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Scary Harry 5 - Hier scheiden sich die Geister von Kaiblinger, Sonja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.09.2016
  • Verlag: Loewe Verlag
eBook (ePUB)
9,99 €
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Scary Harry 5 - Hier scheiden sich die Geister

Es ist Halloween im Radieschenweg! Doch anstatt sich mit seinem echten Skelett-Freund unter die Verkleideten zu mischen, hockt Otto allein zu Hause. Harold macht sich rar, denn sein neuer Boss Rufus Rattlebone hat knallharte Regeln aufgestellt: Diesseitsbesuche außerhalb der Dienstzeit sind ausdrücklich verboten! Gut, dass sich wenigstens der frisch aus dem Jenseits zurückgekehrte Onkel Archibald Zeit nimmt, mit Otto und Emily die Schneekugel in Gang zu setzen und eine Verbindung zu seinen Eltern in der Zwischenwelt aufzubauen. Sie erfahren, dass Ottos Eltern von einem Sensenmann mit Holzbein dorthin verschleppt wurden. Als Otto eines Nachts ein gruseliger Schatten mit Holzbein auflauert und Harolds Boss ein ebensolches zu haben scheint, häufen sich die Zufälle ... Der fünfte Band der kultigen Kinderbuch-Reihe um den Jungen Otto, seine Freundin Emily und Sensenmann Harold - ein spannendes, lustiges und Geist-reiches Abenteuer mit witzigen Bildern für kleine und große Leser ab 10 Jahren.

Sonja Kaiblinger wurde 1985 in Krems geboren. Sie hat als Eisverkäuferin, Museumsführerin, Werbetexterin, Nachtwächterin, Flughafen-Mitarbeiterin und Werbespot-Darstellerin gearbeitet, bevor sie als Lehrerin ihre Brötchen verdiente. In jeder freien Minute brachte sie die Geschichten zu Papier, die ihr im Kopf herumspuken, bis sie den Sprung ins Dasein als freie Autorin wagte. Sie lebt zusammen mit ihrem Freund in Wien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 19.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732006250
    Verlag: Loewe Verlag
    Serie: Scary Harry Bd.5
    Größe: 5511 kBytes
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Scary Harry 5 - Hier scheiden sich die Geister

Spaghetti um Mitternacht

A lso ich weiß wirklich nicht, ob die ganze Arbeit nicht umsonst ist", jammerte Tante Sharon in Ottos Richtung und rührte Olivenöl in die Spaghetti. "Ein Sensenmann, der essen kann? Wie soll denn das funktionieren?"

Es hatte lange gedauert, bis Tante Sharon sich endlich daran gewöhnt hatte, dass Otto einen waschechten Sensenmann zum Freund hatte. Sehr lange sogar. Sie hatte Otto zwar niemals verboten, Scary Harry zu treffen, doch der Gedanke, dass ihr Neffe Otto sich Nacht für Nacht mit einem Knochengerippe unterhielt - noch dazu in ihrem eigenen Wohnzimmer -, hatte ihr zuerst gar nicht gefallen.

Dabei war Tante Sharon ansonsten eine Tante von der ziemlich coolen Sorte. Früher war sie manchmal ein wenig streng mit Otto gewesen, vor allem dann, wenn er vergessen hatte, sein Zimmer aufzuräumen, oder wenn er sich heimlich aus dem Haus geschlichen hatte. Aber seit Ottos verschollener Onkel Archibald vor einigen Monaten aus dem Jenseits zurückgekehrt war, hatte Tante Sharon ununterbrochen gute Laune. Sie schwebte förmlich auf Wolke sieben. Bestimmt war das auch der Grund, warum sie Otto erlaubt hatte, Sensenmann Harold offiziell zu einem Mitternachtsdinner in den Radieschenweg einzuladen. Sie hatte sogar sein Lieblingsgericht gekocht - Spaghetti Carbonara.

"Ein Sensenmann hat doch gar keinen Magen. Oder irre ich mich da, Archibald?", plapperte Tante Sharon weiter. "Du musst das doch wissen, immerhin bist du Geisterforscher."

"Na ja, bei Sir Tony, Bert und Molly plumpst das Essen einfach durch sie hindurch", erklärte Onkel Archibald und reichte Tante Sharon für die Nudeln etwas Salz aus dem Küchenschrank. "Wer weiß, vielleicht ist das bei Sensenmännern genauso?"

Otto nahm die Teller aus dem Schrank und trug sie von der Küche in das Esszimmer. Ehrlich gesagt hatte er Scary Harry noch nie essen gesehen, obwohl er ständig davon sprach, was es in der Kantine des Seelen-Beförderungs-Instituts im Jenseits tagtäglich an schmackhaften oder nicht ganz so schmackhaften Gerichten zur Auswahl gab. Wobei es Otto heute ohnehin nicht so ums Essen, sondern vielmehr darum ging, dass Tante Sharon endlich begriff, was für ein cooler Typ Scary Harry eigentlich war. Und dass eine Freundschaft mit einem Sensenmann nichts war, worüber sie sich Sorgen machen musste.

"Mmh ... das duftet ja ... exquisit", tönte es plötzlich aus dem Kühlschrank, als Tante Sharon ihn öffnete. Berts Geisterhand reichte Tante Sharon ein Stück Käse. "Wenn du noch etwas Parmesan drüberreibst, Sharon, dann schmecken mir die Spaghetti bestimmt noch besser. Hach, da läuft mir das Wasser im Mund zusammen! Ich kann es kaum erwarten."

"Bert, die Spaghetti sind nicht für dich", korrigierte ihn Tante Sharon streng. "Sondern für Harold. Du hast doch gestern schon die Vorräte fürs Wochenende in dich reingeschaufelt, als gäbe es eine Hungersnot."

"Vorräte? Sharon, ich weiß wirklich nicht, wovon du sprichst." Bert entfuhr ein Rülpser. "Moment, jetzt weiß ich es wieder: Du meinst die Vorspeise!"

"Vorspeise? Bert, du hast drei Tafeln Schokolade, zwei Melonen und vier Becher Vanillejoghurt verdrückt. Das war mehr als nur eine Vorspeise", unterbrach ihn Tante Sharon, nahm Bert das Stück Parmesan aus der Hand und rieb den Käse über die Spaghetti. "Danach musste ich eine Stunde lang die Fliesen wischen, um den ganzen ekeligen Matsch zu beseitigen."

"Tut mir leid", murmelte Bert reuevoll und schloss die Kühlschranktür. Kurz bevor sie zufiel, spähte der Hausgeist ein letztes Mal durch den Spalt in Tante Sharons Richtung und setzte dabei seinen treuesten Hundeblick auf. "Darf ich wenigstens die Reste essen, falls etwas übrig bleibt?"

"Meinetwegen", sagte Tante Sharon, rückte die Geisterbrille auf ihrer Nase zurecht und warf einen Blick auf eine ihrer zahlreichen Uhren, die an den Wänden hingen. "Es ist schon fünfzehn Minute

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