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Sankt Irgendwas Eine Klassenreise, auf der etwas schrecklich schiefgeht - genau beobachtet und meisterhaft erzählt! von Bach, Tamara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.07.2020
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Sankt Irgendwas

Ein beeindruckendes, ungewöhnliches Buch über die Schule und das Leben! Wer kann sich nicht an seine Klassenreisen erinnern, an ungerechte Lehrer und das Gefühl, diesen einen Moment für immer festhalten zu wollen? Auch in diesem Buch hat Tamara Bach genau beobachtet und meisterhaft erzählt. Es gelingt ihr, das Lebensgefühl der Jugendlichen einzufangen und uns als Leser direkt daran teilhaben zu lassen: authentisch, eindringlich und mit einer großen Portion Humor! Irgendetwas ist schrecklich schiefgegangen auf der Klassenfahrt der 10b. Das sagen zumindest die anderen. Und dass es deshalb heute Abend eine Klassenkonferenz mit ALLEN Eltern gibt. Aber keiner weiß, was genau passiert ist. Eine Art Machtkampf zwischen Schülern und Lehrern. Ob in dem Protokoll mehr steht? Und ob wirklich eine ganze Klasse von der Schule geschmissen werden kann? 'Ein Glücksfall' (FAZ) 'Eine literarische Bereicherung für Herz und Kopf.' (Almanach der Kinderliteratur)

Tamara Bach, in Limburg a. d. Lahn geboren, studierte in Berlin Englisch und Deutsch fürs Lehramt. Sie ist bereits vielfach ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur. Tamara Bach lebt und schreibt in Berlin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 30.07.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646933406
    Verlag: Carlsen Verlag GmbH
    Größe: 1082 kBytes
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Sankt Irgendwas

Dienstag, 12. 07.

8.00 Uhr: Frühstück

9.00 Uhr: Abfahrt nach Milno

10.30-16.00 Uhr: Wanderung (13.00 Uhr Picknick)

Referat: Paul/Karim/Svenja

16.30 Uhr: Abfahrt zur Herberge

18.00 Uhr: Ankunft

19.00 Uhr: Abendessen

20.30 Uhr: Vortrag im Gemeinschaftssaal

Protokollantin: Eliz (mit Ergänzungen von Katinka)

(nacherzählt, weil wir wandern waren, und beim Wandern kann man schlecht mitschreiben)

Um acht Uhr gab es Frühstück und um neun sind wir dann losgefahren. Draußen war es schon ein bisschen dunkelgräulich. Im Bus sind langsam alle wach geworden. Der Kaffee hier schmeckt angeblich nicht, was ich nicht bestätigen kann, weil ich keinen Kaffee trinke. Der ist echt schlecht. Wie Bahnkaffee. Nur noch schlechter. Aber dann lief Sarahs Musik. Das war gut. Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum die anderen so blöde Kommentare über Sarahs Musik machen, die hört halt nicht, was alle hören. Ist doch auch mal gut! Und heute gab es auch gar keinen Stau, da ist sogar Herr Keller fast ein bisschen gut gelaunt gewesen. »Gut gelaunt«. Was man so gut gelaunt nennen kann. Er hat sehr viel weniger gemotzt.

Also sind wir so wie geplant angekommen. Es hat ein bisschen genieselt, und wir haben uns schon gefragt, ob wir das Wandern abbrechen, weil Berge bei Gewitter ja gefährlich werden können, aber es hat recht bald wieder aufgehört. Und wir hatten ja auch alle Regenjacken an. Dann ging es also den Berg hoch, und ich glaube, es lag an Sarahs Musik, dass ein paar einfach angefangen haben alle Lieder zu singen, die ihnen so eingefallen sind. Wirklich alles, von Kindergartenliedern bis 80er und dann noch »Wer hat die Kokosnuss geklaut«. Das war toll.

Stimmung natürlich ganz weit oben. Stimmung war top! Stimmung war gold! Mit Fleißsternchen! Und da ging das noch mit den Wegen und der Steigung, ich bin ja jetzt nicht die Sportlichste, aber ich hab gedacht, dass das geht. Das hat der Utz ja auch eigentlich versprochen vor der Fahrt, dass alle Strecken so ausgesucht werden, dass die auch was für Leute wie uns sind.

Und dann kam irgendwann das erste Referat von Paul, der hat über die Vegetation in den Bergen geredet. Fand ich gut, dass er auch Blumen und so rumgegeben hat und nicht einfach nur runtergeleiert und immer aufs Handout verwiesen.

Und dann wollte Karim gleich weitermachen, aber wir sollten erst mal wieder eine Weile wandern. Alliteration! Ja, aber echt, ich versteh das nicht. Wir hätten doch alle Referate gleich am Anfang hören können, und dann wandern, ich weiß gar nicht, warum das dem Utz so wichtig war. Und Karim und Svenja werden ja auch nicht fitter, je höher man steigt.

Es ging dann weiter und irgendwann haben wir Rast gemacht und dabei hat Karim dann sein Referat gehalten während wir anderen alle gegessen haben, der Arme, das hat mir voll leidgetan. Und der hatte auch noch den ganzen Rucksack voll mit Steinen, die er uns gezeigt hat, das war ja Extragewicht, und der hat gar nicht gemeckert. Und hey, ich hab was gelernt! Ich glaub, ich werde Geologin! Karim hat also sein Referat gehalten über Steinarten und so (das wird bestimmt drangehängt, für die, die es noch mal genauer lesen wollen) und wir haben gegessen und sind dann alle noch mal aufs Klo und dann ging es gleich weiter. Da hat es schon wieder angefangen zu nieseln. Und diesmal hat Herr Utz gesagt, dass wir das nicht abwarten, dass wir gleich weitergehen. Ich glaub, dass die Kaiserin das gar nicht wollte, weitergehen, mein ich.

Ich hab das mit dem Nieseln gar nicht gemerkt, ich hab gedacht, dass das eben Bergluft ist, so Dunst, Nebel. Ist bestimmt auch gut für die Haut.

Das Nieseln hat abe

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