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Roxy Sauerteig Gib Affen keinen Zucker!. Band 3 von Reschke, Katharina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.04.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Roxy Sauerteig

Roxy Sauerteig ist auf kribbelige Geheimnisse spezialisiert. Kein Wunder, dass sie als Erste den rätselhaften Besucher in der Nachbarwohnung bemerkt. Es ist Zauber Sabali. Der Junge mit dem eigenwilligen Namen ist den weiten Weg von Afrika nach Europa gereist, um seinen Affen Teri zurückzuholen - eine Meerkatze, die ihm von deutschen Forschern einfach weggenommen wurde. Zauber hatte gehofft, dass ihm Roxys Nachbar, der Umweltaktivist Hans Heinrich, helfen könnte. Aber der sitzt gerade selbst in der Klemme. 'Das schaffen wir auch alleine', verspricht Roxy dem Jungen, und ahnt nicht, was für ein Abenteuer sie damit ins Rollen bringt ... Ein neues Abenteuer mit Roxy Sauerteig - für alle, die auf geheimnisvolle Ermittlungen stehen!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 16.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732506439
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Roxy Sauerteig Bd.3
    Größe: 10109 kBytes
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Roxy Sauerteig

1. Kapitel
Rückkehr aus dem Gruselschloss

Soeben schob sich eine Wolke vor die Sommersonne, als ein rotes Auto in die Ferdinand-Otto-Straße bog und an ihrem Ende bremste. Genau vor dem kanarienvogelgelben Haus mit dem delfinblauen Eingang.

Ein hochgewachsener Mann in T-Shirt und Jeans stieg aus und öffnete die hintere Wagentür.

"Willkommen zu Hause", sagte er und wuschelte dem Mädchen, das sogleich von der Rückbank sprang, liebevoll durch ihre wilde rote Haarmähne.

Wie immer saß auf der Stirn von Roxy Sauerteig eine quietschgrüne Taucherbrille mit Schnorchel dran, und ihre Füße steckten in Gummistiefeln mit Krokodilgesichtern.

"Yeppie!", rief sie und hopste erfreut auf die Straße. "Endlich wieder zu Hause!"

Ihr Vater lachte amüsiert. "Na, dabei waren wir doch nur drei Nächte weg ..."

Tatsächlich kehrten sie ganze sieben Tage vor dem geplanten Abreisetag heim, denn Anna-Thusnelda von Krötenfuß hatte es in dem südfranzösischen "Gruselschloss" - wie sie es nannte - keinen Tag länger ausgehalten.

"Hier spukt es!", stand es für sie gleich nach der ersten Nacht fest. Ein Geist habe sie in ihrem Zimmer besucht und alle darin vorhandenen Stühle umgeworfen. "Ich hab's ganz genau gesehen!"

Während Roxy sofort bereit war, der Sache nachzugehen, weigerte sich Thussi jedoch, auch nur einen weiteren Schritt in dem Haus mit den siebenundzwanzig Zimmern zu tun. Stattdessen blieb sie in eine Decke gewickelt auf dem Sofa sitzen und ließ sich mit eimerweise heißer Schokolade bedienen. Stündlich rief sie dabei ihre Eltern an, die seit ein paar Monaten getrennt voneinander lebten, und erzählte ihnen, wie furchterregend der "olle Kasten" sei, auf den Roxys Großeltern aufpassten. "Ich will hier sooofort weg!"

Auch wenn Roxy und ihr Vater sehr wohl spürten, dass eigentlich etwas ganz anderes hinter Thussis Unwohlsein steckte, kamen sie ihrer Forderung natürlich umgehend nach.

Vor allem Roxy war gar nicht mal unfroh, dass ihr auf diese Weise bis zum baldigen Schulbeginn noch ein paar freie Tage in der Ferdinand-Otto-Straße blieben.

"Finger weg! Nicht die Dose anfassen!", schrie es nun hinter ihr, und sie sah gerade noch, wie Anna-Thusnelda Herrn Sauerteig auf die Hände schlug.

"Hey, immer mit der Ruhe, ich wollte dir ja nur aus dem Wagen helfen, o. k.?!", entgegnete der und zuckte erschrocken zurück.

Die ganze Rückfahrt über hatte das Krötenfuß-Mädchen die mitgenommene, französische Kakaodose fest umschlungen an ihre Brust gedrückt und kein Wort darüber verloren.

Fast wirkte es, als hätte sie in dem Metallgefäß eine hochexplosive Bombe versteckt, die sie im Schloss gefunden und nun sicher nach Hause transportieren wollte.

"Sie können mich gleich weiter zu meiner Mutter fahren, danke", ließ Thussi Roxys Vater mit spitzer Miene wissen und zog ihr Kinn dabei wie eine Königin nach oben. "Los!", setzte sie nach und machte eine Geste, dass er sich sputen solle.

Bernd Sauerteig schlug darauf mit einem Seufzer ihre Tür zu und verdrehte die Augen.

"Sag Mama, dass ich gleich nachkomme, ja?", bat er Roxy und schob sich genervt auf den Fahrersitz zurück.

"Mach ich, Papa. - Bis gleich."

Roxy musste grinsen. Nicht etwa aus Gehässigkeit, sondern einfach, weil sie froh war, dass endlich auch mal jemand anderes von Thussis höfischer Schnippischkeit etwas mitbekam. Denn Roxys Mutter - Amalie Benedikta Clementine Hortensie Sauerteig - hielt Roxy die Tochter ihrer Freundin immer nur als Musstdubeispiel vor.

"Roxanalein, du muuuusst dir ein Beispiel an der kleinen Thussi nehmen. Sie ist sooo ein wohlerzogenes, vornehmes Mädchen!"

M: Ein Musstdubeispiel ist ein Vorbild. Es ist so, wie andere wollen, dass du auch unbedingt sein musst.

Genau so stand es in

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