof, wo wir Tante Edda gegen Bezahlung vorübergehend unterstellen können."

"Tante Edda? Was ist das denn für ein dämlicher Name?"

Ann-Katrin lässt eine Kaugummiblase platzen.

"Ist doch witzig."

Ann-Katrin macht e

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