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Samurai 5: Der Ring des Wassers von Bradford, Chris (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2012
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
eBook (ePUB)
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Samurai 5: Der Ring des Wassers

EIN JUNGER ENGLÄNDER. GESTRANDET IN JAPAN.
AUSGEBILDET ZUM SAMURAI. JETZT BEGINNT DER KAMPF SEINES LEBENS.

Hinter ihm knackte ein Ast. Jack fuhr mit erhobenem Stock herum, bereit zuzuschlagen. Die stählerne Klinge eines schartigen Langschwerts blitzte im Mondlicht auf und im selben Moment trat ein furchterregender Krieger zwischen den Bäumen hervor.

Jack ist im fremdenfeindlichen Japan nicht mehr sicher, denn ein Kopfgeld wurde auf ihn ausgesetzt. Prompt läuft er einer Gruppe Samurais in die Arme und entgeht nur knapp der Verhaftung. Als er längst nicht mehr weiß, wem er noch trauen kann, lernt er den Samurai Ronin und die Diebin Hana kennen. Sie lehren ihn nicht nur wirkungsvolle Kampftechniken, sondern geben ihm auf einer waghalsigen Odyssee auch das Vertrauen in Freundschaft und Loyalität zurück.

Bevor Chris Bradford zu schreiben begann, arbeitete er als Berufsmusiker und Songwriter. Er trägt den Schwarzen Gürtel in Tai-jutsu, der geheimen Kampfkunst der Ninja, und beherrscht weitere asiatische Techniken wie Judo und Karate. Aus seiner Leidenschaft für die japanische Kultur entstand seine Abenteuer-Reihe 'Samurai'. Mit seiner Familie und den Katzen Tigger und Rabarber lebt er in einem kleinen Ort in den South Downs, England.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 01.08.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473384778
    Verlag: Ravensburger Buchverlag
    Serie: Samurai Bd.5
    Originaltitel: Young Samurai 5: The Ring of Water
    Größe: 784 kBytes
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Samurai 5: Der Ring des Wassers

2
Die Verhaftung

Unsicher schwankte Jack aus dem Stall. Draußen gaben seine Beine unter ihm nach und er fiel in den Morast. Eine Weile ließ er nur das kalte Regenwasser über sein Gesicht rinnen und wartete, bis er genügend Kraft hatte, es noch mal zu versuchen.

Der Stall grenzte an die Rückseite eines einfachen, einstöckigen Holzhauses mit einem Reetdach und Wänden aus Bambus. Das Haus hatte hinten eine Schiebetür. Jack fasste sie ins Auge, stand mühsam wieder auf, stolperte und fiel mehr oder weniger auf die Tür zu. Mit einem letzten Stolperschritt erreichte er sie und hielt sich erleichtert am Rahmen fest.

Warum bin ich so schwach?, überlegte er, während er verschnaufte.

Er schob die Tür auf und trat in die winzige Küche. Über einem Feuer kochte ein Topf mit Fisch-Nudelsuppe vor sich hin. Unmittelbar vor ihm befand sich eine zweite Tür mit einem in der Mitte geteilten Vorhang aus weißer Baumwolle. Er lugte durch den Spalt. Offenbar befand er sich in einem Teehaus am Rand der Straße. Der Boden war mit Strohmatten belegt und vor ihm stand ein Tresen mit grünem Tee und Reiswein. Dahinter kamen einige niedrige Holztischchen, ansonsten war der Raum unmöbliert. Nach einer Seite war er offen und nur durch einen großen Vorhang vor Wind und Wetter geschützt.

Am anderen Ende des Raums sah Jack einen mit einer Schürze bekleideten älteren Mann stehen. Offenbar war das der Besitzer und Wirt. Er war klein, hatte dürre Beine und schütteres Haar und redete erregt auf einen Gast ein, der einen ziemlich heruntergekommenen Eindruck machte. Er trug einen einfachen schwarzen Kimono, verziert mit einem Familienwappen in Form einer weißen Kamelienblüte, hatte einen struppigen Bart, wirre schwarze Haare und blutunterlaufene Augen. Auf dem Boden neben ihm lagen ein breitkrempiger Strohhut und zwei schartige Schwerter - eines davon lang, das andere kürzer. Zwar handelte es sich nicht um Jacks Schwerter, aber er kannte die Bedeutung eines solchen Schwertpaares: Ihr Besitzer bekleidete den Rang eines Samurai.

"Ihr müsst jetzt zahlen und gehen!", sagte der Wirt entschieden zu dem Gast. Doch der Art nach zu schließen, wie er die Hände knetete, hatte er Angst vor dem Samurai. Zu Recht. Die Samurai waren die herrschende Klasse Japans und es konnte den Alten leicht den Kopf kosten, wenn er einem ihrer Vertreter nicht den gebührenden Respekt zollte.

Der Samurai antwortete nicht und nahm nur verärgert einen Schluck aus seiner Tasse.

"Ich rufe sonst die Polizei", drohte der Wirt.

Der Samurai murmelte undeutlich vor sich hin und knallte eine Münze auf den Tisch.

"Das ... reicht leider nicht", sagte der Wirt mit aussetzender Stimme, denn sein Mut drohte ihn zu verlassen. "Ihr hattet seit gestern Abend drei Krüge Sake!"

Schnaubend suchte der Samurai in den Ärmeln seines Kimonos nach Geld. Zwei weitere Münzen kamen zum Vorschein, aber sie fielen ihm aus der Hand und rollten über den Boden.

Der Wirt sammelte sie hastig ein und wandte sich erneut an den Samurai. "Jetzt müsst Ihr gehen."

Der Samurai starrte ihn finster an. "Ich habe ... für den Sake bezahlt", lallte er und drückte einen Krug mit Reiswein an die Brust. "Und jetzt trinke ich ihn auch ... und zwar bis auf den letzten Tropfen."

Der Wirt fügte sich nur ungern, aber der mörderische Blick in den Augen des Samurai hielt ihn davon ab, weiter auf seiner Forderung zu beharren. Unter Andeutung einer Verbeugung zog er sich zurück und beeilte sich, den einzigen anderen Gast des Teehauses, einen schnurrbärtigen Mann mittleren Alters, zu bedienen.

Jack überlegte gerade, wie er den Wirt auf sich aufmerksam machen sollte, da hörte er jemanden erschrocken nach Luft schnappen. Ein Mädchen, kaum älter als vierzehn, war neben dem Tresen aufgetaucht und starrte ihn mit aufgerissenen Augen an. Sie hatte ein schmales Gesicht und schwarze, zu einem Knot

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