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Pferdeflüsterer-Academy, Band 1: Reise nach Snowfields von Mayer, Gina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.01.2018
  • Verlag: Ravensburger Verlag
eBook (ePUB)
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Pferdeflüsterer-Academy, Band 1: Reise nach Snowfields

Die 13-jährige Zoe versteht von Pferden in etwa so viel wie von Physik - nämlich gar nichts. Doch als sie ihre Freundin Kim zur Aufnahmeprüfung ins Reitinternat Snowfields begleitet, hat sie eine Begegnung, die sie nicht mehr loslässt. Der schwarze Hengst Shaman gilt als scheu und gefährlich. Trotzdem scheint er Zoe von Anfang an zu vertrauen. Aber nicht nur das: Sein Blick sagt ihr, dass sie allein ihm helfen kann. Im wilden Kanada steht ein weißes Schloss: Snowfields. Auf diesem Internat werden die besten Reiter der Welt ausgebildet und tief verletzte Pferdeseelen geheilt. Weitere Titel der Reihe 'Pferdeflüsterer-Academy': Band 1: Reise nach Snowfields Band 2: Ein geheimes Versprechen Band 3: Eine gefährliche Schönheit Band 4: Verletztes Vertrauen Band 5: Zerbrechliche Träume

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 24.01.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473478712
    Verlag: Ravensburger Verlag
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Pferdeflüsterer-Academy, Band 1: Reise nach Snowfields

Als sie den Saal betrat, hatte Zoe das Gefühl, dass sie Jakes Blick spüren konnte. Wie eine sanfte Berührung streifte er ihre nackten Arme und streichelte ihre Wangen.

Während sie zu ihrem Platz vor dem Orchester ging, wurde der Applaus immer lauter, er schwoll zu einer Woge der Begeisterung an. Der Dirigent Onni Seikola stand bereits an seinem Pult. Nun nickte er Zoe zu und lächelte. Sie verbeugte sich und der Beifall steigerte sich zu einem Sturm.

Erster Rang, zweite Reihe, Platz fünfzehn. Das war Jakes Platz, von dort blickte er zu ihr herauf. Eigentlich müsste sie ihn von der Bühne aus sehen können, dachte sie. Aber sie verbot sich, nach ihm Ausschau zu halten.

Stattdessen versuchte sie, ihr Publikum auszublenden. Die Leute wurden zu einer Tapete aus Augen, Nasen, Mündern, Ohren.

Das hatte ihre Mom ihr beigebracht. Die Leute sind nicht wichtig, sagte sie immer. Konzentrier dich auf die Musik.

Normalerweise fiel es Zoe leicht, ihr Publikum zu vergessen. Aber heute war es schwer. Weil Jake da unten saß.

Sie hatte ihm die Karte ganz beiläufig gegeben, als ob das Ganze keine Rolle für sie spielte. Komm, wenn du Lust hast, hatte sie gesagt. Und dabei verschwiegen, dass die Karte hundertzwanzig Dollar kostete und das Konzert in der Vancouver Concert Hall seit Wochen ausverkauft war.

Das Vancouver Symphonic Orchestra unter der Leitung von Stardirigent Onni Seikola spielte das Flötenkonzert Nr. 2 von Wolfgang Amadeus Mozart. An der Querflöte das Wunderkind Zoe Deventer.

Der Applaus ebbte langsam ab. Seikola nickte Zoe noch einmal kurz zu, dann wandte er sich an seine Musiker.

Das Flötenkonzert war eines von Zoes absoluten Lieblingsstücken. Deshalb hatte sie Jake eingeladen. Weil sie hoffte, dass diese Musik auch ihn umhauen würde. Mozart ließ niemanden kalt.

"Klassik?", hatte er gefragt, als Zoe ihm erzählt hatte, dass sie Querflöte spielte. "Damit kenn ich mich überhaupt nicht aus. Ich steh eher auf House."

"Das find ich auch total gut", hatte Zoe ihm versichert.

Und wohlweislich verschwiegen, dass sie gar keine Zeit hatte, House zu hören.

In den letzten sechs Monaten hatte sie Konzerte in Toronto, Calgary und New York gegeben, hatte eine CD aufgenommen und war unzählige Male im Fernsehen gewesen.

Ihr folgten fast eine Million Fans auf YouTube, und wenn sie auf Instagram ein Foto von ihrem Essen postete, hatte sie zehn Minuten später über zweitausend Likes.

Zoe war erst dreizehn, aber berühmter als ihre Mutter, die Geigerin Irmhild Sullivan, die heute nicht mitspielte, sondern in der ersten Reihe saß, den Blick fest auf die Tochter gerichtet.

Ihre Mom begleitete sie zu jedem Konzert, sie war ihr aufmerksamster Zuhörer, ihr größter Fan, ihr strengster Kritiker. Sie würde jeden Patzer hören und wäre er auch noch so klein. Und wäre dennoch stolz auf Zoe, so stolz!

Ob Jake auch stolz war, dass er sie kannte? Er war hier, er saß da unten, er sah sie an, Zoe spürte es ganz deutlich. Ob ihm das blaue Seidenkleid mit den Spaghettiträgern gefiel, das sie heute trug? Ihre Hochsteckfrisur, in der winzige Strasssteine steckten und ihr blondes Haar zum Glitzern und Funkeln brachten? Bisher hatte er sie nur in Jeans und Sneakern gesehen. Hoffentlich fand er ihr Outfit nicht affig.

Konzentration, hörte sie ihre Mom sagen. Die Musik ist wichtig, nur die Musik.

Seikola hob die Arme. Zoe setzte die Flöte an die Lippen. Dann gab er den Einsatz und sie begann zu spielen.

Ihre Finger griffen die ersten Töne, sie perlten aus ihrer Flöte wie Luftblasen aus einem Sektglas. Hinter ihr setzten die Streicher ein, ihre Bögen hüpfte

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