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Poppy Pym und der gestohlene Rubin von Wood, Laura (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.02.2016
  • Verlag: Egmont Schneiderbuch
eBook (ePUB)
8,99 €
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Poppy Pym und der gestohlene Rubin

Willkommen in Poppys Welt! Hier gibt es Zuckerwatte und Popcorn zum Frühstück, einen zahmen Löwen namens Butterblume als besten Freund und Jonglieren und Seiltanz als Lieblingsfächer. So sieht Poppys Zirkusleben aus - bis kurz vor ihrem zwölften Geburtstag. Da nämlich kommt sie aufs Internat. Dort sorgt nicht nur Poppy, sondern auch eine ägyptische Ausstellung für Trubel. Denn auf einem geheimnisvollen Rubin soll ein böser Fluch lasten. Und mit einem Mal ist dieser Rubin auch noch wie vom Erdboden verschluckt! Poppy und ihre neuen Freunde wittern ein spannendes Abenteuer ...

Laura Wood ist die Gewinnerin des 'Montegrappa Scholastic Prize for New Children's Writing'. Sie setzte sich im Wettbewerb gegen mehr als tausend Autoren durch. Die ehemalige Kinderbuchhändlerin weiß ganz genau, womit sie ihre kleinen Leser in Bann zieht, und hat mit 'Poppy Pym' ein sensationelles Erstlingswerk erschaffen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 04.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783505138058
    Verlag: Egmont Schneiderbuch
    Serie: Poppy Pym Tl.1
    Originaltitel: Poppy Pym and the Pharao's Curse
    Größe: 4890 kBytes
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Poppy Pym und der gestohlene Rubin

"Was du brauchst, Poppy, ist ein bisschen mehr Stabilität, eine richtige Struktur ", rief Madame Pym und klatschte in die Hände, während wir etwa zehn Meter über dem Boden kopfüber am Trapez hingen. Dann verlagerte sie das Gewicht, und ihr krauses schwarzes Haar knisterte und stand vom Kopf ab, als hätte sie gerade in eine Steckdose gegriffen. Meine mausbraunen Zöpfe dagegen hingen schnurgerade hinunter wie zwei Kletter seile. Wütend kniff ich die Lippen zusammen. Darüber wollte ich nun wirklich nicht schon wieder sprechen.

"Du musst mehr Zeit mit Gleichaltrigen verbringen. Du solltest eine normale Schule besuchen und endlich auch mal normale Sachen lernen - Sachen, die für eine Elfjährige wichtig sind", fuhr Madame Pym fort.

Ich stieß einen lauten Seufzer aus, den ich von den Zehen bis hinunter in die Haarspitzen spüren konnte. "Ich lerne normale Sachen", entgegnete ich säuerlich, hob eine Hand und kratzte mich am Knie. Ich wollte ihr gerade erzählen, dass Chuckles, der Clown, mir erst am Morgen eine Lehrstunde in der altehrwürdigen Kunst der Pantomime und ihrer wehmütigen Wirkung gehalten hatte, als Pym mir prompt wieder ins Wort fiel.

"Da siehst du es! Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass so etwas als Geschichtsunterricht durchgeht? Du bist fast zwölf, und was wir dir hier im Zirkus beibringen können, hat nun mal Grenzen. Es wird Zeit, dass wir ernsthaft über eine Schule nachdenken."

So ging diese Geschichte los. Ich habe noch nie im Leben eine echte Geschichte aufgeschrieben, aber ich denke mal, dass der Beginn eine ziemlich gute Stelle ist, um damit anzufangen. Allerdings muss ich wohl gleich dazu sagen, dass dies hier eine ziemlich chaotische Geschichte wird, in der vieles verkehrt herum passiert. In den meisten Büchern, die ich gelesen habe, laufen Kinder aus der Schule weg und schließen sich dem Zirkus an, nicht umgekehrt. Womöglich denkst du jetzt, dass diese Zirkusszene besser ans Ende der Geschichte statt an den Anfang passen würde. Aber Geschichten können sein wie Würmer: Manchmal weiß man einfach nicht, wo vorne und wo hinten ist. Außerdem ist das hier meine Geschichte, und wenn du sie dir anders vorgestellt hast, dann schreib deinen Anfang einfach oben an den Rand. Darum kann ich mich nicht auch noch kümmern. Es ist nämlich gar nicht so einfach, Schriftstellerin zu sein.

Gehen wir also zurück zum Beginn des Anfangs, und dann erzähle ich dir etwas über Madame Pyms Spektakulären Wanderzirkus und den Tag, als dort ein wunderhübsches, hinreißendes Baby gefunden wurde.

In jener schicksalsträchtigen Nacht war die ganze Zirkusmannschaft wie meistens im großen Zirkuszelt mit Proben beschäftigt, nachdem das Publikum nach Hause gegangen war. Der Mirakulöse Marvin, ein wirklich herausragender Zauberkünstler, beugte sich über seinen schwarz schimmernden Zylinder und steckte den Arm ganz tief hinein, tastete kurz darin herum und zog dann ein ziemlich schlecht gelauntes Huhn daraus hervor.

"Och, Marvin, nicht schon wieder", seufzte seine Ehefrau und Assistentin Doris. "Bald müssen wir den Hühnerstall vergrößern."

Das schlecht gelaunte Huhn schüttelte die zerzausten Federn aus, wackelte davon und gackerte beleidigt, um allen deutlich mitzuteilen, dass es nur ungern aus einem Zylinder gezogen werden wollte - vielen Dank auch.

"Moment", sagte Marvin langsam. Sein Arm steckte immer noch in seinem Hut. "Da liegt noch etwas anderes drin, etwas ... Größeres ..."

"Du liebe Güte", sagte Doris. "Hoffentlich kein Truthahn, die machen so viel Lärm!"

Marvin beugte sich über den Hut und warf einen Blick hinein. "Nein, ich glaube nicht ..." Er sprach nicht weiter, sondern steckte stattdessen auch noch den zweiten Arm hinein und beugte sich dann ein Stückchen vor, bis sein gesamter Oberkörper in dem Hut verschwunden war. "Herr im Himmel", kam es gedämpft aus den Tiefen des Zylinders, und

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