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Pferdefreunde - für immer! von Schrocke, Kathrin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2015
  • Verlag: Loewe Verlag
eBook (ePUB)
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Pferdefreunde - für immer!

Zwei Geschichten rund um Pferde und Ponys, reiten, die erste Liebe, süße Jungs und vermeintliche Filmstars in einem Band - ideal für alle Pferdefans! Dieser Doppelband enthält die beiden Einzelbände 'Stars und Stallgeflüster' und 'Falsche Cowboys, wahre Liebe'. Auf dem Reiterhof wird ein Film gedreht, und ausgerechnet Sonjas Lieblingspferd wird nun zum Filmpferd der arroganten Jungschauspielerin Harriet! Am liebsten würde Sonja einfach abhauen, doch dann könnte sie Jonathan nicht wiedersehen ... Auch Meike erlebt einen turbulenten Sommer: Sie darf in der Westernstadt die edlen Dressurschimmel pflegen. Doch eigentlich träumt sie von einem eigenen Auftritt ... und von Basti. Mir nichts, dir nichts steckt Meike in Abenteuerferien der ganz besonderen Art.

Kathrin Schrocke wurde 1975 in Augsburg geboren. Nach ihrem Germanistik- und Psychologiestudium in Bamberg belegte sie einen zweijährigen Fernkurs zum Thema Kinder- und Jugendliteratur bei STUBE/Wien. Daneben war sie als Presseassistentin in einem großen Kinder- und Jugendbuchverlag tätig, arbeitete als Praktikantin in der Redaktion der Jugendzeitschrift Brigitte young miss und verfasste Literaturkritiken für das Fachforum für Kinder- und Jugendliteratur kjl-online. Sie veröffentlichte Erzählungen und Theaterstücke für Erwachsene, für die sie u.a. mit dem Kurzgeschichtenpreis der Criminale, dem Dillinger Kulturpreis und dem Anerkennungspreis des bayerischen Kultusministeriums ausgezeichnet wurde.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 312
    Erscheinungsdatum: 01.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732003235
    Verlag: Loewe Verlag
    Größe: 1542kBytes
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Pferdefreunde - für immer!

Montag, 27. Juli

"Also", fragt Papa in die Runde. "Wer hat eine Idee? Es geht immerhin um ein Frühstücksei!"

Keine Ahnung, warum ausgerechnet ich nicht in einer normalen Familie leben kann. Keine Ahnung, was ich verbrochen habe, dass ich morgens um acht in einem bescheuerten Wettbewerb um ein weiches Ei kämpfen muss.

Papas allmorgendliches Überschriftenspiel geht mir seit meinem zwölften Geburtstag tierisch auf die Nerven.

"Rheumaskandal - Camping abgesagt!", schlägt Mama vor und grapscht nach dem Eierbecher. Mein Bruder Flori haut ihr unsanft auf die Finger und umklammert den Eierbecher, als ginge es um Leben und Tod.

Er überlegt krampfhaft, dann grinst er breit, als wolle er an unserem Frühstückstisch Schleichwerbung für seine neue Zahnspange betreiben.

"Geplatzter Urlaubstraum wegen Krankheitsfall", titelt er ziemlich unkreativ und schaut Beifall heischend um sich.

Papa schüttelt den Kopf, blickt mich an und zieht seine Stirn in Falten. Dann nimmt er das Ei, köpft es mit dem Messer und streut in aller Seelenruhe Salz darüber.

"Grenze Intensivstation. Wenn der Urlaub im Krankenhaus beginnt", sagt er und schiebt sich den Löffel mit dem klebrigen Eigelb in den Mund.

Wieder einmal hat er es geschafft. Der Meister der Schlagzeilen. Klar, ist schließlich auch sein Beruf.

Zugegeben, manchmal mache ich ganz gern mit bei diesem albernen Spiel. Jeden Morgen geht es darum, die Ereignisse des vergangenen Tages in eine möglichst treffende Zeitungsüberschrift zu verpacken. Meist wetteifern wir um irgendeine Kleinigkeit. Ein zweites Glas Saft, den übrig gebliebenen Joghurt mit Erdbeeren oder, wie heute, um das einzige Frühstücksei.

Meine Eltern sind beide Journalisten. Wahrscheinlich beginnen meine Tage deshalb so seltsam.

Papa ist mit dem Ei fertig und verschränkt zufrieden die Arme hinter dem Nacken.

"Gehst du heute wieder in die Redaktion?", fragt Mama und gähnt.

Papa nickt und macht eine Kopfbewegung nach links, wo sich unser Gepäck auf dem Teppichboden türmt. Ein Berg aus Koffern, Taschen und Tüten. Obenauf thront mein grüner Bundeswehrrucksack mit dem Peace-Zeichen darauf.

"Das Gepäck können wir dann wohl auch wieder ausräumen!", sagt er und klingt nicht einmal übermäßig traurig dabei.

Ach ja. Ihr kennt ja noch gar nicht die Geschichte zur Schlagzeile des Tages: Eigentlich wollten meine Familie und ich gestern zu unserem alljährlichen Campingurlaub an den Gardasee aufbrechen. Aber dann hat meine Oma ganz plötzlich einen schlimmen Rheumaschub bekommen, der sie schnurstracks ins Krankenhaus befördert hat.

Damit fällt unser Urlaub fürs Erste ins Wasser - und Papa und Mama sind offenbar schon wieder völlig in ihrem Arbeitsalltag versunken.

Auch Flori wirkt überhaupt nicht geknickt. Klar. Jetzt kann er mit seinen Kumpels zelten gehen, wie es ihm sowieso von Anfang an lieber gewesen wäre. Und ich? Meine Freundinnen sind alle längst in die Ferien abgezischt. Kein Mensch weit und breit, mit dem ich die Zeit totschlagen kann.

Papa schaut besorgt zu mir herüber.

"Tief Sonja bringt schlechtes Wetter", sagt er und schüttelt sich unter einem imaginären Kälteschub. "Wolkenfront und Regenschauer."

Ich seufze gequält.

Dann fällt mir auf einmal Freddie ein. Freddie gehört der altmodische Reiterhof im Nachbarort, wo ich normalerweise jede freie Sekunde verbringe. Klar, vorgestern haben wir uns für drei Wochen verabschiedet, aber Freddie hat sicherlich nichts dagegen, wenn ich trotzdem komme. Wie merkwürdig, dass mir das nicht gleich eingefallen ist. Ich liebe Freddie. Aber nicht so, wie ihr jetzt denkt. Eher so auf eine platonische Art. Er wäre sowieso zu alt für mich, und diesen Ziegenbart, den er trägt, finde ich ziemlich unsexy. Außerdem ist er verheiratet. Ich bin doch nicht blöd und werde Ehebrecherin!

Nein, wenn ich ehrlich bin, geht es mir auch w

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