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Teufelsengel von Feth, Monika (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.11.2009
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Teufelsengel

Göttliche Regeln, teuflische Strafen
Die siebzehnjährige Romy hat ihren Traumjob ergattert: ein Volontariat bei einer Kölner Zeitung. Als die Leiche eines jungen Mannes aus einem See geborgen wird und man wenig später ein völlig abgemagertes totes Mädchen findet, glaubt niemand an einen Zusammenhang mit drei völlig anders gelagerten Mordfällen der vergangenen Monate.
Niemand außer Romy - und dem kürzlich nach Köln versetzten Kommissar Bert Melzig.
Ihre Nachforschungen führen Romy auf die Spur einer gefährlichen Bruderschaft, deren Jünger nicht davor zurückschrecken, sich die Mitglieder der wachsenden Gemeinschaft mit Gehirnwäschen gefügig zu machen und Exorzismen durchzuführen. Als der Anführer der Bruderschaft, der charismatische Abt Vero, erfährt, dass Romy im Auftrag des KölnJournals handelt, gerät sie in Gefahr ...
Psychothriller der Extraklasse: brillant erzählt, atemberaubend spannend, mit dichter Atmosphäre und faszinierenden Figuren.

Monika Feth wurde 1951 in Hagen geboren, arbeitete nach ihrem literaturwissenschaftlichen Studium zunächst als Journalistin und begann dann, Bücher zu verfassen. Heute lebt sie in der Nähe von Köln, wo sie vielfach ausgezeichnete Bücher für Leser aller Altersgruppen schreibt.
Der sensationelle Erfolg der 'Erdbeerpflücker'-Thriller machte sie weit über die Grenzen des Jugendbuchs hinaus bekannt. Ihre Bücher wurden in mehr als 24 Sprachen übersetzt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 27.11.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641037901
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Serie: Romy-Thriller Bd.1
    Größe: 786kBytes
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Teufelsengel

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Schmuddelbuch, Montag, 10. November
Gestern wurde aus dem Fühlinger See die Leiche eines zweiundzwanzigjährigen Mannes geborgen. Die Polizei geht von einem Fremdverschulden aus, machte aber, um die Ermittlungen nicht zu gefährden, keine weiteren Angaben. Dies wäre seit Mai bereits das vierte Gewaltverbrechen mit Todesfolge in Köln. Einen Zusammenhang der Todesfälle schließt die Polizei nach dem derzeitigen Kenntnisstand jedoch aus. (Kölner Anzeiger)


"Warum nicht, Greg?" "Dafür gibt es tausend Gründe, Schätzchen." "Nenn mir drei!" "Also gut. Erstens: Ich will nicht. Zweitens: Ich will nicht. Drittens: Ich will nicht. Und jetzt lass mich arbeiten." "Das ist nicht fair, Greg!" Gregory Chaucer stützte die Ellbogen auf den Schreibtisch und vergrub die Finger im Haar. Dann hob er den Kopf und bedachte Romy mit einem milden Blick. "Seit wann, Mädchen, ist das Leben fair?" "Ich weiß, dass ich recht habe, Greg." "Das ist ja das Schlimme. Du hast meistens recht." "Also gibst du mir grünes Licht?" "Nein!" Gregory Chaucer beugte sich vor und griff nach dem Telefon. "Sonst noch was?" Er konnte das gut, jemanden, der ihm auf die Nerven fiel, mit beleidigender Beiläufigkeit abservieren, und Romy hatte das schon oft am eigenen Leib zu spüren bekommen. Er guckte einen dann stur über den Rand seiner Lesebrille hinweg an, wobei sich seine Stirn in angestrengte Falten legte, was seinem Gesicht einen gleichermaßen erstaunten wie abwartenden Ausdruck verlieh. Diesmal, hatte Romy sich vorgenommen, würde sie sich davon nicht beeindrucken lassen. "Und wenn ich dir verspreche, vorsichtig zu sein?" "Das versprichst du mir doch dauernd." "Bitte, Greg. Du weißt, dass du dich auf meine Nase verlassen kannst." Sie rührte sich nicht von der Stelle. "Vier Tote in einem halben Jahr, Greg. Du willst mir doch nicht erzählen, dass nichts dahintersteckt?" "Ich will dir gar nichts erzählen, Romy. Ich will meine Ruhe haben, nichts weiter. Renitente Volontärinnen sind das Letzte, was ich im Augenblick brauche." "Renitent? Das kränkt mich jetzt aber wirklich, Greg." Gregory Chaucer stöhnte auf. "Setz dich, Romy." Er hatte den Satz noch nicht ausgesprochen, als Romy schon auf dem Stuhl vor seinem Schreibtisch saß und ihn mit großen Augen anschaute. "Also. Noch einmal. Was hast du vor?" "Bloß ein bisschen herumstochern, Greg. Vier Tote! Das könnte die Geschichte meines Lebens werden." "Die Geschichte deines Lebens ..." Gregory Chaucer konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. "Wie alt bist du? Fünfzig?" Romy beschloss, ihn mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. "Gerade achtzehn geworden. Aber du hast mir immer gesagt, dass man zugreifen muss, wenn man eine Geschichte vor sich hat." " Wenn ." "Das ist eine Geschichte, Greg. Ich hab das im Gefühl." Gregory Chaucer hatte Romy schon oft gepredigt, ein Journalist ohne den richtigen Riecher sei keinen Pfifferling wert. Genau da versuchte Romy ihn zu packen. "Es geht um Mord, Romy, das ist ein verdammt heißes Eisen ..." "... das man schmieden muss, solange es heiß ist ..." "Du hast keine Erfahrung. Nimm wenigstens einen Kollegen mit." "Es ist meine Geschichte, Greg. Ich will die nicht teilen." Gregory Chaucer, deutsch-irischer Abstammung, seit dreißig Jahren im Zeitungsgeschäft und seit zehn Jahren Verleger und Chefredakteur des links-alternativen KölnJournals , hatte vier Tugenden auf sein Banner geschrieben: den richtigen Riecher, Neugier, Biss

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