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RIVERDALE - Der Cheerleader-Mord von Ostow, Micol (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.08.2020
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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RIVERDALE - Der Cheerleader-Mord

Eine exklusive Hintergrundsgeschichte zu dem Serienhit RIVERDALE
Betty, Veronica, Cheryl und die River Vixens fahren gemeinsam zu einem Cheerleader-Retreat. Archie, Jughead und die anderen Jungs beschließen daher, einen Pokerabend zu veranstalten. Doch ein Sturm verursacht einen Stromausfall und die Kneipe schaltet auf Notbeleuchtung. Als die Lichter wieder angehen ist der gesamte Wetteinsatz verschwunden. Unterdessen treffen die Mädchen im Cheerleader-Camp ein. Dort behauptet das Team aus der Stonewall Prep Higschool, die Greendale-Mädchen wären der Grund dafür, dass eines ihrer Mitglieder vor zwei Jahren spurlos verschwand. Betty und Veronica beginnen, auf eigene Faust zu ermitteln ...
Eine brandneue, exklusive Hintergrundgeschichte zu dem Serienhit RIVERDALE!

Micol Ostow hat jüdische und puertoricanische Wurzeln und arbeitet als Lektorin und Schriftstellerin. Wenn sie eine Deadline einhalten muss, kommt sie mit sehr wenig Schlaf aus. Sie wohnt in New York und ist oft damit beschäftigt, Unmengen Kaffee, Käse und Schokolade zu konsumieren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 10.08.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641261115
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Serie: Riverdale 4
    Originaltitel: Riverdale 04
    Größe: 2620 kBytes
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RIVERDALE - Der Cheerleader-Mord

JUGHEAD

Riverdale ist eine Kleinstadt, der Inbegriff von »malerisch«. Auf den ersten Blick könnte man leicht glauben, dass das Leben hier nur aus heimeligem Charme, tief verwurzelten Traditionen und bodenständigen Werten besteht, was immer das auch bedeuten mag. Aber wer diesen Ort kennt, weiß, wie sehr der erste Eindruck täuschen kann. Er gehört weniger in die Kategorie typisch amerikanisches Idyll als in die Sparte Schauerliteratur. Zumindest kommt das der Wahrheit ein gutes Stück näher. Und was wir inzwischen außerdem mit unerschütterlicher Gewissheit wissen? Diese Stadt gönnt ihren sprichwörtlichen müden Kriegern keine Pause, ja, noch nicht mal eine Sekunde zum Durchatmen.

Und noch so ein Sprichwort, das wir alle nur zu gut kennen? »Nichts Goldenes bleibt.«

Ich habe Die Outsider seit der Mittelstufe nicht mehr gelesen, aber die Bedeutung dieses treffenden Zitats war mir nie bewusster als in jenem Herbst, in dem unser Abschlussjahr an der Riverdale High begann. Es ist wahr: Nichts Goldenes kann bleiben. Das tut es nie. Und nirgendwo entsprach diese Tatsache mehr der Wahrheit als in unserer trügerischen kleinen Stadt, in der die einzige Konstante die permanente Veränderung war - und das einzig Zuverlässige die ständige Ungewissheit und das allgegenwärtige Chaos.

Einige Philosophen können den Wert von Veränderungen gar nicht genug preisen und verkünden laut, dass wir als Spezies gerade durch diese Instabilität erst gezwungen sind, uns weiterzuentwickeln. Doch in unserem nicht ganz so verschlafenen Nest ging es den Hauptinitiatoren dieser Veränderungen weniger um Werte als vielmehr um ...

Na ja, spontan fallen mir die sieben Todsünden ein.

Dieser ewige Strom der Veränderung ergoss sich selbst über die banalsten Aspekte unseres Lebens in Riverdale. Erstes typisches Beispiel: Tatsächlich ging ich gar nicht auf die Riverdale High. Nicht mehr.

Für mein Abschlussjahr hatte ich meiner alten Highschool, begleitet vom lauten Dröhnen des Motors und einer dichten Rauchwolke aus dem Auspuff, auf meinem Motorrad den Rücken gekehrt und war aus der Stadt gerauscht, zur kleinen, aber feinen Stonewall Prep Boarding School. Eine Entwicklung, die man - vorsichtig ausgedrückt - als unerwartet bezeichnen könnte.

Als ich Riverdale zum letzten Mal verlassen hatte, hatte ich es nur widerwillig getan. Ich war dazu gezwungen gewesen. Damals hatte man mich in eine Pflegefamilie gesteckt und in die Southside High verfrachtet. Fairerweise muss ich jedoch zugeben, dass die ganze Erfahrung am Ende gar nicht so furchtbar war. In der Southside fand ich einen Ort, an dem ich von meinen Leuten umgeben war - den Serpents. Und zum allerersten Mal in meinem Leben erlaubte ich es mir, das Vermächtnis zu erfüllen, das mich mit ihnen verband. Und in jüngster Vergangenheit ist unsere Gang sogar noch gewachsen, dank einer informellen Allianz mit Toni Topaz' Pretty Poisons.

Diesmal war es jedoch meine eigene Entscheidung, die Riverdale High zu verlassen, auch wenn sie mir alles andere als leichtgefallen war - und einige Konsequenzen nach sich zog, erwartete wie unerwartete. Die Gelegenheit, mich auf der Stonewall einzuschreiben, hatte sich aus dem Nichts ergeben, aber wie den Sicherheitsbügel in einer Achterbahn hatte ich sie mit beiden Händen ergriffen und mich fest daran geklammert.

Denn durch die Aufnahme an der Stonewall hatte ich vielleicht die Chance, mein eigenes Vermächtnis zu hinterlassen, indem ich meinen Traum verfolgte, Schriftsteller zu werden. Diese Schule förderte meine literarischen Ambitionen und ermutigte mich, sie auch ernst zu nehmen. Es bereitete mir zwar beinahe körperliche Schmerzen, meine Freunde zu verlassen - ganz davon zu schweigen, was es für ein Gefühl war, von Betty getrennt zu sein -, aber es war ein wichtiger Schritt, wenn es um den viel größeren Plan ging. Es war

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