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Pferdeflüsterer-Academy, Band 3: Eine gefährliche Schönheit von Mayer, Gina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.06.2018
  • Verlag: Ravensburger Verlag
eBook (ePUB)
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Pferdeflüsterer-Academy, Band 3: Eine gefährliche Schönheit

Snowfields hat eine neue Patientin: die schneeweiße und wunderschöne Stute Crystal. Sie soll einen Pfleger aus heiterem Himmel gebissen haben. Zoe und ihre Freunde können das kaum glauben. Chrystal ist doch so sanftmütig! Isabelle, die beste Reiterin des Internats, hingegen zittert schon bei Crystals Anblick. Sie behauptet, die Stute habe ihren Bruder fast umgebracht. Aber was steckt hinter dieser Geschichte?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 20.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473479078
    Verlag: Ravensburger Verlag
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Pferdeflüsterer-Academy, Band 3: Eine gefährliche Schönheit

Der Frühling lag in der Luft.

Er war noch nicht zu sehen. Auf den Wiesen und Feldern hinter dem Schloss und im Wald gab es noch jede Menge Schnee und an den Rändern des Sees zog sich eine dünne Eisschicht entlang. Aber als Zoe jetzt die Augen schloss und tief einatmete, konnte sie es riechen: den Duft von frischem grünen Gras und wilden Frühlingsblumen. Sie spürte die Wärme der Sonne in ihrem Gesicht und hörte Vögel, die in den noch kahlen Ästen der Bäume zwitscherten. Es würde nicht mehr lange dauern, bis sie mit dem Nestbau begannen.

Sie machte die Augen wieder auf und trat durch den hohen Torbogen auf den Steinsteg, der über den Schlossgraben führte. Dann rannte sie los. Am Parkplatz vorbei hinunter zur Pferdeweide.

Obwohl die schneebedeckten Berggipfel im Sonnenlicht badeten, war es empfindlich kühl. Die Pferde, die erwartungsvoll die Köpfe hoben, als Zoe an das Holzgatter trat, störte die Kälte nicht. Ein dichtes langes Fell bedeckte ihre Körper und schützte sie vor Schnee und Nachtfrösten. Sie hatten den ganzen Winter auf der Koppel verbracht.

"Hallo, Silver." Zoe streichelte die samtige Nase der silbergrauen Stute, die ihren Kopf über die Absperrung streckte. Ihre Augen suchten währenddessen die Weide ab. Und als sie Shaman sah, machte ihr Herz einen kleinen Satz.

Der schwarze Mustang kam mit langsamen, zögernden Schritten auf sie zu. Seine Ohren waren hoch aufgerichtet, seine Nüstern geweitet, die goldbraunen Augen wachsam. Früher wäre er auf Zoe zugaloppiert. Die Erinnerung tat weh.

Sie blieb ruhig stehen. Zwang sich abzuwarten. Lass ihn kommen , sagte Caleb immer. Lass ihm Zeit.

Als er vor ihr stand, schüttelte Silver ihre Mähne und verzog sich. Die Stute spürte, dass Zoe jetzt ganz bei Shaman war.

Zoe streckte ihre Hand aus, die Handfläche offen und nach oben gerichtet. Ein Angebot. Und Shaman nahm es an.

Er senkte den pechschwarzen Kopf, schnupperte an ihren Fingern. Sie spürte seinen warmen Atem auf ihrer Haut und atmete seinen würzigen Duft ein. Genoss seine Nähe.

Erst nach einigen Minuten hob sie die Hand und ließ ihre Finger behutsam über seine Stirn wandern. Sie strich über seine verfilzte Mähne. Es war so lange her, dass sie sie das letzte Mal gekämmt hatte. Er ließ sie gewähren und hielt ganz still.

"Soll ich mal zu dir reinkommen?", flüsterte Zoe.

Sein Körper versteifte sich, als ob er die Frage verstanden hätte und erst darüber nachdenken müsste. Aber dann wich er nicht zurück, sondern machte sogar einen kleinen Schritt auf sie zu.

"Also gut", wisperte Zoe. Ihr Herz schlug jetzt schnell und aufgeregt.

Sie zwang sich, ein paarmal tief durchzuatmen, bevor sie einen Fuß hob und auf das untere Brett der hölzernen Absperrung stellte, die die Pferdeweide umgab.

Shaman beobachtete sie aufmerksam, doch er machte keine Anstalten zu fliehen. Auch als sie ihre Beine über das Gatter schwang und auf der anderen Seite zu Boden sprang, blieb er stehen.

Sie trat dicht an ihn heran und schlang ihre Arme um seinen Hals - und auch das ließ er geschehen.

Vor Erleichterung kamen ihr die Tränen. Sie liefen heiß über ihre Wangen und versickerten in seinem glänzenden Winterfell.

Gib ihm Zeit , hörte sie Caleb wieder sagen, und genau das hatte Zoe in den letzten zwei Monaten getan. Jeden Tag war sie zur Koppel gekommen und hatte Shaman besucht. Und hatte abgewartet, obwohl alles in ihr danach drängte, das Gesicht in seiner Mähne zu vergraben, ihn zu umarmen, ihn endlich wieder zu reiten.

Es hatte Wochen gedauert, bis er sich das erste Mal wieder von ihr berühren ließ. Aber so nah wie heute hatte

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