text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Protect the Prince Die Splitterkrone 2 von Estep, Jennifer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.10.2020
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
14,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Protect the Prince

Everleigh Blair ist die neue Königin von Bellona, doch ihre Probleme fangen gerade erst an: Täglich muss sie sich mit arroganten Adligen am Hof auseinandersetzen, die ihre Hände insgeheim nach der Krone ausstrecken. Als wäre das nicht schlimm genug, versucht ein Auftragsmörder, Evie in ihrem Thronsaal zu töten. Evie fragt sich, ob sie stark genug ist, um ihrer Rolle als Winterkönigin gerecht zu werden. Während sie darum kämpft, ihre Magie, ihr Leben und ihre Krone zu sichern, verliert sie auch noch ihr Herz an Lucas Sullivan, den unehelichen Sohn des andvarischen Königs ... Und es stellt sich heraus, dass es nur eine Sache gibt, die noch schwieriger ist, als eine Königin zu töten: Einen Prinzen zu beschützen.

Jennifer Estep ist SPIEGEL-Bestsellerautorin und lebt in Tennessee. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab. Bei Piper erscheinen ihre Young-Adult-Serien um die 'Mythos Academy', 'Mythos Academy Colorado', 'Black Blade' und 'Die Splitterkrone' sowie die Urban-Fantasy-Reihen 'Elemental Assassin' und 'Bigtime'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 05.10.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492997669
    Verlag: Piper Verlag
    Originaltitel: Protect the Prince
    Größe: 3223 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Protect the Prince

1

Der Tag des ersten Mordanschlags begann wie jeder andere Tag auch.

Damit, dass ich mich auf einen Kampf vorbereitete.

Ich saß steif auf einem Stuhl vor dem Schminktisch, der die gesamte Ecke des Raums ausfüllte. Der rechteckige lange Tisch bestand aus tiefschwarzem Ebenholz und wies jede Menge Schubladen und Fächer auf, zusammen mit Knäufen aus Kristall, die glitzerten wie spöttische Augen.

Die Morgensonne glitt an den weißen Spitzenvorhängen vorbei und erhellte die Tischplatte, die mit Schnitzereien von Gladiatoren verziert war, die Schwerter, Schilde und Dolche in Händen hielten. Ich betrachtete die Figuren, in die teilweise auch Metall eingelassen war, zusammen mit winzigen Juwelen. Sie schienen mich anzustarren und zu verhöhnen, als wüssten sie, dass ich nicht hier sein sollte.

Ich beugte mich vor und ließ die Fingerspitze über die Schnitzereien gleiten, verzog das Gesicht, als sich die metallenen Spitzen der Waffen und die scharfen Facetten der Juwelenaugen in meine Haut gruben. Ich fragte mich, wie viele andere Frauen hier gesessen und genau dasselbe getan hatten. Dutzende, wenn nicht mehr. Außerdem fragte ich mich, ob sie sich genauso unwohl gefühlt hatten wie ich.

Wahrscheinlich nicht.

Schließlich waren dieser Tisch und die anderen Möbel in diesen Räumlichkeiten ihr Geburtsrecht gewesen, durch Generationen weitervererbt von Mutter auf Tochter. Die Frauen, die vor mir gekommen waren, waren nicht so in die Lage gestolpert, wie es bei mir der Fall war.

Jemand räusperte sich leise, also richtete ich mich wieder auf. Finger machten sich an mir zu schaffen, zogen meine Ärmel zurecht, glätteten mein Haar und trugen sogar Farbe auf meine Lippen auf. Eine Minute später verschwanden die Finger und ich hob den Blick zu dem halbrunden Spiegel, der sich auf dem Tisch erhob wie die Gladiatorenarenen aus der Stadtsilhouette von Svalin.

Auch der Rahmen des Spiegels war mit Schnitzereien verziert. Gargoyles mit Augen aus Saphiren und gebogenen silbernen Hörnern standen Strixen gegenüber, falkenähnlichen Vögeln mit onyxfarbenen Federn, die in metallischem Amethystblau glänzten. Die Kreaturen sahen aus, als wollten sie jeden Moment aus dem Holz springen, sich in die Luft erheben und sich aufeinanderstürzen, genau wie es bei den Gladiatoren auf dem Tisch der Fall war. Ein einzelner perlweißer Caladrius mit Augen aus Zährenstein zierte den höchsten Punkt des Spiegels. Das eulenähnliche Vögelchen schien auf die anderen Kreaturen hinabzublicken, mich eingeschlossen.

Wieder räusperte sich jemand. Ich seufzte und konzentrierte mich endlich auf mein Spiegelbild.

Schwarzes Haar, graublaue Augen, fahles, angespanntes Gesicht. Ich sah aus wie immer, abgesehen von einem bemerkenswerten Unterschied - der Krone auf meinem Kopf.

Mein Blick blieb an dem silbernen Band hängen, das dünn und überraschend schlicht war, abgesehen von den kleinen mitternachtsblauen Zährensteinstücken, die in die Mitte eingefügt waren. Die sieben Zährensteinsplitter formten zusammen eine Krone, als wäre das silberne Band allein nicht genug, um zu verdeutlichen, wer ich nun war.

Aber das war nicht das einzige Geschmeide, das ich trug.

Mit der linken Hand berührte ich das Armband, das mein rechtes Handgelenk umschloss. Es bestand aus gebogenem Silber, geformt wie scharfe Dornen, die sich um die elegante Krone inmitten des Schmuckstücks schlossen und sie beschützten. Die Krone in dem Armband bestand ebenfalls aus sieben Zährensteinsplittern, doch sie enthielt etwas, das die Krone auf meinem Kopf nicht besaß.

Magie.

Wie andere Juwelen konnte auch Zährenstein Magie aufnehmen, speichern und ablenken. Aber er bot zusätzlich noch die besondere Eigenschaft, Schutz vor Magie zu bieten. Er konnte sie abwehren, wie ein Schild einen Gladiator in der Arena beschützen konnte. Jeder mitternachtsblaue Splitter in meinem Armband war mit kalter, harter Macht gefü

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen