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Skulduggery Pleasant - Mitternacht von Landy, Derek (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.11.2018
  • Verlag: Loewe Verlag
eBook (ePUB)
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Skulduggery Pleasant - Mitternacht

Einen toten Mann bringt man nicht um! Walküre hätte wirklich einen geeigneteren Baysitter finden können als ausgerechnet Omen Darkly. Nur für ein paar Stunden sollte Omen auf Walküres kleine Schwester aufpassen. Er sollte niemanden hereinlassen und möglichst nicht ans Telefon gehen. Aber als Walküre und Skulduggery nach Hause kommen, ist Alison verschwunden. Cadaverus Gant, Walküres alter Feind, hat sie entführt und exakt um 12 Uhr in der Nacht will er sie umbringen. Klar, dass Walküre alles versuchen wird, um Alison zu finden. Aber sie hat nur neun Stunden Zeit. Neun Stunden bis Mitternacht! Die Kultserie geht weiter. Denn eine Kleinigkeit wie das große Finale seiner Reihe um den zaubernden Skelett-Detektiv konnte Bestsellerautor Derek Landy nicht aufhalten, sich weitere Geschichten über Skulduggery Pleasant auszudenken. Derek Landy, geboren 1974, arbeitete als Karatelehrer und Drehbuchautor, bevor er die Idee zu seinen erfolgreichen Skulduggery-Pleasant-Büchern hatte. Die Reihe wurde in 35 Sprachen übersetzt, mehrfach mit Preisen ausgezeichnet und stürmte weltweit die Bestsellerlisten. Derek Landy lebt in der Nähe von Dublin in einem Haus, das vollgestopft ist mit Filmrequisiten. Besonders stolz ist er auf sein Original-Supermankostüm.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 496
    Erscheinungsdatum: 12.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732012558
    Verlag: Loewe Verlag
    Serie: Skulduggery Pleasant Bd.11
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Skulduggery Pleasant - Mitternacht

DAS ALTE SCHLOSS hob sich dunkel vor dem Sternenhimmel ab. Die großen Fenster waren leer, und die Zinnen ragten wie Zähne aus der Mauer. Auf diesen Zinnen standen, unbeeindruckt vom kalten Wind, der um die Berggipfel wehte, Pestlinge, monströse Teile aus Schorf und Geschwüren, in denen vergiftetes Blut und verwesendes Fleisch blubberte.

809 Meter westlich und 193 Meter höher lag Skulduggery Pleasant auf einem schneebedeckten Felsvorsprung auf einer Decke. Er legte seine rechte Augenhöhle ans Zielfernrohr seiner Waffe und optimierte die Schärfeeinstellung.

Er veränderte noch ein ganz klein wenig seine Haltung, ließ sich tiefer auf die Decke sinken und lag dann reglos da. Sein behandschuhter Finger zog langsam den Abzug zurück, und Walküre hob ihr Fernglas und richtete es auf den am nächsten stehenden Pestling.

Der Schuss löste sich mit einem lauten Knall, den der Wind fortriss, doch sie waren so weit vom Ziel entfernt, dass es ein paar Sekunden dauerte, bevor die Kugel traf.

Der Pestling zuckte leicht zusammen und blickte auf seine Brust hinunter. Einen Augenblick später begann er zu zittern. Die Naht, die ihn zusammenhielt, franste aus, und das Ding zerfiel. Die einzelnen Körperteile lösten sich voneinander, die gestohlenen Innereien quollen heraus, und er brach in sich zusammen. Was blieb, war ein Haufen dampfenden Fleisches in der kalten Luft.

Skulduggery visierte das nächste Ziel an und stellte das Fernrohr wieder scharf.

"Glaubst du, sie empfinden Schmerz?", fragte Walküre.

Skulduggery hielt einen Moment inne und blickte sie an. "Bitte?"

"Die Pestlinge. Glaubst du, sie empfinden Schmerz?"

"Nicht wirklich", antwortete er und konzentrierte sich wieder auf die Zieleinstellung seines Gewehrs.

"Aber sie haben ein Gehirn, richtig? Und sie denken, selbst wenn sie nicht die Hellsten sind. Und wenn sie denken, können sie womöglich auch etwas empfinden. Und wenn sie in der Lage sind, körperlich etwas zu empfinden, können sie dann nicht auch Gefühle entwickeln?"

Skulduggery drückte erneut ab. Walküre machte sich nicht die Mühe zu verfolgen, ob die Kugel ihr Ziel traf. Selbstverständlich traf sie es.

"Sie haben ein Gehirn", gab Skulduggery ihr recht, "das man den Toten zusammen mit den Gliedmaßen und inneren Organen gestohlen hat. Alles wurde verformt und verdreht und wie Teile einer Maschine an den Pestlingen befestigt - denn nichts anderes sind sie. Sie sehen lebendig aus, doch alles an ihnen ist künstlich. Hast du Schuldgefühle, weil wir das hier tun?"

"Nein." Sie beobachtete, wie er sein nächstes Ziel ins Visier nahm. "Irgendwie schon."

"Sie sind nichts anderes als Hohle." Er brachte seine Augenhöhle ans Zielfernrohr.

"Aber Hohle haben kein Gehirn."

"Ich habe auch kein Gehirn."

"Aber Hohle können nicht denken."

"Glaub mir, Pestlinge denken lediglich darüber nach, wie sie jemanden auf möglichst hässliche Art und Weise umbringen können."

Walküre schaute durch ihr Fernglas. "Deshalb bringen wir sie vorher um? Besonders aufgeklärt ist das nicht gerade, oder?"

"Wir töten sie nicht", erklärte Skulduggery. "Diese cleveren kleinen Patronen zerlegen ihre Ziele in Einzelteile, sie bringen niemanden um."

Er drückte ab, und sie schaute zu, wie der nächste Pestling in Einzelteile zerlegt wurde. Schwarzes Blut spritzte heraus.

Skulduggery stand auf. "Das war der Letzte." Er ergriff Walküres Hand und zog sie auf die Füße. Das Scharfschützengewehr ließ er auf der Decke liegen. Sie reichte ihm seinen Hut. Er war schwarz wie sein Dreiteiler, wie das Hemd und die Krawatte. Auch Walküre war ganz in Schwarz. Sie trug die Schutzkleidung, die Grässlich Schneider vor Jahren für sie angefertigt hatte, und darüber den schweren Mantel mit der pelzgefütterten Kapuze.

Von Osten zogen Wolken auf. Sie schrammten über die zerklüfteten Berggip

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