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Seven Wonders - Der Koloss erwacht Band 1 von Lerangis, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.10.2014
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Seven Wonders - Der Koloss erwacht

Ein gigantisches Abenteuer beginnt Jack McKinley ist ein ganz gewöhnlicher Dreizehnjähriger - mit einem ganz und gar außergewöhnlichen Problem: Er hat Superkräfte, von denen er nichts ahnte und die sein Leben in tödliche Gefahr bringen! Entführt auf eine geheimnisvolle Insel, gefangengehalten in einem strengbewachten Institut, erfahren Jack und seine Freunde Cass, Marco und Aly das Unglaubliche: sie sind Nachfahren der uralten Götter-Dynastie einer lange versunkenen Zivilisation. Doch dieses Erbe bedroht nicht nur ihr eigenes Leben, sondern die ganze Welt! Und nur Jack, Cass, Marco und Aly können sie noch retten. Es erwartet sie eine schier unlösbare Aufgabe: Sie müssen die antiken sieben Weltwunder finden und ihr Geheimnis lüften. So beginnt ein unglaubliches Abenteuer und ein tödlicher Kampf mit Gegnern, die mächtiger, unheimlicher und grauenvoller sind, als alles, was Jack und seine Freunde sich jemals vorstellen konnten. Peter Lerangis, Biochemiker mit Harvard-Abschluss und ehemaliger Broadway-Schauspieler, ist als Autor hocherfolgreich, seine Bücher sind in 28 Sprachen übersetzt mit über fünf Millionen verkauften Exemplaren weltweit. Er ist außerdem begeisterter Bergsteiger und Marathon-Läufer - allerdings nicht gleichzeitig. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in New York City.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 27.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641137465
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Serie: Seven Wonders Bd.1
    Originaltitel: Seven Wonders 1 - The Colossus Rises
    Größe: 7554 kBytes
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Seven Wonders - Der Koloss erwacht

Rotbart

Am Morgen meines geplanten Todes watschelte ein barfüßiger Mann mit buschigem roten Bart an unserem Haus vorbei. Der leichte Bodenfrost schien ihm nichts auszumachen, doch er musste lausig gefrühstückt haben, denn er stieß einen Rülpser aus, der so laut war wie eine Tuba.

Rülpsende Riesen, die wie Wikinger aussehen, sind in Belleville, Indiana, ein seltener Anblick. Doch hatte ich keine Gelegenheit, mir den Kerl genauer anzusehen.

Denn in diesem Moment wurde ich, Jack McKinley, in meinem Zimmer angegriffen - von einem fliegenden Reptil.

Ich hätte mir den Wecker stellen können. Doch gestern Abend war ich lange auf, um für den Mathetest zu lernen, der in der ersten Stunde anstand. Außerdem habe ich einen festen Schlaf. Dad konnte mich nicht wecken, weil er gerade in Singapur auf Geschäftsreise war. Und Vanessa, unser Au-pair-Mädchen, das bei uns quasi bezahlten Urlaub macht, schläft immer bis mittags.

Ich brauchte ein lautes Geräusch. Etwas, das mich unter Garantie aus dem Schlaf reißen würde. Zum Glück war der Pappmaschee-Vulkan, den ich letzten Monat auf einem Basar erstanden hatte, voller Backpulver. Ich schüttete also einen halben Liter Essig in die Kaffeemaschine meines Vaters und verband diese mithilfe eines Plastikschlauchs mit dem Vulkan. Auf dem Grund des Vulkans befestigte ich eine Rampe, auf der ich eine Billardkugel platzierte, und stellte den Timer der Kaffeemaschine auf 6:30 Uhr. Um diese Zeit würde also der Essig beginnen, in den Vulkan zu fließen, und dort eine Explosion auslösen. Die Billardkugel auf der Rampe würde losrollen und am Ende der Rampe auf ein Katapult plumpsen, das durch eine Sprungfeder gespannt war. Und auf dem Katapult wartete bereits ein alter Plastik-Ugliosaurus - eine Kreuzung aus Löwe und Adler, knallrot und mit Reißzähnen.

Wenn so ein Tierchen gegen die Wand fliegt - rums! -, muss man einfach wach werden. Idiotensicher, oder?

Nicht ganz. Ich hatte nämlich nicht damit gerechnet, mich um 6:28 Uhr mitten in einem Albtraum zu befinden. Dieser Traum hat mich schon viel zu oft verfolgt: Ich renne, mit einer Toga bekleidet, durch den Dschungel, die Luft ist voller Rauch, und ich werde von fauchenden, geifernden, schweineartigen Wesen verfolgt. Lustig, wie? Normalerweise wache ich genau in dem Moment auf, wenn sich der Boden unter meinen Füßen auftut.

Doch diesmal stürzte ich wirklich in den finsteren Abgrund. In den sicheren Tod.

In diesem Moment stieß der ungehobelte Riese da draußen seinen Riesenrülpser aus. Das weckte mich auf.

Der Kaffeemaschinen-Vulkan explodierte. Und der Ugliosaurus schoss mir genau zwischen die Augen.

So begann, in Kürze erzählt, der schlimmste Morgen meines Lebens. Der letzte Morgen, an dem ich in meinem eigenen Bett aufwachen sollte.

"@$%&!", schrie ich. Was genau ich geschrien habe, behalte ich lieber für mich.

Der dröhnende Schmerz ließ mich aus dem Bett springen. Im nächsten Moment sah ich Rotbart auf dem Gehweg, worauf ich mich sofort auf den Boden warf, denn ich wollte so nicht gesehen werden, nicht mal von einem durchgeknallten Fremden mit nackten Füßen. Leider landete ich mit dem Hintern auf dem gezackten Flügel des Ugliosaurus und ich schrie schon wieder. Ziemlich viel Gebrüll für jemand, der schon dreizehn ist.

Da lag ich also mit zusammengebissenen Zähnen und bereute es, mir nicht den Wecker gestellt zu haben. In Gedanken hörte ich, wie Vanessa mich aufzog: Du denkst zu viel nach, Jack. Was sie ungefähr hundert Mal am Tag sagt. Vielleicht, weil ich zu viel nachdenke. Hab ich schon immer.

Ich rappelte mich auf und hielt mir den Kopf. Rotbart stapfte die Straße hinunter. "Halt dir nächstes Mal den Mund zu!", grummelte ich und stakste ins Bad.

Eigentlich hätte ich mich fragen sollen, wer er war und was er hier wollte, aber das tat ich nicht. Ich dachte an meinen Albtraum, den ich nicht loswurde, wie einen üble

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