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Septembermädchen Die Arena Thriller von Lange, Kathrin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.09.2013
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Septembermädchen

Ein düsteres Industrieviertel am Abend. Leo stößt mit einem Fremden zusammen. Blut rinnt über sein Gesicht. Er sieht sie an und küsst sie. Von diesem Augenblick an ist Leo von dem verschlossenen Elijah fasziniert. Doch dann findet sie heraus, dass auf dem Trainingsgelände des nahegelegenen Capoeira-Clubs, in dem Elijah trainiert, vor genau einem Jahr ein Mädchen tödlich verunglückte. Plötzlich beginnt ein merkwürdiger Straßenbettler, Leo zu verfolgen. 'Im September sterben Mädchen', raunt er ihr zu, 'und du wirst die nächste sein. Kathrin Lange wurde 1969 in Goslar am Harz geboren. Obwohl sie sich beruflich der Hundestaffel der Polizei anschließen wollte, siegte am Ende ihre Liebe zu Büchern, und sie wurde zuerst Buchhändlerin und dann Schriftstellerin. Heute ist sie Mitglied bei den International Thriller Writers und schreibt sehr erfolgreich Romane für Erwachsene und Jugendliche. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in einem kleinen Dorf bei Hildesheim in Niedersachsen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 264
    Erscheinungsdatum: 16.09.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401802282
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 1880 kBytes
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Septembermädchen

Leo

L eo musste zwei Busstationen weiter fahren als Hannah und so hatte sie einige Minuten Ruhe, nachdem ihre Freundin ausgestiegen war. Sie stopfte sich ihre Kopfhörer in die Ohren, wählte eine alte Playlist, an der sie sich eigentlich schon überhört hatte, und nutzte das vertraute Gedudel, um über Elijah nachzudenken. Natürlich hätte auch sie zu gern gewusst, wie er sich die blutende Wunde zugezogen hatte. Aber eigentlich war es nicht das, was sie am meisten beschäftigte.

Viel mehr interessierte sie die Frage, warum er sie geküsst hatte.

Wieder berührte sie mit den Fingerspitzen ihre Lippen. Der Kuss war ein bisschen grob gewesen. Verzweifelt ... Automatisch kam Leo die Szene im Noah's wieder in den Sinn. Wie grüblerisch er da gewirkt hatte.

Grüblerisch! Das war Schwachsinn! Mit Sicherheit interpretierte sie da etwas hinein. Definitiv zu viele Vampirbücher gelesen, Leo.

Und trotzdem!

Sie rief sich Elijahs Gesichtszüge ins Gedächtnis. Exotisch hatte Hannah ihn genannt. Das stimmte irgendwie. Elijah sah aus wie jemand aus Südamerika. Bei dem Gedanken an seine braunen Augen wurde Leo ganz warm. Gedankenverloren rieb sie die Schulter, gegen die er gerempelt war.

Während sie das tat, wanderten ihre Gedanken zu der sonderbaren Begegnung mit Schröder zurück. Amy kommt nicht wieder, hatte er genuschelt. Leo wollte den Kopf gegen das Busfenster legen. Gerade noch rechtzeitig entdeckte sie den dicken Fettfleck auf der Scheibe. Offenbar hatte hier vorher jemand gesessen, für den Haarshampoo ein Fremdwort war. Sie unterdrückte den aufsteigenden Ekel und überlegte erneut, warum Amy wohl nicht beim Klavierunterricht aufgetaucht war. Sie nahm ihr Handy, tippte rasch ein paar Worte ein.

Hey Amy. Hannah hat dich beim Klavier vermisst. Bist du krank?

Sie schickte die Nachricht ab, dann legte sie das Handy wieder in ihren Schoß.

Ein paar Minuten später hielt der Bus an ihrer Station und sie beeilte sich, nach Hause zu kommen.

Als Leo die Haustür aufschloss und die Wohnung betrat, saß ihre Mutter am Küchentisch und las.

"Hallo mein Schatz!", sagte sie, nachdem sie ihren Finger wie ein Lesezeichen in ihr Buch geklemmt hatte. "Wie war das Training?"

Leo warf ihren Rucksack unter die Garderobe und hängte ihre Jacke auf einen Bügel. Dann betrat sie die Küche und gab ihrer Mutter einen Kuss auf die Wange. "Hallo Nene." Ihre Großmutter kam ursprünglich aus der Türkei und Leos Mutter war zur Hälfte Türkin, was man ihr mit ihrem feinen hellbraunen Haar jedoch nicht ansah. Irgendwann einmal hatte Leo beschlossen, dass das türkische Wort "Nene" viel cooler klang als das spießige deutsche "Mama". Von diesem Tag an hatte sie ihre Mutter "Nene" genannt und die hatte sich nach einigen vergeblichen Protesten schließlich damit abgefunden. "Okay so weit", antwortete Leo auf die Frage und dachte an Elijah.

"Aber?"

Leo lehnte sich mit dem Po gegen die Arbeitsplatte. "Nichts aber. Mein Trainer überlegt, ob wir in eine andere Halle umziehen sollen. Im Winter wird es in den Industriehallen ziemlich kalt." Während sie erzählte, wie ihr Handballverein nach einer neuen Halle suchte, riss Nene von einer Zeitung, die auf dem Küchentisch lag, eine Ecke ab und steckte sie anstelle ihres Fingers in das Buch. Leo machte einen langen Hals, um zu erkennen, was sie las. Es war irgendeine Abhandlung über die Gehirnarchitektur von Schwerverbrechern. Nene war forensische Psychiaterin. Sie arbeitete freiberuflich als Sachverständige für die Polizei und dort beschäftigte sie sich hauptsächlich mit psychisch kranken Straftätern. Ihr machte niemand so schnell etwas vor - was Leo natürlich massiv nervte.

"Klingt doch super!" Nene deutete auf einen Stuhl. "Hast du Hunger? Du könntest dich hinsetzen und mir erzählen, was wirklich passiert ist."

So viel dazu! Leo knirschte mit den Zähnen, ließ es

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