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Pinocchio - vollständige Ausgabe von Collodi, Carlo (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.11.2015
  • Verlag: Anaconda Verlag
eBook (ePUB)
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Pinocchio - vollständige Ausgabe

Wer kennt ihn nicht, den kleinen hölzernen Taugenichts mit dem großen Herzen am rechten Fleck, der sich in den Kopf gesetzt hat, ein richtiger Junge zu werden! Als der italienische Schriftsteller Carlo Collodi seinen Pinocchio 1881 durch Meister Geppetto zum Leben erwecken ließ, konnte er kaum ahnen, wie groß und anhaltend der Erfolg seiner vor Witz und Einfallsreichtum sprühenden Geschichten sein würde. Diese ungekürzte Ausgabe präsentiert die hinreißenden Abenteuer von Pinocchio, der Fee mit den blauen Haaren und dem Gaunerduo Kater und Fuchs gemeinsam mit den wunderbaren Illustrationen von Carlo Chiostri.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 12.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783730691052
    Verlag: Anaconda Verlag
    Größe: 4611 kBytes
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Pinocchio - vollständige Ausgabe

24. Kapitel

Pinocchio kommt auf die "Insel der fleißigen Bienen" und findet die Fee wieder

Angefeuert durch die Hoffnung, seinem Vater rechtzeitig helfen zu können, schwamm Pinocchio die ganze Nacht hindurch.

Und was war das für eine schreckliche Nacht! Es goss, hagelte, donnerte und blitzte, als wenn es heller Tag wäre.

Als der Morgen anbrach, sah er einen fernen Landstrich. Es war eine Insel, mitten im Meer.

Da strengte er sich nun tüchtig an, um den Strand zu erreichen, aber alles vergebens. Die Wogen warfen ihn hin und her, als wenn er ein Holzsplitter oder Strohhalm wäre. Endlich kam zu seinem Glück eine besonders gewaltige Welle, die ihn mit aller Macht an den Strand warf.

Der Aufprall war so stark, dass ihm alle Rippen und Gelenke krachten, aber er tröstete sich sofort, indem er sagte: "Auch diesmal bin ich noch gut davongekommen!"

Nach und nach klärte sich der Himmel auf, die Sonne erschien in ihrer alten Pracht und das Meer wurde ruhig wie Öl.

Da breitete Pinocchio seine Kleidungsstücke zum Trocknen in der Sonne aus und betrachtete die gewaltige Meeresfläche, ob er nicht zufällig eine kleine Barke mit einem Mann entdecken könne. Aber wie er seine Augen auch anstrengte, er sah nichts als Himmel und Meer oder zuweilen ein Segel, das in der Entfernung wie eine Fliege aussah.

"Wüsste ich wenigstens, wie diese Insel heißt!", sagte er, indem er sich auf den Weg machte. "Wüsste ich wenigstens, ob diese Insel von liebenswürdigen Menschen bewohnt wird, ich meine, von Menschen, die nicht die schlechte Angewohnheit haben, Kinder an Baumäste aufzuhängen! Aber wen soll ich fragen? Wen, wenn niemand hier ist?"

Bei diesem Gedanken, mitten in jenem großen, unbewohnten Land ganz allein zu sein, wurde er so trübsinnig, dass er eben zu weinen anfangen wollte. Da sah er plötzlich dicht am Ufer einen großen Fisch, der, mit dem Kopf aus dem Wasser, gemütlich seiner Beschäftigung nachging. Da Pinocchio nicht wusste, wie er ihn anreden sollte, sagte er mit lauter Stimme, um sich bemerkbar zu machen:

"He! Herr Fisch, dürfte ich Sie um eine Auskunft bitten?"

"Auch um zwei", antwortete der Fisch, der ein äußerst höflicher Delfin war, wie es in allen Meeren der Welt nur wenige gibt.

"Würden Sie mir den Gefallen tun, mir zu sagen, ob es auf dieser Insel hier Orte gibt, wo man essen kann, ohne selbst gegessen zu werden?"

"Gewiss gibt es welche!", antwortete der Delfin. "Du wirst sogar ganz in der Nähe einen finden."

"Welchen Weg müsste ich da einschlagen?"

"Jenen Seitenweg da, links, dann immer geradeaus der Nase nach. Du kannst gar nicht fehlgehen."

"Ach, sagen Sie mir doch noch etwas. Sie, der Sie Tag und Nacht im Meer spazieren schwimmen, sind Sie nicht vielleicht einer kleinen Barke begegnet, wo mein Vater darin war?"

"Wer ist denn dein Vater?"

"Das ist der beste Vater der Welt, wie ich der schlechteste Sohn bin, den es geben kann."

"Bei diesem Gewittersturm in der vergangenen Nacht", antwortete der Delfin, "wird die Barke wohl untergegangen sein."

"Und mein Vater?"

"Den wird jetzt jener schreckliche Haifisch verschlungen haben, der seit einigen Tagen hier auftaucht, um diesen Wassern Tod und Verzweiflung zu bringen."

"Ist dieser Haifisch sehr groß?", fragte Pinocchio, der vor Furcht schon zu zittern begann.

"Und ob er groß ist!", versetzte der Delfin. "Damit du dir einen Begriff machen kannst, will ich dir sagen, dass er größer als ein fünfstöckiges Haus ist und ein so breites und tiefes Maul hat, dass ein Eisenbahnzug mit dampfender Maschine bequem hindurchfahren könnte."

"O je!", rief der Hampelmann erschrocken, zog schleunigst seine Kleider wieder an, wand sich an den Delfin und sagte:

"Auf Wiedersehen, Herr Fisch, verzeihen Sie die Störung und haben Sie heißen Dank für Ihre Freundlichkeit."

Dann schlug er schnell den Se

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