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Talon - Drachenzeit Roman von Kagawa, Julie (eBook)

  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
13,99 €
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Talon - Drachenzeit

Drachen: gefährlich, magisch, unwiderstehlich!
Strand, Meer, Partys - einen herrlichen Sommer lang darf Ember Hill das Leben eines ganz gewöhnlichen kalifornischen Mädchens leben! Danach muss sie in die strenge Welt des Talon-Ordens zurückkehren - und kämpfen. Denn Ember verbirgt ein unglaubliches Geheimnis: Sie ist ein Drache in Menschengestalt, auserwählt, um gegen die Todfeinde der Drachen, die Krieger des Geheimordens St. Georg, zu kämpfen.
Garret ist einer jener Krieger, und er hat Ember sofort als Gefahr erkannt. Doch je näher er ihr kommt, umso mehr entflammt er für das ebenso schöne wie mutige Mädchen. Und plötzlich stellt er alles, was er je über Drachen gelernt hat, infrage ...

Schon in ihrer Kindheit gehörte Julie Kagawas große Leidenschaft dem Schreiben. Nach Stationen als Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie ihr Interesse zum Beruf. Mit ihren Fantasy-Serien Plötzlich Fee und Plötzlich Prinz wurde sie rasch zur internationalen Bestsellerautorin. In ihrer neuesten Erfolgsserie Talon erzählt sie von einer magischen Liebe, die nicht sein darf. Julie Kagawa lebt mit ihrem Mann in Louisville, Kentucky.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 560
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641165680
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne fliegt Bd.1
    Originaltitel: Talon's Chosen - The Talon Saga Book 1
    Größe: 2391 kBytes
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Talon - Drachenzeit

Ember

"Ember, wann sind eure Eltern gestorben, und was hat ihren Tod verursacht?"

Mit einem unterdrückten Stöhnen riss ich mich vom Anblick des idyllischen Crescent Beach los, das hinter dem getönten Autofenster in strahlendem Sonnenschein vorbeizog. Die Luft in der schwarzen Limousine war kalt und muffig, und blöderweise hatte der Fahrer die Kindersicherung aktiviert, sodass sich das Fenster nicht öffnen ließ. Seit Stunden hockten wir nun schon im Auto, und ich konnte es kaum erwarten, dieses rollende Gefängnis zu verlassen und endlich wieder die Sonne zu spüren. Hinter der Scheibe erstreckte sich die von Palmen gesäumte Straße mit ihren hübschen Häusern. Auf dem Bürgersteig standen ausgebleichte Buden, in denen man Snacks, T-Shirts, Surfbrettwachs und vieles mehr kaufen konnte. Und direkt hinter dem Asphalt und einem breiten Streifen aus weichem weißem Sand schimmerte der Pazifische Ozean wie ein riesiges türkises Juwel, lockte mich mit seinen schaumgekrönten Wellen und zahllosen Sonnenanbetern, die munter in dem funkelnden Wasser herumplanschten.

"Ember? Hast du zugehört? Bitte beantworte die Frage."

Seufzend ließ ich mich in den kalten Ledersitz zurückfallen. "Joseph und Kate Hill wurden bei einem Autounfall getötet, als wir sieben Jahre alt waren", leierte ich herunter und bemerkte, wie der Fahrer mich im Rückspiegel mit regloser Miene musterte. Neben ihm nickte Mr. Ramsey bestätigend.

"Weiter."

Unruhig zupfte ich am Sicherheitsgurt. "Sie hatten sich ein Musical am Broadway angesehen, West Side Story ", fuhr ich fort, "und wurden auf dem Heimweg von einem betrunkenen Fahrer gerammt. Mein Bruder und ich kamen zu unseren Großeltern, bis Opa Bill irgendwann an Lungenkrebs erkrankte und sich nicht länger um uns kümmern konnte. Deshalb sind wir hierhergekommen, wo wir bei unserer Tante und unserem Onkel leben werden." Wieder spähte ich sehnsüchtig aus dem Fenster und beobachtete neugierig zwei Menschen, die auf Surfbrettern durch die Wellen glitten. Ich war noch nie gesurft; in unserem staubigen kleinen Nest mitten in der Wüste war das auch schwierig. Doch es sah so aus, als könnte es fast so viel Spaß machen wie Fliegen. Obwohl ich stark bezweifelte, dass irgendetwas mit dem Gefühl mithalten konnte, durch die Luft zu gleiten und den Wind im Gesicht und unter den Flügeln zu spüren. Keine Ahnung, wie ich es einen ganzen Sommer lang aushalten sollte, ohne mich einmal in die Luft zu erheben. Die Menschen haben Glück , dachte ich, während das Auto weiterfuhr und die Surfer hinter uns ließ. Sie wussten wenigstens nicht, was ihnen entging.

"Gut", murmelte Mr. Ramsey geistesabwesend. Vor meinem inneren Auge sah ich regelrecht, wie er auf das Tablet, seinen ständigen Begleiter, starrte und durch unsere Akten und Hintergrundgeschichten scrollte. "Dante, was sind die eigentlichen Ziele eures Aufenthaltes in Crescent Beach?"

Gelassen zog sich mein Zwillingsbruder die Kopfhörer aus den Ohren und drückte das Pausesymbol auf seinem iPhone. Zu seinen verblüffendsten Fähigkeiten gehörte wohl, dass er bei Musik oder Fernsehen völlig abschalten konnte und trotzdem noch merkte, was um ihn herum passierte. Mir fehlte diese Gabe. Wenn es in meiner Nähe auch nur die kleinste Ablenkung gab, mussten meine Lehrer mir schon einen Klaps auf den Kopf versetzen, um meine Aufmerksamkeit zu erregen. "Beobachten und anpassen", erklärte er ungerührt. "Lernen, wie man mit Menschen umgeht, wie man ein Mensch ist . Eingliederung in ihre sozialen Strukturen, bis sie glauben, wir wären genau wie sie."

Genervt verdrehte ich die Augen. Als er meinen Blick bemerkte, zuckte er kurz mit den Schultern. Dante und ich waren keine echten Zwillinge, zumindest nicht im engeren Sinne des Wortes. Ja, wir waren gleich alt. Ja, wir sahen uns sehr ähnlich, hatten die gleichen extrem roten H

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