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Podkin Einohr, Band 1: Der magische Dolch Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2019 von Larwood, Kieran (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.04.2018
  • Verlag: Ravensburger Verlag
eBook (ePUB)
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Podkin Einohr, Band 1: Der magische Dolch

Ein Kaninchen wird zur Legende - nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2019! Der Kaninchenjunge Podkin führt als Sohn des Stammesführers ein geruhsames und unbeschwertes Leben. Doch das ändert sich, als eines Tages böse Kaninchen auf der Suche nach einer magischen Waffe in den Bau eindringen und eine Welle der Verwüstung mit sich bringen. Podkin und seine beiden Geschwister können fliehen - und nehmen den Dolch Sternenklaue mit, das Heiligtum ihres Stammes. Podkin weiß, dass nun das Schicksal der Kaninchenwelt in seinen Pfoten liegt - denn eine große Schlacht gegen die Armee der Gorm-Krieger steht bevor ... Ein magisches Fantasy-Epos um ein tapferes Kaninchen, dessen Welt von einer dunklen Macht bedroht wird - für mutige Abenteurer ab 10 Jahren! Seit Kieran Larwood mit sechs Jahren den Hobbit gelesen hat, begeistert er sich für Geschichten und fürs Geschichtenerzählen. Er hat an der Universität Southampton Englische Literatur studiert und ist Lehrer an einer Grundschule. Mit seiner Familie lebt er auf der Isle of Wight, und seine Arbeit, seine Kinder und das Schreiben lassen ihm kaum genug Zeit zum Schlafen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 18.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473478880
    Verlag: Ravensburger Verlag
    Serie: Podkin Einohr 1
    Originaltitel: The Five Realms, Book 1: the Legend of Podkin One-Ear
    Größe: 4227 kBytes
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Podkin Einohr, Band 1: Der magische Dolch

Ein Barde zu Frostnachten

Knirsch, knirsch. Knirsch, knirsch, hallt es durch die nächtliche Stille. Schwere Schritte stapfen durch kniehohen Schnee.

Eine dicke weiße Decke liegt auf den Hängen der Hügel, die als Schroffhöhen bekannt sind. Das Mondlicht spielt darauf und lässt den Schnee glitzern, als hätte jemand die Landschaft mit Diamantstaub bestreut.

Das Weiß ist makellos und unberührt - abgesehen von der wie hingekritzelten Spur, die sich zwischen den bereiften Bäumen am Fuß der Hügel verliert.

Knirsch, knirsch. Knirsch, knirsch. Der da durch den Schnee stapft, geht gebeugt und stützt sich auf einen dicken Stock. Man könnte ihn für einen alten Mann halten - wäre es nicht viele Hundert Monde her, dass Menschen diese Gegend bevölkerten. Tritt näher, und du wirst erkennen, dass es sich um ein männliches Kaninchen handelt, das auf zwei Beinen geht wie einst die Menschen. Seine Ohren stecken unter der Kapuze eines schweren Lederumhangs, seine scharfen Augen spähen in die mitternächtliche Winterwelt hinaus.

In das dichte Fell auf seinem Gesicht und den Vorderläufen sind blaue Kringel und Muster eingefärbt, die ihn als Barden ausweisen. Einen reisenden Erzähler. Einen Wanderer, dessen einziges Gepäck aus ein paar abgetragenen Kleidungsstücken und den unzähligen Sagen und Geschichten in seinem Gedächtnis besteht: alten Geschichten, neuen Geschichten, verstümmelten und wieder ergänzten Geschichten. Allen Geschichten, die du je gehört hast, und vielen anderen, die noch darauf warten, erzählt zu werden.

Mach dir keine Sorgen, dass er bei dieser Kälte unterwegs ist. Dank seines Berufs ist er landauf, landab in jedem Bau willkommen. So ist es in den Fünf Ländern von Lanica Brauch und Gesetz, und wehe dem, der dagegen verstößt.

Knirsch, knirsch. Knirsch, knirsch, kämpft er sich voran. In der eisigen Luft bildet sein Atem kleine Wolken, und wenn du die Ohren spitzt, hörst du ihn bei jedem mühsamen Schritt vor sich hinschimpfen. Wenn du noch angestrengter lauschst, hörst du sogar die Holzperlen seiner Halsketten klickern und klackern und die Knochenschnitzereien und Taschen an seinem Gürtel dumpf aneinanderschlagen.

Er bewegt sich so zielstrebig, als würde er erwartet und wäre schon spät dran. Aber wo will er eigentlich hin? Ringsum erstreckt sich die bewaldete Schneelandschaft bis zum Horizont. Doch halt - er ist ja ein Kaninchen. Kaninchen leben in warmen, geschützten Bauen und Höhlen unter der Erde, wo ihnen Eis und Schnee nichts anhaben können.

Und ein solcher Bau ist sein Ziel. Er bahnt sich seinen Weg zwischen den Bäumen hindurch, bis er schließlich vor einem mächtigen, zweiflügeligen Tor anhält, das in die Flanke eines niedrigen Hügels eingelassen ist. Es ist das Tor zum Dornhag-Bau, und wenn man ihn dort nicht freudig empfängt, gibt es mächtig Ärger.

Bumm, bumm, bumm! Er schlägt mit dem Stock gegen das Eichenholz und wartet.

In früheren Zeiten, als Kaninchen noch kleine, verschreckte, ängstliche Geschöpfe waren, bestanden ihre Baue nur aus ein paar aneinandergereihten Höhlen und Gängen. Doch eine neue Zeit ist angebrochen, und jetzt erstrecken sich unter der Erde ganze Dörfer und Städte, die dem Blick verborgen sind.

Der Barde weiß, dass auch hinter diesem Tor Schlafkammern und Marktplätze liegen, Werkstätten, Heiligtümer, Bibliotheken, Vorratshöhlen, Speisekammern und mindestens zehn Küchen, die sämtliche Bewohner versorgen. Hier leben Krieger und Heiler, Diener, Köche, Schmiede und Weber, Schneider, Töpfer und Maler. Alte und Junge, Arme und Adlige - alle Schichten und Berufe hausen in den heimeligen, von Fackeln erleuchteten Unterkünften, die um den Mittelpunkt eines jeden Kaninchenbaus herum a

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