text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Sternendiamant Die Prinzessin des Lichts von Waldherr, Sarah Lilian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.11.2016
  • Verlag: Oetinger34
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Sternendiamant

Fana ist todunglücklich, seit Kian, den sie über alles liebt, auf die Seite ihrer Erzfeindin gewechselt hat. Doch es gibt immer mehr Anzeichen, die ihrem innersten Gefühl recht geben: An seiner plötzlichen Kehrtwende ist etwas faul. In der Zwischenzeit hat Kasim, der selbsterklärte Juwelenkönig, die Hauptstadt von Avestina eingenommen. Als er schließlich dem Feenreich und den Meeresleuten den Krieg erklärt, wird klar: Fana ist als Einzige mit den Sternendiamanten vertraut. Alle erwarten von ihr, dass sie Kasim endgültig aus dem Weg schafft, damit sich die Geschichte nicht wiederholt. Aber kann sie wirklich töten, um dieses Ziel zu erreichen? Das große Finale der Romantasy-Serie um die bezaubernde Fana, Prinzessin der Sternendiamanten.

Sarah Lilian Waldherr wurde 1990 in Stuttgart geboren. Nach der Schule absolvierte sie mehrere Praktika, in einer Buchhandlung, in einem Sportstudio und bei verschiedenen Fotografen. Sie studiert derzeit Schauspiel an der Theaterakademie in Stuttgart. Sarah Lilian Waldherr hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht und bringt sie seit sechs Jahren nun auch zu Papier.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 01.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959270335
    Verlag: Oetinger34
    Größe: 4875 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Sternendiamant

1. Kapitel

Helles Sonnenlicht, blauer Himmel. Draußen zogen schwebende Inseln mit Bäumen in voller Blütenpracht und Wiesen mit Wildblumen an uns vorbei. Die Schönheit der Natur erreichte mich nicht. Meine Welt versank in blassen, lieblosen Grautönen. Ohne einen einzigen Farbklecks zurückgelassen zu haben. Und täglich schienen sie dunkler zu werden.

Ich rollte mich wieder auf dem Bett zusammen und schob mir die wirren Haare übers Gesicht, damit mir der Blick durchs Fenster erspart blieb.

"Ich habe dich nie geliebt!", hallte es durch meinen Kopf, und ich schlang automatisch die Arme um meinen Oberkörper. Das waren die Worte, die mich seit jenem Tag in der Wüste von Avestina verfolgten.

Und: "Ich liebe Avena!"

Immer und immer wieder durchdrangen sie meine Gedanken, wie ein Mantra, das ich nicht loswerden konnte.

Kian...

Der Schmerz überwältigte mich erneut, und ich begann haltlos zu schluchzen. Meine Tränen bildeten nasse Flecken auf dem Bettzeug.

Warum? Wie konnte ich es nicht vorher schon bemerkt haben? Er musste mir die ganze Zeit über etwas vorgespielt haben! Mein Herz versuchte mir zuzuflüstern, dass das nicht stimme. Ich saß in einem endlosen Kreislauf aus aufkeimender Hoffnung und niederschmetternder Realität fest.

Die Tür flog auf. Durch meinen Vorhang aus Haaren hindurch nahm ich verschwommen wahr, dass jemand das Zimmer betrat. Ein tiefes Seufzen folgte, als die Person mich offenbar gefunden hatte.

"Das kann so nicht weitergehen!", sagte Ivy und trat zu mir ans Bett.

"Wir haben nicht beschlossen, in Avestina zu bleiben, damit du dich auf unserem Zimmer in Selbstmitleid suhlst!"

"Gib mir noch etwas Zeit!", bat ich abwesend.

"Drei Wochen verschanzt du dich hier schon!", rief Ivy. "Wir haben bald Mitte August!"

Mir war jegliches Zeitgefühl verloren gegangen.

"Wie auch immer", murmelte ich.

"Du hast nicht einmal deiner Mutter geschrieben, dass du mit hierbleibst. Das musste ich übernehmen, bevor wir Gegenden erreichten, in denen wir von allem abgeschnitten sind. Weder funktioniert das Internet, noch finden uns die Postschiffe!"

"Dann weiß sie es doch. Wo ist das Problem?", brummte ich.

Ihre Anwesenheit ging mir auf die Nerven.

"Ich erkenne dich nicht mehr! Sieh dich an! Du bist nichts weiter als ein Häufchen Elend!" Wut mischte sich in ihre Stimme.

"Was sollte ich auch sonst sein?", fragte ich und drehte mich auf die andere Seite. "Und jetzt geh bitte!"

Ivy gab einen unwilligen Laut von sich, und ich konnte mir bildhaft vorstellen, wie sie sich die Haare raufte.

Sie entfernte sich wieder und trat dabei etwas zu fest auf für ihre Gewohnheit.

Baff! Die Tür fiel ins Schloss. Meine Gedanken wanderten zurück zu dem eiskalten Blick, mit dem Kian mich bedacht hatte, bevor er mit Avena verschwunden war. Ich presste die Lippen aufeinander, um nicht noch einmal in Tränen ausbrechen zu müssen. Dann erinnerte ich mich daran, wie er Avena vor meinen Augen geküsst hatte, und die Dämme brachen erneut.

Aber ich blieb nicht lange allein mit meinem Leid. Zum zweiten Mal flog die Tür auf. Die sollten mich einfach in Ruhe lassen!

"Ich möchte niemanden sehen!", schrie ich.

"Das ist mir egal. Ich werde nicht tatenlos zuschauen, wie du zugrunde gehst." Ivy war wieder da. "Du stehst jetzt sofort auf! Du merkst nicht einmal mehr, was um dich herum vorgeht."

"Es interessiert mich auch nicht!", fauchte ich.

"Dann lässt du mir keine andere Wahl. Wenn du nicht freiwillig aufstehen willst, muss ich dich zwingen."

"Versuch's mal!", schnaubte ich.

Zwei kräftige Hände packten mich an den Oberarmen und zogen mich in eine aufrechte Position.

"He, was soll das?", protestierte ich und versuchte, mich loszumachen.

Seit wann war Ivy so stark? Hatte sie in den letzten Wochen

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen