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Rayne - Die Macht der Schatten von Crane, Rachel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.03.2019
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Rayne - Die Macht der Schatten

Wenn der Schweifstern die Nacht erhellt, wird sich die Finsternis erheben ... Als Tochter des Königs kennt Rayne keine Sorgen. Doch dann fällt ihre Mutter nach einem Angriff in einen todesähnlichen Schlaf und nicht einmal Raynes Magie kann ihr helfen. Schnell muss Rayne erkennen, dass die Angreifer nun hinter ihr her sind - dunkle Kreaturen, die vor nichts zurückschrecken, um an ihr Ziel zu gelangen. Nur mithilfe von Skandar, dem in Ungnade gefallenen Bruder ihres Verlobten, gelingt ihr die Flucht. Als klar wird, dass der Gegner weit mächtiger ist, als Rayne für möglich gehalten hätte, muss sie sich entscheiden: Setzt sie das Königreich und das Leben ihrer Mutter aufs Spiel oder vertraut sie einem Mörder und nimmt an Skandars Seite den Kampf gegen die Schatten auf? Rachel Crane ist das Pseudonym einer bekannten Autorin. Nach zwei kaufmännischen Ausbildungen, einem Fachwirt und beinahe einem Jahrzehnt bei einer Bank, entdeckte sie das Schreiben für sich. Und obwohl das inzwischen 15 Jahre her ist, hat es sie noch immer nicht losgelassen. Die Autorin lebt und arbeitet in München.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 11.03.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641204174
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Serie: cbt Taschenbücher 31157
    Größe: 3460 kBytes
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Rayne - Die Macht der Schatten

P ROLOG

R issa Fjal'Har, die Königin von Tharennia, stand auf dem Südturm und blickte auf die nächtliche See hinaus. Zu ihrer Rechten lag Naranor, die bunte und pulsierende Stadt, die sich vom Hafen die Klippen hinauf bis zur Königsburg zog und die seit mehr als zwei Jahrzehnten ihr Zuhause war. Sie liebte die Stadt und die Burg, der Südturm jedoch war von Anfang an ein besonderer Ort gewesen. Er erinnerte sie an den Turm in jener Passfestung, in der sie und Elathar vor vielen Jahren Zuflucht gefunden hatten. Elathar war damals der Einzige gewesen, der es gewagt hatte, dem Thronräuber Falinn die Stirn zu bieten. Monatelang hatten sie sich in der alten Festung verborgen und all jenen Zuflucht gewährt, die vor Falinn und seinen Seelenlosen auf der Flucht gewesen waren. Innerhalb der überfüllten Festungsmauern war der halb verfallene Turm der einzige Ort gewesen, an dem Elathar und sie Ruhe gefunden hatten.

Falinn war längst besiegt und sie und Elathar seit Langem vermählt, doch noch immer genossen sie es, einen Platz nur für sich zu haben. Wann immer es möglich war, kamen sie nach Einbruch der Dunkelheit hierher, besprachen die Ereignisse des Tages oder genossen gemeinsam die Stille, die sonst so schwer zu finden war.

Heute würde Elathar nicht kommen. Er war im Morgengrauen mit seinen alten Freunden Dainn und Beolan zu einem Jagdausflug in den Königswald aufgebrochen. Natürlich war ein Trupp Wachen bei ihnen, etwas anderes würden Dainn und Beolan, die als Kommandanten der königlichen Garde für Elathars Sicherheit verantwortlich waren, gar nicht zulassen. Während der Stunden im Wald jedoch würden die Krieger unsichtbar bleiben. Nah genug, um bei Gefahr jederzeit zur Stelle zu sein, aber weit genug entfernt, um nicht zu stören. Elathar und seine Gefährten würden die Nacht im Wald verbringen und erst am nächsten Morgen zurückkehren. Rissa gönnte ihrem Gemahl diese wenigen Stunden abseits aller Pflichten von Herzen.

So viele Jahre war alles ruhig geblieben. Nach Falinns Sturz hatte Rissa zusammen mit Lyanna und Garri in der Stadt ein Haus der Heilung aufgebaut. Eine Weile hatte sie geholfen, die Kranken und Verletzten zu versorgen, doch nach Elathars Krönung und ihrer beider Vermählung war es komplizierter geworden. Anfangs war sie, ungeachtet ihres Ranges, weiterhin gekommen, um zu helfen. Die Wachen jedoch, die ihrer Königin auf Schritt und Tritt folgten, waren ständig im Weg gewesen, sodass Rissa bald das Gefühl hatte, mit ihrer Anwesenheit mehr zu stören, als zu helfen. Sie hatte mit Elathar darüber gesprochen und versucht, ihn dazu zu bewegen, auf die Wachen zu verzichten oder sich wenigstens auf einen oder zwei Krieger zu beschränken, doch ihr Gemahl hatte sich nicht erweichen lassen.

Noch vor seiner Krönung hatte Elathar das Verbot der Zauberei aufgehoben und verkündet, dass Rissas Magie nicht gefährlich war. Er ließ alle wissen, dass es ihnen ohne sie nicht möglich gewesen wäre, Falinns durch Zauberwerk erschaffene Armee zu besiegen. Rissas Gabe war anders als jene Magie, die vor langer Zeit verboten, verfolgt und nahezu ausgerottet worden war. Trotzdem fürchtete Elathar, jemand könne Rissa aus altem Hass oder tief verwurzelter Angst heraus angreifen.

Um nicht länger im Haus der Heilung zu stören, hatte sich Rissa eine andere Aufgabe gesucht. Sie hatte Boten ausgesandt, die überall im Land nach Zauberern suchen und sie bitten sollten, zu ihr nach Tharennia zu kommen. Während sie wartete, hatte sie sich - begleitet von ihren Wachen - unter das Volk begeben, um den Menschen begreiflich zu machen, dass Magie nicht länger etwas war, das sie fürchten mussten. Mit der Zeit war es ihr gelungen, das Vertrauen der Leute zu gewinnen und ihnen die Angst zu nehmen. Händler und Reisende begannen, ihre Botschaft überall im Königreich zu verbreiten.

Je weiter die Angst der Menschen schwand, desto häufiger wurde Rissa um Hilfe gebeten, wenn Magie zu Prob

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