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Sunshine Ranch 6:Ein Fall für Ayla von Bosch, Luzie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2015
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
eBook (ePUB)
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Sunshine Ranch 6:Ein Fall für Ayla

Was ist nur mit Lucky los? Der neue Hengst ist furchtbar scheu und lässt niemand außer Ayla in seine Nähe. Vor allem vor der Ranchbesitzerin Sue hat Lucky große Angst. Als er Sue sogar angreift, soll er eingeschläfert werden. Das muss verhindert werden! Aber dazu muss Ayla herausfinden, was Lucky in seiner Vergangenheit zugestoßen ist... Gina Mayer studierte Grafik-Design und arbeitete als Werbetexterin, bevor sie mit dem Bücherschreiben begann. Inzwischen hat sie viele Romanen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht. Ihre Werke wurden u. a. für den Deutsch-Französischen-Jugendliteraturpreis und den Hansjörg-Martin-Preis nominiert und mit dem Leipziger Lesekompass ausgezeichnet. Gina Mayer lebt in Düsseldorf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 01.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473476701
    Verlag: Ravensburger Buchverlag
    Serie: Sunshine Ranch Bd.6
    Größe: 1136 kBytes
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Sunshine Ranch 6:Ein Fall für Ayla

Schlechte Nachrichten

Auf dem Hof war die Hölle los. Luckys Vorderhufe knallten neben Sues leblosem Körper zu Boden, dann bäumte er sich von Neuem auf. Er tänzelte auf Sue zu, seine Hufe berührten fast ihre langen roten Locken, die ihren Kopf umflossen wie Blut. Noch einen Schritt näher, noch ein paar Zentimeter weiter, und er würde sie zu Tode trampeln. Washington begann, wie von Sinnen zu bellen, und wollte zu Sue. Auch Heinrich begann, nervös zu fiepen. Glücklicherweise reagierten Tori und Sina blitzschnell. "Aus, Washington!" Sie packten die beiden Hunde am Halsband, zerrten sie zur Scheune und sperrten sie ein. Washingtons Gebell war jetzt nur noch gedämpft zu hören, es klang umso wütender. Doch das Hundegebell steigerte Luckys Panik noch weiter. Seine Hufe flogen, seine helle Mähne umwehte den weißen Kopf, der Schweif peitschte durch die Luft. Das durchdringende Wiehern klang wie ein Hilferuf.

Knopfler hielt Ayla immer noch an den Schultern fest, aber nun riss sie sich los. Bevor er wieder nach ihr greifen konnte, hatte sie einen Schritt auf Lucky zugemacht. Wie vorhin im Stall streckte sie ihre Hand aus. "Lucky", sagte sie ruhig und so leise, dass er es über seinem Wiehern und Stampfen gar nicht hätte hören können. "Komm zu mir, Lucky."

Er tänzelte ein paar Schritte rückwärts. Hatte er sie überhaupt bemerkt? Immerhin bewegte er sich nun von Sue weg. Und auf Ayla zu. Langsam senkten sich die Vorderhufe zu Boden.

"Lucky", sagte Ayla noch einmal. Ihre Hand war immer noch ausgestreckt, die Handfläche zeigte nach oben. Lucky schnaubte und schüttelte den Kopf, als würde er aus einer Trance erwachen.

Ayla trat langsam neben ihn und griff nach seinem Halfter. Plötzlich war es ganz still auf dem Hof. Sogar Washingtons Gebell schien leiser geworden zu sein. Ayla machte einen Schritt in Richtung Stall. Noch einen. Sie erwartete, dass Lucky sich weigern würde, aber er folgte ihr ohne Zögern.

"Ich bringe dich jetzt zurück in die Box", sagte Ayla ruhig.

Aus dem Augenwinkel sah sie, wie Stefan zu Sue stürzte. Knopfler hatte sein Handy aus der Tasche gezogen und rief den Notarzt.

Nachdem der Krankenwagen Sue abgeholt hatte, trafen Viktor und Stefans Sohn Hannes auf der Ranch ein. Ein paar Minuten später radelten auch Myriams Freund Tom und Fabian, der Sohn von Doktor Knopfler, auf den Hof. Die vier Jungen waren fassungslos, als sie hörten, was geschehen war.

"Vielleicht sah es ja schlimmer aus, als es in Wirklichkeit war", meinte Viktor zweifelnd.

"Dann hätte sich Stefan doch schon längst bei uns gemeldet", wandte Sina ein und begann zu weinen. Ihr Freund Viktor legte seinen Arm um ihre Schulter. Die anderen starrten mit düsteren Gesichtern zu Boden und schwiegen. Wenn die Sunshine Ranch dichtmacht, dreh ich durch, dachte Ayla, und schämte sich im gleichen Augenblick dafür, dass sie in so einer Situation nur an sich dachte.

Hannes erhob sich als Erster. "Das hat doch keinen Sinn", erklärte er. "Wenn wir hier mit langen Gesichtern rumsitzen, hilft das Sue auch nicht. Kommt, Leute, wir bringen die Pferde auf die Weide. Und dann wird der Stall ausgemistet."

"Was machen wir mit Lucky?", fragte Ayla.

"Der bleibt natürlich im Stall", sagte Hannah. "Also, ich fass ihn bestimmt nicht an. Und außerdem - wir wissen ja gar nicht, wie er auf die anderen Pferde reagiert."

Aus traurigen blauen Augen sah Lucky zu, wie ein Pferd nach dem anderen aus seiner Box geführt wurde. Als der Stall leer war, ließ er resigniert den Kopf sinken. Die zehn Freunde fegten die nasse Streu aus den Verschlägen, karrten Mist nach draußen und verteilten danach frische Einstreu in den Boxen. Sie arbeiteten schweigend, jeder hing seinen eigenen Gedanken nach.

Ayla hatte sich Saphirs Box vorgenommen, die neben Luckys Verschlag lag. Bevor sie ihre volle Schubkarre nach draußen schob, beugte sie sich über die Abtrennung und streichelte Lucky zw

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