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Roter Zauber Band 2 von Black, Holly (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.04.2014
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Roter Zauber

Was geschieht, wenn alles, was du berührst, verflucht ist?
Verwandlungsmagier Cassel Sharpe will vor allem eines - Normalität. Nicht einfach, denn seine Familie ist eng mit dem Gangsterclan Zacharov verbunden. Cassel aber ist fest entschlossen, die Schulzeit mit seinen Freunden zu genießen und seine große Liebe Lila Zacharov zu vergessen. Keine Chance: Plötzlich ist Lila zurück und das FBI und die Zacharovs sind hinter Cassel her ...

Holly Black lebt mit ihrem Mann in Massachusetts. Seit sie 2002 den Roman "Elfentochter" veröffentlichte, der von der American Library Association als "Best Book for Young Adults" ausgezeichnet wurde, lebt sie als freischaffende Autorin. Zusammen mit dem Illustrator Tony DiTerlizzi ersann und schrieb sie die Bestseller-Kinderbuchreihe "Die Spiderwick-Geheimnisse". Holly Black schlägt die internationale Presse und ein riesiges Fanpublikum mit jedem neuen Roman in ihren Bann.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 14.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641109820
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Serie: The Curse Workers Bd.2
    Originaltitel: The Curse Worker's Trilogy 2 - Red Glove
    Größe: 855 kBytes
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Roter Zauber

ERSTES KAPITEL

ICH WEISS NICHT , OB ES TAG ODER Nacht ist, als das Mädchen gehen will. Ihr kurzes silbernes Kleid schwingt wie Lametta über ihre Oberschenkel, als sie die Tür des Hotelzimmers öffnet.

Ich kann mich kaum an ihren Namen erinnern.

" Also, du erzählst deinem Vater im Konsulat von mir?" Sie hat Lippenstift auf der Wange. Ich müsste es ihr sagen, aber mein Selbsthass ist so groß, dass ich sie auch nicht leiden kann.

" Mach ich", sage ich.

Mein Vater hat nie in einem Konsulat gearbeitet. Er zahlt keine hunderttausend Dollar dafür, dass Mädchen wie sie auf eine Goodwill-Tour nach Europa gehen. Ich bin kein Talentscout für America's Next Top Model . Mein Onkel ist nicht der Manager von U2. Ich habe keine Hotelkette geerbt. Auf den Ländereien meiner Familie in Tansania gibt es keine Goldminen. Ich war noch nicht mal in Tansania. Das sind nur einige Beispiele für die vielen Geschichten, die sich meine Mutter den Sommer über für eine Reihe blonder Mädchen ausgedacht hat. Sie sollen dafür sorgen, dass ich Lila vergesse.

Es klappt nicht.

Ich starre unverwandt an die Zimmerdecke, bis ich höre, wie meine Mutter sich im Nebenzimmer rührt.

Mom ist vor zwei Monaten aus dem Gefängnis entlassen worden. Als das Schuljahr zu Ende war, sind wir nach Atlantic City gefahren, wo wir uns in Hotelzimmern einquartieren und auf diese so viel Essen und Trinken anschreiben, wie wir wollen. Wenn die Hotelleitung unangenehm wird und auf Bezahlung pocht, ziehen wir einfach ein paar Straßen weiter. Als Gefühlswerkerin hat Mom es nicht nötig, eine Kreditkarte an der Rezeption zu hinterlegen.

Sie öffnet die Verbindungstür.

" Liebling", sagt Mom, als wäre nichts dabei, dass ich in Boxershorts auf dem Fußboden liege. Wie gewohnt hat sie ihr schwarzes Haar zum Schlafen hochgesteckt und mit einem Schal umwickelt. Den Hotelbademantel aus dem letzten Hotel hat sie fest um ihre rundliche Taille gebunden. " Lust auf Frühstück?"

" Kaffee würde mir reichen. Ich mach den schon." Ich rappele mich auf und gehe zu dem Wasserkocher, den das Hotel gratis zur Verfügung stellt. Auf einem Plastiktablett stehen Kaffeepulver, Zucker und Milchweißer in Tütchen bereit.

" Wie oft soll ich dir noch sagen, dass es gefährlich ist, daraus zu trinken, Cassel? Jemand könnte Crystal Meth darin gekocht haben." Mom runzelt die Stirn. Die sonderbarsten Dinge beunruhigen sie. Kaffeekocher im Hotel. Handys. Aber normale Probleme, wie zum Beispiel die Polizei, lassen sie kalt. " Ich bestelle uns Kaffee aufs Zimmer."

" In der Küche könnten sie auch Crystal Meth kochen", sage ich, doch sie geht nicht darauf ein.

Mom verschwindet in ihrem Zimmer und hängt sich ans Telefon. Kurz darauf steht sie wieder in der Tür. " Ich habe dir Rührei und Toast bestellt. Und Orangensaft. Ich weiß, du hast keinen Hunger, aber du musst heute topfit sein. Ich habe ein neues Opfer gefunden." Sie lächelt so breit, dass ich in Versuchung gerate, mitzulächeln.

Typisch Mom.

Kaum zu glauben, aber es gibt Zeitschriften wie Millionaire Living oder New Jersey Millionaires , die Reportagen über alte Knacker bringen, die ihre Villen herzeigen und mit allem protzen, was sie haben. Keine Ahnung, wer die noch liest, aber meiner Mutter kommen sie wie gerufen - die reinsten Heiratsschwindler-Kataloge.

So hat sie Clyde Austin gefunden. Sein Porträt kommt direkt nach einer Reportage über den Fluchwerkerhasser Gouverneur Patton auf seinem Anwesen Drumthwacket. Glaubt man dem Artikel, konnte Austin trotz einer kürzlich überstandenen Scheidung seinen aufwendigen Lebensstil beibehalten, zu dem nicht nur ein Privatflugzeug gehört, sondern auch ein b

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