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Schwert und Glut von Larson, Sara B. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.08.2016
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Schwert und Glut

Nach dem Sieg über den Tyrannen Hector herrscht Friede im Königreich Antion. Doch der junge König Damian und seine engste Vertraute und Leibwächterin Alexa bekommen zu spüren, wie trügerisch dieser ist. Ein Anschlag auf Damians Leben erschüttern die Grundfesten des Landes. Und Alexa kämpft mit ihren eigenen Gefühlen. Denn immer noch gehört ihr Herz heimlich dem König. Wird Alexa den König beschützen und sich zu ihrer Liebe bekennen, bevor es zu spät ist? Seit sie denken kann, hat Sara B. Larson Geschichten geschrieben - obwohl sie heute ihren Computer benutzt, anstelle eines Meerjungfrauenheftchens. Sie lebt in Utah mit ihrem Mann und ihren drei Kindern und schreibt, wenn ihre Kinder Mittagsschlaf halten, und während der einsamen Nachtstunden, wenn die meisten Menschen schlafen. Ihr Mann behauptet, sie hätte ein Diplom in Multitasking gemacht. Gelegentlich zieht sie sich mit Weingummis in die Badewanne zurück.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 08.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641182588
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Serie: Die Schwertkämpfer Bd.2
    Originaltitel: Ignite
    Größe: 1654 kBytes
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Schwert und Glut

Zwei

D AS BERNSTEINFARBENE LICHT des Sonnenaufgangs sickerte genau in dem Augenblick durch die Fenster am Ende des Korridors, als ich befürchtete, die Augen nicht länger offen halten zu können. Schon längst ging ich nicht mehr auf und ab, sondern stand reglos vor Damians Tür und starrte hinaus in den Dschungel, der allmählich hinter den Palastmauern sichtbar wurde.

Ich war erschöpft - wegen des Schlafmangels, wegen des langen Herumstehens, vor Sorge und weil ich versuchte, mir die Gedanken an den König zu verbieten. Trotzdem schwelgte ich unwillkürlich in Erinnerungen, je weiter die Nacht voranschritt. Ein Gesichtsausdruck von ihm hatte sich mir für immer ins Gedächtnis eingebrannt: Wie er mich angesehen hat, als er mich zum ersten Mal nach dem Kampf aufsuchte, bei dem Ikers Zauberfeuer meine eine Gesichtshälfte zerstört und ich ihn schließlich doch noch bezwungen hatte. Als er mir gestanden hatte, dass er mich brauche ... dass er mich liebe. Als er seine Lippen zum letzten Mal auf meine gedrückt hatte, bevor ich die Hoffnung in seinem Blick zerstört und durch Schmerz ersetzt hatte.

Energisch schüttelte ich den Kopf und versuchte, die Bilder, die Worte und die Erinnerungen zu verscheuchen. Zu vergessen, dass Damian für mich verloren war. Anderen Menschen gegenüber verhielt er sich freundlich und fürsorglich. Er war der Mann, der er immer gewesen war, den er aber viele Jahre lang hatte verbergen müssen. Aber wenn es um mich ging ...

Weiter unten im Korridor wurde eine Tür geöffnet und riss mich aus meinen Gedanken. Rylan tauchte auf, Mateo im Schlepptau. Nach Judes Tod teilten sie ein Zimmer miteinander. Tief in meinem Inneren quälten mich Schuldgefühle, wie immer, wenn ich Rylan mit Mateo sah. Es war meine Schuld, dass Rylans Bruder umgekommen und Jude nicht mehr die Wache an seiner Seite war. Als ich ihnen entgegenblickte, sie ihre Schwertscheiden umschnallten und sich für einen neuen Tag der Wache über unseren neuen König rüsteten, verdrängte ich meine Schuldgefühle. Jude hatte beschlossen, sich zu opfern, um mich dabei zu unterstützen, Antion zu retten. Sein Tod hatte mir die Möglichkeit geboten, an Iker heranzukommen und ihn zu vernichten.

"Raue Nacht?", erkundigte sich Rylan, als er näher kam. Seine Augen wanderten über mein Gesicht, verweilten einen kurzen Moment bei meinen Narben.

"Ja." Es hatte keinen Sinn zu lügen, er kannte mich nur allzu gut. "Deron wird dich sicherlich informieren. Ich werde mir schnell ein bisschen Schlaf gönnen."

"Alexa, was ist geschehen?"

"Wie gesagt, Deron wird dir alles berichten. Ich bin zu müde."

Ich wandte mich ab, steuerte schnell mein Gemach an, das neben dem von Damian lag, so wie es immer gewesen war. Außer Deron war ich die Einzige, die keinen Zimmergenossen hatte. Was daran lag, dass jeder wusste, dass ich ein Mädchen war. Zumindest hatte es einen Vorteil, von allen verhätschelt zu werden - Ungestörtheit.

Ich hörte Schritte hinter mir, aber ich achtete nicht darauf und öffnete meine Tür. Ich trat ein, war aber nicht schnell genug, die Tür zu schließen. Rylan hatte mich bereits eingeholt und streckte die Hand aus, um die Tür aufzuhalten.

"Alexa, bitte, sag mir, was los ist."

Ich blickte in seine sanften braunen Augen und entdeckte nichts als Besorgnis. "Eine Delegation aus Dansii ist auf dem Weg hierher, und wir wissen nicht, warum", antwortete ich schließlich.

Rylan schaute verblüfft drein. "Woher wissen wir das?"

"Mitten in der Nacht traf ein Läufer ein, um ihre Ankunft zu verkünden."

"Komm, Ry, lass sie schlafen. Sie war die ganze Nacht auf", rief Mateo vom anderen Ende des Korridors.

Rylan rührte sich nicht von der Stelle, studierte weiterhin mein Gesicht. "Gibt es noch etwas?"

"Was meinst du damit?", wich ich aus. So, wie er mich anstarrte, verspürte ich das Verlangen, mich herauszuwinden, mich abzuwenden. Doch ich zwang mi

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