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Podkin Einohr, Band 3: Der Bogen des Schicksals von Larwood, Kieran (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2019
  • Verlag: Ravensburger Verlag
eBook (ePUB)
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Podkin Einohr, Band 3: Der Bogen des Schicksals

Einohr für alle, alle für Einohr! Der mutige Kaninchenjunge Podkin Einohr muss einen Weg finden, die bösen Gorm-Kaninchen endgültig zu besiegen. Da erfährt er von einer magischen Waffe: einem Bogen, dessen Pfeile nie ihr Ziel verfehlen. Mit einer solchen Waffe wären Podkin und seine Freunde unschlagbar! Entschlossen begeben sie sich auf eine abenteuerliche Suche - mitten ins Herz des düsteren Grimmwalds ... Band 3 des magischen Fantasy-Epos - für mutige Abenteurer ab 10 Jahren! Seit Kieran Larwood mit sechs Jahren den Hobbit gelesen hat, begeistert er sich für Geschichten und fürs Geschichtenerzählen. Er hat an der Universität Southampton Englische Literatur studiert und ist Lehrer an einer Grundschule. Mit seiner Familie lebt er auf der Isle of Wight, und seine Arbeit, seine Kinder und das Schreiben lassen ihm kaum genug Zeit zum Schlafen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 17.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473479399
    Verlag: Ravensburger Verlag
    Serie: Podkin Einohr 3
    Originaltitel: The Five Realms Book 3: The Beats of Grimheart
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Podkin Einohr, Band 3: Der Bogen des Schicksals

Der Tempel

Als Erstes nimmt der Barde wahr, dass er sanft hin und her geschaukelt wird. Allerdings wird er zwischendurch immer wieder mal tüchtig durchgeschüttelt. Er liegt auf dem Rücken und fühlt sich, als wäre sein Kopf mit Angorawolle ausgestopft.

Er hört Holz auf Holz knarzen und Klauen über harten Erdboden scharren. Außerdem dringen das Geraschel von Schilf, die Rufe von Sumpfvögeln (sind es Wasserhühner?) und das hohe Sirren von Mückenschwärmen an sein Ohr.

Dann bin ich wohl doch noch nicht tot , schießt es ihm durch den Kopf. Offenbar liege ich auf einem Karren und werde irgendwohin gebracht.

Und weil er auch einen Verdacht hat wohin, öffnet er blinzelnd ein Auge. Alles ist ein bisschen verschwommen, aber er erkennt Rauke - der Kaninchenjunge hockt neben ihm und hält sich an seinem Umhang fest -, außerdem die Seitenwände des Karrens, mehrere Gestalten, bei denen es sich um die Schädeltänzerinnen handeln muss, und über sich den weiten rosaroten Himmel. Die Sonne geht gerade unter.

"Du bist ja wach!", ruft Rauke aus und wirft sich vor lauter Begeisterung beinahe auf ihn.

"Geht's dir gut?", bringt der Barde mit schwerer Zunge heraus. "Haben sie dir was getan?"

"Nein, die Schwestern waren echt nett zu mir. Wir haben dich alle zusammen den Hügel runtergetragen, und dann haben sie einen Bauern dazu gebracht, uns seinen Karren auszuborgen. Ich glaube, er hat geweint, und vielleicht hat er sich auch in die Hose gemacht. Und jetzt fahren wir nach ..."

"... Geripping", beendet der Barde den Satz. Geripping - der Tempel der Schädeltänzerinnen. Kein Ort, den er immer schon mal sehen wollte. Die Schädeltänzerinnen haben ihn nur deswegen am Leben gelassen, weil sie ihn dort in aller Ruhe vom Diesseits ins Drüben befördern wollen.

Wie um seine Befürchtungen zu bestätigen, kommt im selben Augenblick eine von ihnen an und mustert ihn durch die Augenschlitze ihrer Maske.

"Warum habt ihr mir ein Schlafmittel eingeflößt?", fragt der Barde. "Ich wäre auch so mitgekommen, ohne mich zu wehren."

"Reine Vorsichtsmaßnahme", gibt die Schädeltänzerin zurück. "Es war schwer genug, dich zu finden."

"Meinen Lehrling habt ihr nicht eingeschläfert."

"Er ist ein guter Junge." Die Schädeltänzerin zupft Rauke spielerisch am Ohr, und er strahlt sie an.

Du kleiner Verräter! , denkt der Barde.

"Wir sind gleich da", sagt die Schädeltänzerin dann. "Versuch mal, dich aufzurichten."

Mit ihrer Unterstützung gelingt es dem Barden, sich hinzusetzen. Sein Kopf und sein Blick werden allmählich klarer, und er erkennt jetzt den ganzen Karren, den verstörten Bauern auf dem Kutschbock und die beiden braunen Ratten, die das Gefährt einen holprigen Feldweg entlangziehen. Rechts und links des Weges erstreckt sich eine sumpfige Landschaft, und vor ihnen erhebt sich ein gewaltiger, lang gestreckter Felsen, dessen Oberseite so zerklüftet ist, dass man an das Gerippe eines toten Ungeheuers denkt. Unter diesem Felsen, das weiß der Barde, wohnen und trainieren die Schädeltänzerinnen seit Jahrhunderten und dienen ihrer Göttin. Der bloße Anblick lässt ihn vor Furcht erstarren.

Aber er reißt sich zusammen. "Jetzt, wo ihr mich gefangen genommen habt, könnt ihr mir doch verraten, wer euch dafür bezahlt hat, dass ihr mich umbringt. Ich habe zwar schon eine Ahnung, aber ich würde gern sichergehen."

"Das findest du noch früh genug heraus", entgegnet die Schädeltänzerin knapp und gesellt sich wieder zu ihren Schwestern. Dem Barden bleibt nichts anderes übrig, als zuzuschauen, wie Geripping näher und näher kommt.

Sie fahren bis vors Tor und steigen dann ab. Der verängstigte Bauer lässt seine Ratten sofort davongaloppieren. Als Rauke und der Barde wieder auf festem Boden stehen, verschlägt ihnen der Anblick der zwei riesigen Figuren, die zu beiden Seiten des Eingangs aus

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