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Roxy Sauerteig Das 4. Obergeheimnis links. Band 1 von Reschke, Katharina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.11.2012
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Roxy Sauerteig

Roxy liebt Überraschungen und kribbelige Abenteuer. Und seit sie mit ihrer Mutter in das kanarienvogelgelbe Haus mit der delfinblauen Tür gezogen ist, klebt das Abenteuer geradezu in der Luft. Ein Stockwerk tiefer soll ein merkwürdiger Sammler leben, um den alle einen großen Bogen machen. Klar, dass Roxy ihm gleich einen Besuch abstattet - und dabei auf ein spannendes Geheimnis stößt. Eine fesselnde Detektivgeschichte mit vielen witzigen Illustrationen - für alle, die auf geheimnisvolle Ermittlungen stehen!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 221
    Erscheinungsdatum: 16.11.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838720067
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Roxy Sauerteig Bd.1
    Größe: 13820 kBytes
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Roxy Sauerteig

1. Kapitel
Das kanarienvogelgelbe Haus mit der delfinblauen Tür

Eigentlich sah die Ferdinand-Otto-Straße wie eine ganz gewöhnliche Straße aus. So wie sie in vielen Städten dieser Welt zu finden ist, nur dass sie eben in Berlin lag, ein wenig rechts oben von der Mitte und da am Rand. Am einen Ende sauste eine große Hauptstraße auf zwei Spuren vorbei, am anderen ruhte ein Park. Zwischendrin wurde sie von zwei Querstraßen durchkreuzt, die einfach nur quer lagen. Und alle paar Meter fand sich ein Abfalleimer, der, obwohl er nie geräumt wurde, meistens leer war. Dazwischen standen allerlei Bäume unterschiedlicher Herkunft, die sich gerne von einer vorbeifliegenden Windböe massieren ließen, jedoch meist nur einen stinkenden Hundehaufen vor die Füße bekamen.

An den Seiten der Ferdinand-Otto-Straße reihten sich von eins bis hundert meist fünfstöckige Häuser Wand an Wand, die sauber und pastellfarbig aufeinander abgestimmt waren. Nur das Haus mit der Nummer Drei fiel aus der Reihe. Es war kanarienvogelgelb und seine Eingangstür in Delfinblau gehalten. Das war schon ziemlich lange so, denn hier und da rollte bereits die Farbe von der Fassade ab und gab dem Haus das Aussehen eines vertrockneten Blätterteigs. Aber das allein war es noch nicht einmal. Auch sonst wirkte das Haus mit der Nummer Drei eigenwillig und besonders, wenn nicht gar geheimnisvoll. Das fand zumindest Roxy, die ihren Blick soeben an der gelben Fassade aufsteigen ließ und bemerkte, wie sich der Vorhang im vierten Stock bewegte. Ein Schatten verschwand dahinter.

"Da ist jemand ...", flüsterte sie.

Sogleich machte sich ein verheißungsvolles Kribbeln in ihr breit und sie kniff die Augen unter ihrer auf die Stirn geschobenen Taucherbrille zusammen. Doch der Schatten war weg und kam nicht wieder.

Roxy trug ihre Unterwasserbrille wie andere Menschen Mützen. An dem quietschgrünen Plastikding baumelte ein Schnorchel an der Seite und das Gummiband ließ ihre rote Mähne wie eine verwilderte Grasinsel in die Höhe sprießen. So komisch es vielleicht auch aussah, aber mit der Brille fühlte sich Roxy für jede Situation gewappnet. Die Scheibe auf ihrer Stirn sorgte nicht nur dafür, dass ihre kreuz und quer zischenden Gedanken stets beisammenblieben, sondern sie gab ihr auch ein Gefühl von Schutz und Sicherheit (ein bisschen Mut war auch dabei).

"Wir sind hier falsch. Das kann nicht sein!", rief ihre Mutter. "Dieser Mensch am Telefon hat mir eine exquisite Dachgeschosswohnung in vornehmster Lage versprochen. Nicht so ein heruntergekommenes ..." Frau Sauerteig mochte es gar nicht aussprechen und ihren Mund damit beschmutzen, so entsetzt war sie von dem kanarienvogelgelben Blätterteig mit der delfinblauen Tür. "Sofort zurück zum Wagen!", gab sie ihren Kommandoruf in Richtung der Möbelpacker ab, die startklar auf dem Bürgersteig standen. "Ich kläre das."

Eilig zückte sie aus ihrer weißen Handtasche, die farblich auf Kostüm und Schuhe abgestimmt war, ihr Telefon und wählte die Nummer des Wohnungsvermittlers.

Roxy blickte sich erschrocken zu ihr um. "Aber Mama, hier ist's doch schön!", widersprach sie.

Doch Frau Sauerteig hörte gar nicht mehr hin.

"Herr Möhrchen, hier Sauerteig. Amalie Benedikta Clementine Hortensie Sauerteig, geborene von Holzschuh. Sie wissen. - Wir sind soeben in Berlin angekommen. Nach einer wirklich höchst anstrengenden Reise. Immerhin kommen wir aus Paris. Und nun stehen wir vor diesem ... Haus . Das muss die falsche Adresse sein. Ich ..."

"Hier steht unser Name", rief Roxy. "Sauerteig!"

Begeistert wies sie auf das Klingelbrett. Über Heinrich, Lofing, Feudel, Rasedorn, Radke und Grindelmann standen sie. Ganz oben.

Frau Sauerteig wurde kalkbleich und ließ den Hörer sinken. So hatte sie sich das nicht vorgestellt.

"Guck mal, wie viele Leute hier wohnen. Die müssen wir alle kennenlernen!

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