text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Private - Eine von euch von Brian, Kate (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.09.2018
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)

9,99 €

4,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Private - Eine von euch

Tradition, Ehre, Elite - und dunkle Geheimnisse hinter efeubewachsenen Mauern ...
Als die 15-jährige Reed Brennan einen Platz an der elitären Easton-Academy ergattert, erhofft sie sich eine goldene Zukunft. Doch ihr Schicksal liegt in den Händen der Billings-Girls: reich, schön, intelligent, selbstbewusst - und die vier mächtigsten Mädchen der Highschool. Reed setzt alles daran, um in ihren exklusiven Zirkel aufgenommen zu werden. Doch hinter ihren Designer-Sonnenbrillen verbergen die Billings-Girls dunkle Geheimnisse und machen Reed das Leben schwer. Die neue Highschool würde zur Hölle, wäre da nicht der attraktive Thomas ...

Kate Brian hat einen Bachelor-Abschluss in Englischer Literatur und Journalismus an der Rutgers Universität gemacht und arbeitete vier Jahre als Lektorin, bevor sie mit ihrer Private-Serie die New York Times- und USA Today-Bestsellerlisten stürmte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 10.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641214081
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Serie: cbt Taschenbücher .31210
    Originaltitel: Private #1
Weiterlesen weniger lesen

Private - Eine von euch

Wo die Schönheit zu Hause ist

Wo ich herkomme, ist alles grau. Die nichtssagenden kas tenförmigen Einkaufszentren. Das Wasser im See des Stadtzentrums. Selbst das Sonnenlicht hat dort etwas Trübes. Frühling gibt es bei uns kaum und Herbst schon gar nicht. Bereits früh im September fällt das Laub von den kränklichen Bäumen, sodass es gar nicht mehr die Möglichkeit hat, seine Farbe zu verändern, und landet in den Dachschindeln der Standardhäuser, bei denen das eine vom anderen nicht zu unterscheiden ist.

Wer in Croton, Pennsylvania etwas Schönes sehen will, muss sich in sein neun Quadratmeter großes Schlafzimmer seines langweiligen Reihenhauses setzen und die Augen schließen. Und dann der Fantasie freien Lauf lassen! Manche Mädchen stellen sich vor, wie sie mit ihrem Freund, einem Filmstar, unter Blitzlichtgewitter über den roten Teppich gehen. Andere ziehen eher die Prinzessinnen-Nummer ab und beschwören Diamanten, Diademe und Prinzen auf weißen Rössern herauf. Ich aber dachte während meines gesamten neunten Schuljahrs immer nur an eines: die Easton Academy.

Wie ich letztendlich dorthin kam, an den Ort meiner kühnsten Tagträume, während meine ehemaligen Klassenkameraden an die dumpfe, trostlose Croton High wechselten, ist mir bis heute noch nicht ganz klar. Vermutlich habe ich das meinem Talent für Fußball und Lacrosse zu verdanken, meinen Noten, der euphorischen Empfehlung der temperamentvollen Easton-Absolventin Felicia Reynolds (die coole Ex meines Bruders Scott) und höchstwahrscheinlich auch ein wenig der Bettelei meines Vaters. Doch das war mir in diesem Moment egal. Ich war da, und es war genau so, wie ich es mir erträumt hatte.

Als mein Vater mit unserem zerbeulten Kleinwagen durch die sonnigen Straßen von Easton, Connecticut fuhr, musste ich mich zwingen, meine Nase nicht gegen die mit Hundesabber beschmierte Fensterscheibe zu pressen. An den Geschäften hingen bunte Stoffmarkisen und die Fenster glänzten sauber. Die Straßenlaternen waren zwar von d er altmodischen Sorte, die früher einmal von einem Typ en auf einem Pferd, der eine Fackel mit sich rumschleppte, en tfacht wurden, funktionierten heute allerdings elektrisc h. Von den Laternen hingen Topfpflanzen, deren knallrote Blüten leuchteten und die noch von der letzten Wässerung mit dem Gartenschlauch tropften.

Sogar die Gehwege waren schön: sauber, aus Pflastersteinen und von riesigen Eichen gesäumt. Im Schatten dieser Bäume traten zwei Mädchen in meinem Alter plaudernd aus einer Boutique namens "Ein Hauch von Nichts" und schwenkten ihre durchsichtigen Einkaufstüten voller ordentlich gefalteter Pullover und Röcke. Obwohl ich mich in meiner abgetragenen Lee-Jeans und meinem blauen T-Shirt deplatziert fühlte, gab es keinen anderen Ort, an dem ich lieber leben wollte als hier in Easton. Es war einfach unfassbar, dass mein Traum bald in Erfüllung gehen sollte. Ein warmes Gefühl breitete sich in meiner Brust aus. Ein Gefühl, das ich in den Jahren seit dem Unfall meiner Mutter immer seltener gespürt hatte. Ein vages Gefühl von Hoffnung.

Die Easton Academy ist über eine schmale zweispurige Straße erreichbar, die sich von der Stadt die Hügel hinaufwindet. Ein kleines Holzschild auf einem Steinsockel markiert den Eingang zur Schule. EASTON ACADEMY GEGRÜNDET 1858 steht dort in verblasster Schrift. Das Schild wird vom untersten Ast einer Birke verdeckt, wie um auszudrücken, dass derjenige, der hierher gehört, den Weg ja kennt und allen anderen nicht unbedingt geholfen werden muss.

Mein Vater lenkte das Auto durch den Torbogen aus Backstein und Eisenbeschlägen und ich war verzaubert. Hin und weg. Rote Backsteingebäude mit Schindeldächern und Türmen, die mit sämtlichen ihrer angestaubten Winkel und Ecken Tradition und Stolz verströmten. Uralte, verwitterte, gewölbte Eingänge, dicke, an Eisenscharnieren befestigte Holztüren, Kopfsteinpflasterwege, die von hübschen Blumenb

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen